Opelzoo Teil 2
Heute ist so ein extrem scheußliches Wetter, dass ich mich gleich noch an den zweiten Teil meiner Fotos gemacht habe. Ich bearbeite sie immer in verschiedenen Größen, da ich solche Motive für die SchwieMu noch in groß auf einen digitalen Bilderrahmen schaufele. Sie bekommt dann die Fotos beschriftet. Das ist eine gute Lösung, denn sie hört ja nichts. Aber an schönen Naturbildern kann man sich auch mit fast 96 noch erfreuen.
Also, wir waren gestern am tiefsten Punkt des Opelzoos angelangt, an der Freiflugvolière. Für alle, die Kronberg nicht kennen (und hier im Blog noch relativ neu sind) – der Kronberger Opel Zoo ist ein Zoo, dessen Gelände ziemliche Höhenunterschiede aufweist und zum größten Teil im Wald liegt. Durch das Gelände führt ein öffentlicher Weg, der die Sache mit dem Eintritt für den Zoo etwas problematisch macht. Man könnte über den Philosophenweg große Teile des Zoos praktisch unentgeltlich besuchen. Allerdings stehen überall im Gelände mittlerweile Schilder, die darauf hinweisen, dass die Wege und Gehege abseits des Philosophenwegs nur mit der Eintrittskarte betreten werden dürfen. Aber das nur nebenbei. Der tiefste Punkt bot sich für die Freiflugvolière gerade zu an, denn so konnte man wunderbar in die Höhe gehen, bis die Vögel dann irgendwann an eine künstliche Grenze stoßen. Und trotzdem ist das Ganze wunderbar in die Landscahft integriert, fällt von keinem Punkt des Zoos irgendwie als Fremdkörper auf. Etwa 2/3 der Volière nimmt ein gestauter künstlicher See ein, der von einem natürlichen Bach gespeist wird. Im Gelände gibt es hohe Bäume.
Im Teich gibt es ganz unterschiedliche Enten: Stockenten, Kolbenenten, Reiherenten,
Spießenten, Knäckenten, Pfeifenten, Krickenten und andere – ich kann sie kaum auseinander halten
Eingeblendet eine weibliche Reiherente
Die Kolbenenten mit ihren großen roten Köpfen sind schon auffällig
In den Bäumen nisten Ibisse, Kraniche, Schwarzstörche und andere Großvögel. Teilweise haben sie künstliche Nisthilfen, aber es gibt wohl auch selbstgebaute Nester, soweit ich das sehen konnte. Es ist immer wieder fantastisch, wenn diese großen Vögel über einen hinweg fliegen.

Die Ibisse oder Sichler sind eine Unterfamilie der Ibisse und Löffler in der Ordnung der Schreitvögel. Es handelt sich überwiegend um ans Wasser gebundene Vögel mit langen, gebogenen Schnäbeln. Weltweit bewohnen Ibisse die tropischen, subtropischen und gemäßigt-warmen Zonen. Der typische Lebensraum sind Ufer von Seen oder langsam fließenden Flüssen. Eine enge Beziehung zum Ibis hatten die alten Ägypter, die den Gott Thot mit dem Kopf eines Ibisses darstellten. Dass Ibisse alljährlich zu den Überschwemmungen des Nils in Ägypten erschienen, mag der Grund für ihre Verehrung gewesen sein. Ibis-Darstellungen findet man auf Wandmalereien, mumifizierte Ibisse wurden in Gräbern entdeckt. (Quelle: Wikipedia).
Zu diesem prachtvollen Burschen – der leider etwas bewegungsunscharf geworden ist -
weiß ich den Namen nicht, ich nenne ihn einfach Prachtsichler oder besser Prachtlöffler?
Ich hätte noch mehr Entchenbilder, aber die kennt ihr von mir ja schon zur Genüge. Also verlassen wir die Volière und gehn bei den australischen Bergkängurus vorbei. Gestern waren sie mal richtig aktiv. Das Bergkänguru (Macropus robustus) istauch unter dem englischen Namen Common Wallaroo bekannt.
Känguruhs sind schon sehr spezielle Tiere und ihre Bewegung wirkt recht plump,
dabei sind sie durchaus schnell, wenn’s drauf ankommt.
Nach den Känguruhs gibt es noch Verschiedenes anzugucken, aber gestern verließ ich das Gelände durch den Hinterausgang zum Philosophenweg. Hier kommt man zunächst an Giraffen vorbei, die ich mal nicht fotografiert habe, denn ich wollte ja zu Mara, der Gepardendame.
Gestern erschien sie mir doch recht unruhig, sie patroullierte ständig am Zaun entlang.
Aber was will man nach gerade mal zwei Tage der Eingewöhnung schon verlangen.
Geparden sind unglaublich schnell in ihren Bewegungen. Die Möglichkeit Mara zu fotografieren war eh sehr eingeschränkt, aber obwohl sie nicht wirklich rannte, war jede Bewegung so schnell, dass alle Fotos Bewegungsunschärfe haben. In der Zeitung hatten sie gestern ein Foto von einer Mara, die sich wie Kater Linus (siehe Gartenblog) unbeweglich auf einem großen Stein präsentierte – dieser Anblick war mir gestern leider nicht vergönnt. Aber — ich hab ja wieder eine Jahreskarte *g*.
Nachdem ich mir an der Glasscheibe zu Maras Gehege die Nase plattgedrückt hatte und sie auch nicht weiter durch den Zaun stecken konnte, ging es bei den Flusspferden vorbei zur Gibboninsel. Da war aber nicht viel los, den Affen war’s wohl auch zu kalt. Was wunder, dass ich mal wieder die Zunge heraus gestreckt bekam :-(
Hm – man könnte etwas Sport treiben, um warm zu werden . . .
. . . danach raste er mehrfach über die Seile, hangelte halsbrecherisch von oben nach unten und wieder zurück, aber das Licht war zum Fotografieren zu schlecht. Die Aufnahmen wurden im Bereich der Insel alle mehr oder weniger unscharf, während der von der Sonne erhellte Wald dahinter unverschämterweise scharf wurde (man könnte auch vermuten, dass ich falsch fokussiert habe).
Ganz zum Schluß bin ich dann an Straußen, Antilopen und chinesischen Muntjaks weiter bergan gestiefelt bis zum neu angelegten Apfellehrpfad. Dort oben blühten diverse Apfelbaumsorten aber auch ein paar Zierexemplare und mir stach prompt ein riesiges nagelneues Insektenhotel ins Auge.

Apfelsorte Geheimrat Dr. Oldenburg
So – nun ist gut. Ich habe noch jede Menge mehr Fotos, aber nicht alle sind gut und mehr könnt ihr sicher auch gar nicht mehr verkraften ;-)






















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