Unterm Dach
. . . lässt sich jetzt auch wieder besser arbeiten als in den vergangenen Wochen. Aber im Moment riecht es da oben wie im Kaninchenstall oder sagen wir mal, wie auf dem Heuboden. Der GöGa ist jetzt damit beschäftigt eine Dämmung aus ökologisch unbedenklichen, gepressten Hanfballen anzubringen. Dann ist Schluss mit den unkaschierten Glasfasermatten – ein Schrott war das. Über die Hanfmatten kommt dann noch eine Folie und wir hoffen, dass sich dann auch der Heugeruch wieder legt. Der ist nämlich ziemlich intensiv und riecht so gar nicht nach Joint, wie man bei Hanf vielleicht denken könnte
– eigentlich schade, so ein bisschen “high” sein beim Arbeiten wäre doch gar nicht verkehrt. Aber nun weiß ich auch, warum man Hasch auch als “Gras” bezeichnet.
Das Ganze ist ziemlich aufwändig und arbeitsintensiv und ich bewundere meinen Mann schon gewaltig, dass er so ein Werk ganz alleine angeht. Aber das ist typisch für ihn: Geht nicht, gibt’s nicht und er lässt sich da auch von nichts abschrecken. Gut dass er in seinem Alter noch so sportlich ist. Er muss ja auch in die Abseiten reinkriechen und in den eigentlichen Spitzboden über den Dachzimmern.
* * *
Es regnet, um nicht zu sagen, es schüttet mal wieder. Ich bin gerade hinter in den Garten zur Wäschespinne gespurtet, wo ich gerade erst Wäsche aufgehängt hatte. Geahnt hatte ich das ja schon. Allerdings sah es schon den ganzen Vormittag nach Regen aus und da hat es glücklicherweise noch gehalten, während ich einen kleinen Radlausflug durch die Felder und am Liederbach entlang gemacht habe. Mögt ihr das Himmelblau der Wegwarte auch so gerne wie ich? Überall blühen sie am Wegesrand.
Wegwarte (Cichorium intybus) – kaum zu glauben, dass sie mit dem Chicoree verwandt ist
Aus den Inulin haltigen Wurzeln hat man früher Zichorienkaffee (Kaffeeersatz) hergestellt. Bei den Bachblütenessenzen steht sie für Hingabe und bedingungslose Liebe bzw. für die Überwindung des negativen Zustandes der Aufdringlichkeit (überfürsorgliche Mütter, Stalker, nachtragende Menschen usw.)
Überall leuchten jetzt ganz intensiv die goldgelben Knubbelchen des Rainfarns (Tanacetum vulgare). Rainfarn wurde früher als Antiwurmmittel gehandelt, kann aber giftig sein. Man kann die Blüten mit dem intensiven Duft aber gegen Insekten auslegen. Vermutlich werden sie vom Inhaltsstoff Pyrethrin vertrieben. Vielleicht sollte ich Rainfarn neben meiner Lavendelheide anbauen (siehe dort).
Rainfarn – (Tanacetum vulgare)
Und jetzt müsst ihr mir bitte mal helfen. Zwischen Feldern mit Weizen, Gerste und Roggen habe ich ein seltsames Gras/Getreide/Hülsenfrucht entdeckt, das ich nicht einordnen kann. An dünnen Halmen hängen feine Schoten, die im Innern kleine dunkelbraune Körner enthalten.
? ? ? Was ist das?
Raps sagt Blechi und natürlich hat sie vollkommen recht. Danke!
Ich habe mir noch nie ein abgeblühtes Rapsfeld angeguckt *lach*.
So kenn ich den Raps dann doch eher
Zurück ging es später am Liederbach, der nur noch wenig Wasser führt (das dürfte sich aber ändern, wenn es weiterhin so schüttet! Es wird grad richtig unangenehm kalt.)
“Durch diese hohle Gasse muss sie kommen . . . “ – am Liederbach
Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera)
Auch das Springkraut / Impatiens findet man unter den Blütenessenzen von Dr. Edward Bach. Der Signatur der Pflanze folgend ist es eine Essenz für ungeduldige, nervöse “hibbelige” Menschen – bei Kindern für die typischen “Zappelphilippe”.
Wisst ihr was? Es ist kalt!!! Ich muss mal was Wärmeres anziehen – unglaublich ist das! ![]()
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