Es kühlt ab
Doch – eindeutig! Ich sitze auf der Terrasse, es ist 21:30 Uhr und ich könnte ein Jäckchen gebrauchen, nein kein “Kon”jäckchen, schon ein richtiges zum Drüberziehen. Aber ich glaub, ich geh besser rein ins Haus, denn sonst fressen mich noch die Mücken auf. Bild ich mir jedenfalls ein. Es wäre ja auch kein Wunder bei soviel Feuchtigkeit in der Luft und der Wärme tagsüber. Stechmücken mögen mich schon immer, ich sie weniger.
Hilf Himmel, was kommt denn da . . . das ist aber keine Mücke! “Schleimine! – du bist hier außerordentlich unerwünscht!”
Es reicht!
Sind wir in den Tropen oder was? Schwül ohne Ende, obwohl der Tag gestern Abend zunächst ganz nett ausgeklungen ist. Wir saßen mit Schwager und guter Laune bis gegen Mitternacht auf der Terrasse. Es kühlte langsam etwas ab, der Himmel war klar, man konnte sogar die Sterne sehen bis – tja bis dann plötzlich irgendwo Wetterleuchten zu sehen war und eine heftige Bö aufkam. Da die Jungs heute eh wieder früh raus mussten, haben wir dann beschlossen unsere Zelte draußen abzubrechen. Und pünktlich um Mitternacht kam wie aus heiterem Himmel das nächste Unwetter. Der Sturm – wie mir schien – noch heftiger als in der Nacht davor, wenn das überhauptlich möglich ist. Ich bin nochmal im Nachthemd und bei Regen raus und habe die leichten Terrassenstühle zusammengeräumt, damit sie mir nicht in die Rosen geschleudert würden. Und das war sicher gut so, denn der einzige Stuhl, den ich nicht zusammengeklappt hatte, lag heute morgen prompt im Rasen. Immerhin gibt es auch diesmal keine größern Schäden zu vermelden und ich bin immer heilfroh, dass unsere uralten hohen Nadelbäume das überstehen. Es brechen zwar immer mal dürre Äste ab, aber der große Rest hält sich tapfer. Vermutlich liegt das daran, dass sie alle irgendwie etwas geschützt stehen durch die eine oderandere Hauswand drumrum.
So friedlich sah es noch am frühen Abend aus
Die “Oldies” waren mindestens so gut drauf wie die Youngsters
Flo hatte ein paar Flaschen einer etwas merkwürdigen Mischung aus Bier und Holundersaft mitgebracht, die Andi prompt als “Mädchenbier” bezeichnet hat. Also hab ich das Mädchenbier mal probiert, obwohl man mich mit Bier sonst ja jagen kann. War aber gar nicht so übel. Danach bin ich dann aber zum Mineralwasser zurück, um meinen Schwager damit nicht alleine zu lassen, der nie Alkohol trinkt. Die Zigaretten gehören übrigens auch (leider) zu den Herren Söhnen. Keiner von uns hat denen das vorgelebt, aber da kannsde machen nix.
Auch heute ist es schwül, aber es weht ein recht frischer Wind. Sämtliche Fenster und Türen stehen weit offen, damit es ein bisschen durchziehn kann. Ich hoffe, dass wir keine weiteren Unwetter mehr bekommen. In Frankfurt und dem Main Taunus Kreis hatten die Feuerwehren die beiden letzten Nächte genug zu tun.
Typisch! – die erste rote Erdbeere aus dem eigenen Beet erinnert mich mit ihren drei “Wurzeln” prompt an einen oberen Molaren (Backenzahn). So ganz habe ich meinen Beruf doch noch nicht abgelegt ;-) Jedenfalls wär’s einer gewesen, den man gut hätte extrahieren könne *lol*. Aber wahrscheinlich werden diese Gedankengänge auch von der Anwesenheit meines noch praktizierenden Schwagers genährt, der hier zur Fortbildung ist.
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