Die Gunst
. . . des Augenblicks muss man heute nutzen, um mit diesem verrückten Wetter klar zu kommen. Nach sintflutartigem Regen während der Nacht und auch noch am Vormittag, gab’s über Mittag eine kleine Pause, in der ich einen Korb Wäsche aufhängte und auf das Wunder hoffte, dass sie trocknen würde – Wind hatten wir genug und warm ist es eigentlich auch. Nun ja – es hat fast geklappt ;-) Ich musste schon Sportsgeist beweisen, um sie kurz vor dem nächsten Wolkenbruch wieder ins Haus zu bringen.
Während einer Trockenphase wurden auch wieder Tomaten gepflückt und als die Sonne mal raus kam, sogar fotografiert.
Jetzt scheint die Sonne gerade wieder, eben prasselte noch der Regen runter wie verrückt – das reinste Aprilwetter.
Noch was zum Feedreader: Ich habe heute entdeckt, dass man zumindest den Googlereader so einstellen kann, dass er auch Aktualisierungen meldet. Damit ist meine eigene Frage geklärt. Ich habe inzwischen auch Geschmack dran gefunden und werde allmählich die Blogs aus meiner Blogroll alle in den Googlereader integrieren. Damit kann dann die Blogroll aus der Sidebar verschwinden, die wird ja eh immer länger und länger. Vermutlich lasse ich nur noch die sog. nützlichen Links drin, also solche, die Informationen bereit halten.
So, nun such ich noch ein paar Bilder aus Bad Nauheim zusammen, die nicht nur mit Blümchen zu tun haben. Die blauen Schafe gab’s dort auch. Das sind blau glasierte Terracottaschafe, die man sich in den Garten stellen kann. Guckst du auch HIER (Künstlerseite)!
Achtung! Informationsbombe!
Wie bei allen Gartenschauen (der Plural klingt komisch) gibt es natürlich auch Kunstwerke bzw. Installationen zu bestaunen. Besonders gut hat mir der Planetenweg gefallen. Der erste Planet zu Beginn meines Rundganges war im Kurpark der Planet Uranus. Insgesamt verläuft der Planetenwanderweg zwischen dem Johannisberg und dem Goldsteinturm.
In der griechischen Mythologie verkörpert der Gott Uranos das Himmelsgewölbe schlechthin. Er ist sowohl Sohn als auch Gatte der Erdgöttin Gaia. Diese inzestuösen Familienverhältnisse waren ja in der Götterwelt an der Tagesordnung. Der Planet Uranus ist der erste zu modernen Zeiten entdeckte Planet, gefunden 1781von William Herschel. Die Kugel besteht vermutlich aus poliertem Granit, geschaffen von dem aus Fulda stammenden Bildhauer Rainer Landgraf. Andere Planeten, wie der rote Mars, bestehen aus rostigem Stahl, wieder andere aus Sandstein. Ich bin nicht alle abgelaufen, die meisten befanden sich im Goldsteinpark.
Mars wird wie sein griechisches Pendant Ares meist als Gott des Krieges dargestellt, aber es scheint, als sei er auch als Gott der Vegetation verehrt worden – ziemlich widersprüchlich irgendwie. Obwohl – oft waren es ja die in jeder Hinsicht potenten Götter, die in der Vereinigung mit einer Liebesgöttin (bei Mars war es die Göttin Venus) die Fruchtbarkeit des Landes sicherstellen sollten. Der Planet Mars wird oft als der rote Planet bezeichnet und in der Tat erscheint rötlich am Himmel, wenn er mal gut zu sehen ist. Vom Mars leitet sich der Name des Monats März ab.
Der Blitze schleudernde Jupiter
Jupiter war in der römischen Mythologie die oberste Gottheit und entsprach dem griechischen Zeus. Ihm wurden Blitz und Donner zugeschrieben (jetzt wisst ihr, wo ihr euch beim nächsten Gewitter beschweren müsst.) Unsere germanischen Vorfahren setzten ihn mit Donar gleich, nach dem unser Donnerstag benannt ist ( im Französischen dagegen “jeudi” nach Jupiter). Ach ja, derzeit und in den nächsten Wochen kann man den Planeten Jupiter sehr gut mit bloßem Auge abends am östlichen Himmel entdecken. Angeblich soll ein normales Fernglas ausreichen, um ihn und einige seiner Monde zu erkennen, habe ich heute in der Zeitung gelesen. Und ab dem 21. September steht Uranus direkt neben Jupiter und wer sie so nicht findet, der sollte sich am Vollmond orientieren, der am 22. und 23. September mal rechts, mal links von beiden erscheint. Jupiter ist unser größter Planet.
Noch einen letzten: Saturn mit seinen Ringen findet man in Bad Nauheim direkt auf dem Bahnhofsvorplatz.
Saturn auf dem Bahnhofsvorplatz
Saturn in der Mythologie ist schwer zu begreifen. Er war der Sohn des Uranos, den er besiegte, und wurde selbst von seinem Sohn Jupiter entmachtet. Warum, weshalb, wieso – das würde hier zu weit führen. Er wurde gleichgesetzt mit dem griechischen Gott Kronos, der noch mehr als der römische Saturn als unbeugsamer Gott galt, als der Herr der Zeit, der sich Neuem verschließt. Und trotzdem galten beide als Herrscher eines fruchtbaren, goldenen Zeitalters. Saturn ist der Ursprung des englischen Wortes Saturday = Samstag. Der Planet Saturn ist unser zweitgrößter Planet. Saturn ist den Menschen schon lange bekannt, aber Galileo war 1610 der erste, der ihn durch ein Teleskop beobachtete.
So, wer sich näher mit den Planeten beschäftigen will, dem empfehle ich die Seite “Neun Planeten“. Pluto gilt inzwischen nicht mehr als Planet, deshalb sind es eigentlich nur noch acht Planeten. Wem die genannte Seite zu ausführlich ist, dem empfehle ich die ebenfalls sehr gute – eigentlich für Kinder gedachte – Seite “Blinde-Kuh/Weltall”.
Da wir uns mit Saturn gerade vor dem Bad Nauheimer Bahnhof befinden, hier noch ein paar Fotos zum Thema Jugendstil:
Hübsch aber stehn geblieben – ob da Kronos am Chronometer gedreht hat?
Blick zum Johannisberg
Gaaanz da hinten unten liegt der Kurpark, der Goldsteinpark hingegen noch oberhalb des
Bahnhofs (nur damit ihr mir meine plattgelaufenen Füße glaubt).
Jugendstilfenster im Innern des Bad Nauheimer Bahnhofs
Blütenschau
Heute bin ich mit den nächsten Fotos von der Landesgartenschau in den Garten-Blog gewandert, weil ich jetzt vorwiegend Blumen zeige.
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