Schloss Wolfsgarten
Was für ein herrlicher Tag! Wow – ich bin noch hin und weg vor Begeisterung. Ich habe heute einige Stunden im Schlosspark Wolfsgarten in Langen verbracht. Ende letzten Jahres sah ich mal im HR eine Sendung (vermutlich bei Hessens schönste Gärten) und seitdem stand für mich fest, dass ich dort mal hin will. Das Problem: Schloss und Park sind nach wie vor in fürstlichem Privatbesitz und der Park wird nur zweimal im Jahr geöffnet – zur Rhododendronblüte im Frühjahr und einmal zu einem Gartenfest im Herbst.
Ich habe noch bei weitem nicht alle Fotos gesichtet, ich glaube es sind allein “gefühlte” 3000 Rhododendronfotos darunter ;-) Keine Panik, die müsst ihr euch nicht alle angucken. Heute nur mal vorab ein paar Eindrücke, der Rest kommt später und vermutlich wegen der vielen Pflanzenbilder auch im Gartenblog.
Schloss Wolfsgarten und Park bzw. Garten gehören seiner Königlichen Hoheit Landgraf Moritz von Hessen. Das Schloss wird von der Familie bewohnt, deshalb ist es nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Wenn man allerdings sieht, wie viele Gebäude dazu gehören, dann fragt man sich, ob sich die nicht sehr große gräfliche Familie darin nicht ausgesprochen einsam fühlen muss. Schloss Wolfsgarten wurde nach den Plänen von Baumeister Remy de la Fosse von 1722 bis 1724 im Auftrag von Landgraf Ernst Ludwig erbaut.
Der Garten /Park ist riesig und zumindest für meinen Geschmack einfach nur traumhaft schön. Im 18. Jahrhundert entstanden in Hessen zahlreiche Jagdschlösser, weil der damalige Landgraf 1709 die Parforce-Jagd eingeführt hatte. Die Schlösser sollten der angemessenen Unterkunft der Jagdgesellschaft in der Nähe der wildreichen Wälder dienen. Die Bebauung folgte einem bestimmten Grundmuster: um einen rechteckigen Hof gruppierten sich Herrenbau, Stallungen, Prinzenbau, Kavaliersbau, Prinzessinnenbau und Damenbau.
Für seine Rhododrenpflanzungen ist Schloss Wolfsgarten weltweit berühmt.
Die ersten Rhododendren kamen um die Jahrhundertwende (1900), doch erst in den Jahren 1921 bis 1937 wurden sie in großem Stil vervollständigt. Man läuft heute teilweise durch richtige Rhododendrenwälder. Das ist unglaublich. Manche sind so hoch wie Bäume und schließen sich über den Köpfen der Besucher von rechts und links zu Hohlwegen.
Es gibt auch einen sehr großen Teich, der durch eine Brücke geteilt wird und mit seinen Seerosen an Bilder von Monet erinnert.
Vierflecklibelle (Libellula quadrimaculata)
Am Teich schwirren Libellen durch die Luft, es quaken Frösche und ab und an kann man unter der Wasseroberfläche ziemlich große Fische ausmachen.
Morgen gibt es mehr . . .
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