Zwischenruf
In letzter Zeit fällt mir immer öfter auf, dass in den Blogs das Wort “schmilzen” auftaucht. Keine Ahnung, wer das aufgebracht hat, aber es heißt immer noch schmelzen, liebe Leute (im Englischen to melt) .
Präsens
ich schmelze
du schmilzt
er/sie/es schmilzt
wir schmelzen
ihr schmelzt
sie/Sie schmelzen
Nachtrag: Ich finde eure Kommentare interessant. Ich hatte eher damit gerechnet, dass hier niemand kommentiert oder mir jemand Schulmeisterei vorwirft. Es gibt da noch etwas, das mich seit meiner Kindheit nervt, aber allmählich scheint es normal geworden zu sein: die Verwechselung von “wie” und “als” – oder am besten “als wie”. Wird das in der Schule überhaupt noch korrigiert?
SchLand am Rhein
Wie soll ich den gestrigen Tag besser umschreiben *lach*?
< Rhein in Flammen >
Als ich mich um kurz vor 16 Uhr ziemlich vergeblich aufzuhübschen versuchte, floss der Schweiss noch in Strömen. Als wir kurz darauf gehn Rüdesheim losfuhren, war das erste Tor gegen Argentinien bereits gefallen. Je näher wir unserem Ziel kamen, umso dunkler wurde es am Himmel. Das angekündigte Gewitter war im Anmarsch. Wir waren fast allein auf Deutschlands Straßen unterwegs bis wir viel zu früh in Rüdesheim ankamen. Und als wir dann auch noch problemlos einen kostenlosen! Parkplatz fanden, hieß es zunächst mal die verbleibende Zeit totzuschlagen. Das Schiff – die MS Berlin – lag noch in zweiter Reihe. Der Spaziergang durch Rüdesheim machte keinen großen Spaß, denn es kam ein fürchterlicher Wind auf, der uns ständig Staub in die Augen blies. Aber aus jeder Kneipe ertönten Freudenrufe, Vuvuzelas waren zu hören und wir konnten daraus eigentlich nur entnehmen, dass Deutschland gegen Argentinien weiterhin in Führung lag.
Die berühmte Drosselgasse: furchtbar eng und furchtbar voll
Als das Gewitter dann losging und der Regen kam, flüchteten wir Richtung Schiff, das wir auch tatsächlich “entern” konnten, obwohl es noch nicht 18 Uhr – der offizielle Einlass — war. Dann wurde es endgültig fürchterlich: keine Organisation, aber auch gar keine. Das Essen war unter aller Kritik, Getränkewünsche wurden erst nach ca. einer Stunde aufgenommen, in der wir fast dahin floßen, weil es keine Kühlung gab und es dem “Dicken” – wie er sich selbst nannte – erst nach ebenfalls einer Stunde einfiel, dass man wenigstens die Fenster runterkurbeln konnte. Nach oben war keine Alternative, denn es regnete ja. Der Blick aus den Fenstern war grau und trüb und beim Blick auf die Uhr sank bei den meisten die Laune gehn Null. Schließlich waren noch mindestens vier Stunden bis zum Feuerwerk rumzubringen.
Aber – das Wetter wurde erstaunlicherweise besser und irgendwann konnte man das Unterdeck mit seiner Schunkelmusik hinter sich lassen und nach oben gehen – durchatmen war angesagt. Leider war es immer noch trüb, so dass die ersten Fotos eigentlich fast alle für den Mülleimer sind. Irgendwann kam aber – oh Wunder – die Sonne nochmal raus und dann wurde es richtig schön da oben. Um die Sache abzukürzen: das Feuerwerk war das Beste an der ganzen Unternehmung und das war so oberaffenge*l, dass es alles vorher vergessen ließ. Und zwischen 22 Uhr und Mitternacht war ich froh, dass ich mir noch was zum Drüberziehen mitgenommen hatte, denn da wurde es auf einmal richtig frisch auf dem Oberdeck. So ab 21:30 Uhr sammeln sich die Schiffe und das sind – so kommt es einem vor – unendlich viele.
Und dann ging es mit dem ersten Feuerwerk los. Wie viele Feuerwerke sich aneinander reihen, kann ich gar nicht sagen, aber ich vermute mal, dass es so um die zehn waren – mal von der einen, mal von der anderen Rheinseite, während sich die Schiffe langsam wieder zurück nach Rüdesheim bewegen. Die Fotos, die ich euch jetzt zeige, können die Schönheit des Gesamteindrucks leider nur ganz unzureichend widergeben. Aber einige sind doch ganz gut gelungen.
So – das soll erstmal reichen. Ich hoffe, dass ich ein paar brauchbare Fotos gefunden habe, die euch einen kleinen Eindruck vermitteln. Vielleicht gibt es morgen noch ein paar mehr Rhein – und Burgenbilder.
Die Fahrt nach Hause zurück war wesentlich aufhaltsamer als hinzu. Es gab rund um Rüdesheim etliche unklare Umleitungen und der Verkehr war wesentlich stärker als am Nachmittag. Gegen 02 Uhr waren wir aber wieder zu Hause und wussten natürlich inzwischen auch, dass die deutsche Fussball Elf 4:0 gegen Argentinien gewonnen hatte. Auf vielen Schiffen wurde ja kräftig gefeiert, denn nicht jeder war mit dem Auto da (oder scherte sich nicht drum). Und in das Abschlussgehupe der Rheinschiffe am Ende der Feuerwerke mischten sich etliche Vuvuzelas
. Danke lieber Florian für dein tolles Weihnachtsgeschenk – wir hatten unseren Spaß!

























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