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Ab 2.1.2012 neu:


Projekt Frau Waldspecht




Ein Projekt von Barbara

KbkM #21

Bitte eure Beiträge wie immer in den Kommentaren unter meinem Beitrag Nr.21 ab dem 21.5.2012

Dringende Bitte

Hat bei mir jemand aus dem Kommentarfeld heraus Probleme mit unerwünschten Mails? Dann bitte melden!

Monats-Archive: Oktober 2010

Kraftplätze

Habt ihr für euch irgendwo in der Natur Kraftplätze – Plätze, die ihr aufsucht, um dort Kraft aus ihnen zu schöpfen? Vielleicht haltet ihr das für esoterischen Quatsch, aber ich bin sicher, dass es solche Plätze gibt. Für mich sind es Plätze mit uralter Geschichte, Plätze die möglichst im Verborgenen liegen. Über viele Jahre habe ich das alte Kastell unterhalb des Großen Feldberges als Kraftplatz empfunden. Es ist schon viele Jahre her, dass ich diesen Platz gefunden habe. Es standen in der Wildnis nur ein paar Mauern herum und ich fand es herrlich. Inzwischen ist dieser Ort längst archäologisch “aufbereitet”, mit Erklärungen versehen und ins Publikumsinteresse gerückt. Ein schöner Platz ist das Kastell immer noch, aber doch nicht mehr das Selbe.

Kraftplatz (für etwas größer bitte anklicken)

Als ich heute dorthin kam, fiel mir gleich auf, dass sich wieder einiges getan hatte. Das Ganze bekommt immer mehr Kontur, Bäume wurden gepflanzt, Schilder und Bänke aufgestellt und einige neue Mauern ausgegraben. Die Sonne, die in dieser Jahreszeit dort nur spärlich durch die Bäume dringt, tauchte die letzten gelben und roten Laubbäume aber in ein wunderschönes Licht.

Ich bin heute hierher gefahren, weil mir plötzlich einfiel, dass ich für das Projekt “Zack die Linse” noch kein Foto habe. Es steht in dieser schon wieder vergangenen Woche unter dem Thema: Mystisches. Das Bild soll im Freien aufgenommen sein und außerdem teilcoloriert. Weil meine Bilder sowieso außer Konkurrenz laufen, denk ich mir, ich zeige euch lieber ein paar Fotos von heute ohne irgendwelche Kinkerlitzchen. Wenn ich Lust habe, kann ich mich immer noch an ein teilcoloriertes Bild machen.

Zauberwald

Der Taunus ist nicht nur das Land der Burgen und Bäder, sondern man trifft auch alle Nase lang auf die  Hinterlassenschaften der Kelten oder wie hier der Römer. Der Limes verläuft ein großes Stück seines Weges durch den Taunus. Das bekanntes und gut rekonstruierte Römerkastell ist die Saalburg, gar nicht vom Großen Feldberg entfernt. Aber auch wenn man einfach nur so durch unsere Gegend spaziert fallen einem immer wieder alte Ringwälle auf – wie bei Hofheim – oder der Anlage irgendwelcher Neubausiedlungen werden plötzlich Keltengräber freigelegt wie in Hattersheim. Das Rhein-Main-Gebiet war schon immer gut besiedelt, was sicher auf die vielen Flüsse und die Fruchtbarkeit des Bodens zurück zu führen ist. Die Wälder des Taunus lieferten Holz, man konnte dort also auch jagen.

Hier sucht sich kurz unterhalb ihrer Quelle “die Weil” ihren Weg durch den Wald, direkt hinter dem Kastell

Einer der Kastelleingänge (rechts) – direkt dahinter fließt die Weil

Im Vergleich zur Saalburg ist das Feldbergkastell eine relativ kleine Niederlassung gewesen, die in der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Chr. erbaut wurde. Es ist aber auf 700m ü.M. das höchstgelegene Kastell am Limes gewesen. Das gesamte Areal weist ein ziemlich heftiges Gefälle von 10% auf. Die Bebauung war also nicht ganz einfach. Hier waren etwa 200 Mann stationiert und das Kastell war gut geschützt mit Graben, Mauern und Erdwall. Die Umfassung mit vier Eingängen wies an allen vier Ecken Wachttürme auf. Wenn man das Kastell durch das vordere Tor verlässt (heute betritt man es im Allgemeinen durch das hintere Tor), stößt man nach einigerzeit bergab auf eine große Badeanlage, die erst in den letzten Jahren als solche erkannt und freigelegt wurde.

Ein Teil der römischen Badeanlage
(links hinten oben ein ziemlich hüllenloser moderner Mensch, der dort ein Sonnenbad nahm)

Die Römer waren ja bekannt für ihre außerordentlich hochstehende Badekultur und deshalb durften solche Häuser auch in miltärischen Anlagen nicht fehlen. Mich fasziniert das immer wieder, wenn ich überlege, wie es bei uns in Mitteleuropa noch im späten Mittelalter und der beginnenden Neuzeit zuging.

Hier sieht man auch mal ein Informationsschild – die Erklärungen sind sehr gut
(Ich habe bei den anderen Bildern die Tafeln teilweise retuschiert, weil sie mir den Bildaufbau gestört haben)

Ich bin dann noch bis zur Gaststätte Weilquelle gefahren und dort ein bisschen spazieren gegangen. Es war  oben im Taunus doch um einiges kühler als bei uns und ich dummerweise etwas zu leicht angezogen. Deshalb hielt sich die Länge des Spazierganges in Grenzen. Der Taunus war immer noch schön bunt, obwohl die Laubbäume einen großen Teil der Blätter schon verloren haben.

Blick auf die Burgruine von Oberreifenberg (noch eine der zahlreichen Burgen im Taunus)

Die Burg Reifenberg, früher auch Riffinberg oder Reiffenberg genannt,liegt im Ort Oberreifenberg im Taunus. Erhalten sind ein Wohnturm und eine Schildmauer aus dem 14. Jahrhundert, der ältere Bergfried und einige kleinere Teile der Anlage.

Und hier wartet mein blauer Polo auf mich, auf dass es wieder nach Hause gehe.

Herbstwald

Link zur Saalburgseite

Link zur Limesseite



31. Oktober

. . .  und er präsentiert sich erneut mit Sonne, blauem Himmel und Temperaturen schon am Vormittag um die 17°C.  Da kann man nicht meckern. Ein sommerliches Mittagessen habe ich heute trotzdem nicht geplant. Es schmoren Rindsrouladen im Topf, mal wieder ziemlich klassisch, nur bei den Gewürzen habe ich nach einer Mischung aus Herbes de Provence & Fleur de Sel und Dijonsenf gegriffen. Dazu gibt es dann Brokkoli und schlichte Salzkartoffeln. die Sauce zu den Rouladen wird noch mit ein paar Pilzen verfeinert – also schon ein recht herbstlich-rustikales Essen.

Wir haben nach gemeinsamem Beschluss das sonntägliche Mittagessen von normalerweise 14 Uhr auf 13 Uhr vorverlegt, dann hat man anschließend noch was vom Tageslicht. Die Herren Söhne frühstücken sonntags sowieso nie und mein Mann und ich frühstücken halt weniger ;-)  Heute waren wir allerdings erstmal fast eine Stunde früher dran als sonst, da muss sich der Organismus erst wieder umstellen. Ich bin auch früh ins Bett gestern, so fit war ich irgendwie doch noch nicht wieder.

Die letzten ihrer Art für dieses Jahr

Kopfüber nach unten – für Meisen kein Problem

Seit gestern beobachte ich im Garten einen auffallend gelben Falter, muss wohl ein Zitronenfalter sein, der sich aber nirgendwo festsetzt. Meisen  begutachten die Nistkästen – vermutlich als potentielles Winterquartier. Ich hoffe, sie lassen sich vom gegenwärtig warmen Wetter nicht zum nisten verleiten. Bussarde kreisen auch mal wieder am Himmel, es ist was los da draußen.

Die bunten Blätter der Bergenien sind auch eine absolute Augenweide

Ich finde, einen so prachtvollen Oktober wie in diesem Jahr hatten wir schon lange nicht mehr, ein richtiger Indian Summer, da kann man nicht meckern. Wer hätte das Ende August für möglich gehalten? Da dachten wir doch alle, es würde nun gleich Winter werden.

Einen ersten Meisenknödel habe ich seit ein paar Tagen draußen hängen – ein Versuchsballon sozusagen. Und man soll’s nicht glauben – die Vögel sind wild darauf. Da er freischwebend ohne Ast in der Nähe an dem Band zwischen dem Stämmchen  des Zierapfels und seinen Stützstangen aufgehängt ist, kommen wirklich nur die Meisen dran. Aber die Elstern geben sich alle Mühe, während die Amseln ganz in Ruhe im Gras aufpicken, was so runterfällt. Ansonsten finden sie ja noch genug, für eine echte Winterfütterung ist es noch zu früh. Aber offenbar wird jedes Angebot gerne genommen.

Dämmerung

Ich sollte es lassen, in der Abenddämmerung noch Vögel fotografieren zu wollen, es ist zu frustrierend. Aber wenn man dann einen Kleiber vor der Nase hat . . . *seufz*.

17:45 Uhr

18 Uhr

18:15 Uhr

18:30 Uhr

Beitrag identisch auch im Gartenblog.

Es schneit

. . . Goldtaler vom Himmel ;-)  Bei Temperaturen um die 20°C und einem teilweise recht stürmischen Wind kann man heute zusehen, wie die Bäume ihre Blätter verlieren.  Da es mir heute wieder besser geht – danke der Nachfrage und für die guten Wünsche -  kam ich gerade vom Wochenendeinkauf zurück (es war furchtbar voll!) und als ich in dem Heimchenweg einbog, bot sich mir ein tolles Bild:  die Sonne schien gerade und jeder Windstoß wirbelte die goldenen Blätter auf der Straße auf und holte neue von den Linden herab. Das sah wirklich aus, als würde es wie im Märchen goldene Taler regnen.

Das Wetter ist heute nicht mehr so herrlich wie gestern – da trauere ich dem schönen Tag, den ich nicht genießen konnte, schon etwas hinterher. Aber es ist enorm warm und noch trocken.

So herrlich leuchteten gestern noch die Birken vor dem alten Haus

und bei Nachbars auf Balkonien blühen noch üppig die Geranien

In der kommenden Nacht wird die Uhr zurück gedreht und dann müssen wir uns leider darauf einstellen, dass es schon um 17 Uhr draußen dunkel wird. Da hilft nur eins, selbst ich Morgenmuffel muss halt früher aufstehen. Aber ich sag mir schon jetzt: bald ist schon wieder Wintersonnenwende und dann geht’s auch wieder bergauf – wie jedes Jahr.

Zurück

. . . vom kulinarischen Ausprobieren zum Babybreichen, wie Andrea (Waldameise) es ausgedrückt hat. Heute morgen hatte ich noch tausend Pläne, was ich mit diesem herrlichen Tag anfangen könnte, dann hatte ich stattdessen plötzlich Gliederschmerzen, Bauchschmerzen und k*tzübel wurde mir auch. Nun geht die Sonne schon wieder unter und ich habe die letzten Stunden in der Horizontalen verbracht. Jetzt habe ich mich aber mal aufgerafft, um mir einen Tee zu kochen und eben ein Babybreichen, was bedeutet Mehrkornflocken in einer Milch/Wassermischung mit etwas Apfelmus. Sowas Blödes aber auch. Aber im Grunde war ich vorgewarnt, die Nieserei der letzten beiden Tage ließ das vermuten. Eine Erkältung schlägt bei mir fast immer auch auf den Magen.

Ich denke, heute passiert nicht mehr viel. Sobald der Brei etwas abgekühlt ist und ich ihn ausgelöffelt habe, werde ich mir wieder meinen R.D. Precht schnappen und mich der Philosophie widmen. Typisch Hausfrau habe ich nebenbei gerade noch das Katzenklo gesäubert, Wohnzimmer und Küche gesaugt, das Geschirr weggeräumt, das zwei Männer stehen gelassen haben und die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner befördert – soviel zum Kranksein einer Hausfrau. Eigentlich hätte die Wäsche ja in Sonne und Wind trocknen sollen, aber das habe ich heute nicht auf die Reihe gebracht. Morgen geht’s mir bestimmt wieder gut!

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