Lyrische Bitte
. . . und im Anschluss süße Früchtchen:
Lieber Petrus . . .
Da draußen regnet’s ohne Ende,
mein Blick im Spiegel, der spricht Bände.
Ach wär’s doch nur ein Regenguss
und gleich darauf dann wieder Schluss!
Ich hasse dieses miese Wetter,
ein bisschen Sonne wäre netter.
Kann nicht mal wer den Hahn zu drehen,
ich möchte blauen Himmel sehen.
Wen kann man denn dafür bestechen,
vielleicht mit Petrus einen zechen?
Dann wär’ er uns vielleicht gewogen
und schickt schon mal ‘nen Regenbogen.
Den Regenbogen und die Sonne -
ach Leute, das wär’ eine Wonne.
Stattdessen patsch ich durch die Pfützen,
wem soll denn diese Sintflut nützen?
© elkeheinze
* * *
Zum Aufheitern: Die Farbe ROT
Mein Beitrag zum Projekt Farbe bekennen – diese Woche ist die Farbe ROT gefragt – ergab sich wie sooft ganz beiläufig und diesmal in der Küche. Was gibt es Schöneres zum Thema als rote, süße Erdbeeren, wobei man in diesem Frühjahr ganz schön danach suchen muss? Foto eingefügt unter Galerien/Farbe bekennen
Wolfsgarten3
. . . es soll ja eh demnächst wieder kühler und auch nass werden . . . hab ich gestern noch geschrieben – tja, es ist erheblich kühler geworden und es hat sich eingeregnet. Zeit also, sich an ein paar weiteren Bildern vom schönen Pfingstmontag zu erfreuen (bevor ich mich auch heute nochmal ans Bügeln mache *gg*). Stefan ist vom Wetter alles andere als “amused”, denn der Split kam gerade erst am späten Vormittag als es auch zu regnen anfing. Nun muss die Arbeit an der Terrasse pausieren. Unsere Katzen finden die Splitauflage auch toll, irgendwie scheinen die das für ein herrlich großes Katzenklo zu halten .![]()
So – zurück zum Schloss Wolfsgarten. Gestern habe ich euch durch das innere Geviert mit den Gebäuden und dem Innenhof geführt. Eine weitere schöne Leuchte hab ich noch:
Ein letzter Blick in den Innenbereich – links nochmal die Rosenlaube
und nun schlagen wir uns seitwärts in die Büsche – in den folgenden aber besser nicht:
Kennt ihr Diptam, den “Brennenden Busch”? Ich habe ihn hier zum ersten Mal gesehen und ein Mann, der mich beim Fotografieren beobachtete, warnte mich gleich vor den hautreizenden eigenschaften dieser Pflanze. Hier mal ein Ausflug zu Wikipedia: “Die Pflanze enthält in ätherischen Ölen gelöst hautreizende Furanocumarine wie Bergapten, Xanthotoxin und Psoralen sowie Furochinolinalkaloide . . .(es folgen .zig weitere.) Die vor allem in der drüsigen Beborstung enthaltenen Furanocumarine (i.W. Bergapten) sind phototoxische Stoffe, die bei Berührung mit der Haut, diese gegen Sonnenlicht sensibilisieren und bei nachfolgender Besonnung zu schweren, oft langwierigen verbrennungsartigen Verletzungen führen können.” Also – schön sieht er aus, aber man sollte sich wohl besser von ihm fernhalten.
Trockensteinmauer mit Mäandermuster (Semperviven)
Am Übergang vom Innenbereich mit kleineren Gärtchen hinaus in den großen Park im englischen Landschaftsgartenstil fällt noch der Weg mit den erst kürzliche angelegten Trockensteinmauern an. Sie sind etwa hüfthoch und mit tausenden von hellen und dunkelroten Semperviven bepflanzt, die ein Mäandermuster ergeben. Letztes Jahr bei der Doku im TV konnte man noch den Gärtner samt Graf beim Bepflanzen sehen.
Bevor “die Russen” im letzten Jahrhundert zum Schreckgespenst Mitteleuropas wurden, war zumindest der russische Adel bei unseren Fürstenhäusern gern gesehen. Kaum ein Nobelort oder -bad in Hessen ohne eine russische Kapelle aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. So hat auch Schloss Wolfsgarten eine allerdings kleine und bescheidene Kapelle für die russisch-orthodoxen Gäste gebaut.
Mal ein paar Blümschers zwischendurch
Ich bin dann einem ewig langen einsamen Pfad gefolgt, der irgendwie außen um den Park und mitten durch ein Wäldchen führte. Als ich schon etwas beunruhigt überlegte, ob ich nicht besser umdrehen sollte, kam ich dann plötzlich in dem Teil wieder heraus, den ich als den Rhododendronwald bezeichne. Und hier tauchten dann auch wieder jede Menge anderer Besucher auf, die sich diese Parkecke wohl vom großen Teich her erschlossen hatten.
Ich habe schon vorgestern geschrieben, wie sehr mich dieser Teil begeistert hat. Aber das muss man man einfach gesehen haben, beschreiben alleine genügt eigentlich nicht. Und ich bin mir sicher, dass ich für unseren eigenen Garten ein neue Leidenschaft entdeckt habe.
So – der Rest folgt morgen!
* + *
Mal wieder bei Annelie mitgemacht:
Regenwetter… hatten wir in diesem Jahr schon entschieden zuviel
Ein Lächeln… ist etwas Wunderbares und wird meistens erwidert
Ausgemustert… hab ich schon länger nichts mehr
(An)mustern … ist das ein nicht ein Ausdruck bei der Bundeswehr?
nicht vergessen… morgen muss ich zum Friseuer!
Bemerkenswerte Worte… nennt man meistens auch Aphorismen. Aber viele, die sich als Aphoristiker bezeichnen machen nur Sprüche. Deshalb zitiere ich hier weise Worte von Orson Welles: “Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun.”
Gerade gemacht… Mittagessen mit Verspätung, es gab eh nur Reste. Aber nun gibt’s noch einen feinen kleinen Espresso.
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