Blau machen
Stift & Linse hält heute ein neues Foto samt Gedicht bereit.
Jugendstil
. . . dafür ist Bad Nauheim in der hessischen Wetterau bekannt. Neben Darmstadt wohl die Stadt in Frankfurts näherer Umgebung, in der man von diesem – für mich – wunderschönen Stil in Architektur und Kunst noch am meisten zu sehen bekommt. Ich habe gestern nur einige Bilder gemacht, denn mein eigentliches Ziel war ja die hessische Landesgartenschau. Aber der sog. Sprudelhof verbindet den Kurpark mit einem Teil der Gartenschau und über die Bahnhofsallee mit dem Goldsteinpark, dem zweiten Teil der LaGa. Ach ja – ich dachte immer die Wetterau sei flaches Land – der Blick vom Bahnhof runter zum Kurpark bzw. der Anstieg der Bahnhofsallee belehrte mich eines Besseren. Von dort wo ich geparkt habe, musste ich zwangsläufig durch den Sprudelhof, und das war sehenswert.
Eingang / Einfahrt (man stelle sich bitte hochherrschaftliche Kutschen vor)
Schon vor über 4.000 Jahren gab es Besiedelungen an der Stelle, an der später Nauheim gegründet wurde. Die altzeitliche Siedlung wuchs und wurde wohl sehr wohlhabend, als die Kelten aus dem Wasser der auch heute noch sprudelnden Quellen Salz gewannen. In der Mitte des 19. Jh. entwickelte sich die Balneologie (Badetherapie) und Bad Nauheim wurde ein Heilbad für Herz- Kreislauf- Erkrankungen. Die Besonderheit lag in der Entdeckung und Anwendung der heilsamen Wirkung der natürlich vorkommenden Kohlensäure in der Thermalsole.
Innenhof rund um die große Brunnenschale mit Blickrichtung zum Goldstein
Ein Relief auf einem Teil der riesigen mittleren Brunnenschale
Als Kurort hatte Bad Nauheim um 1900 Weltrang mit Tausenden von Gästen.
Der zwischen 1905 und 1912 erbaute Sprudelhof ist das Herz der Kuranlagen und Bad Nauheims Wahrzeichen. Der riesige Gebäudekomplex, der um die drei als Sprudel aus der Erde tretenden, von Baumeister Wilhelm Jost neu gefassten heißen Heilquellen gruppiert ist, beherbergt insgesamt 240 Badezimmer, darunter luxuriös ausgestattete Fürstenbäder. Mit seinen reich verzierten Badehäusern, den üppig ornamentierten Wartesälen und Schmuckhöfen zählt er zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des deutschen Jugendstils. Ich vermute, man kann diese Badehäuser nur zu bestimmten Gelegenheiten als Besucher betreten. Ein Raum war gestern geöffnet (weil gerade geputzt wurde) und dort habe ich natürlich reingeguckt.
Brücke über die Usa zum Kurpark
. . . . Fortsetzung folgt!
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