Bibelfest
. . . bin ich offenbar immer noch, obwohl kurz nach der Konfirmation aus der Kirche ausgetreten, aber was sitzt, das sitzt. So begann doch letzte Woche in unserer FNP eine neue Serie “ABC des Christentums” unter der Feder unseres Medienstars Bruder Paulus von der Liebfrauenkirche – ihr erinnert euch? – und dort hieß es, dass Abel seinen Bruder Kain erschlagen und Gott ihn deshalb mit dem Kainsmal auf der Stirn versehen habe. Ich hab’s noch meinem angeheirateten Heiden vorgelesen und gesagt, dass ich das aber gerade andersrum in Erinnerung hätte. Stefan konnte dazu mangels Bibelkunde nichts sagen und ich habe es dann auch wieder vergessen, bis ich heute früh die Zeitung aufschlug … Nun ratet mal, was dort heute steht? Peinlich, peinlich kann ich nur sagen. Nun bin ich solche Klopse von meiner Zeitung durchaus gewohnt und hoffe für Bruder Paulus, dass nicht wirklich er die Geschichte falsch erzählt hat. Sonst würde ich ihm allerdings mal wieder ein intensiveres Bibelstudium anstelle Twitter, Facebook & Co empfehlen.
Rückblick 2010
Brigitte (Blechi) nennt die Jahresrückblicke “Rundflug durchs vergangene Jahr” und genau das soll es sein. Es macht Spaß nochmal durch die Monate zu blättern und sich die Bilder anzuschauen. Manches hatte man schon fast wieder vergessen, anderes hat sich einem unauslöschbar eingeprägt.
So zum Beispiel, dass der Januar bereits ein kalter und extrem schneereicher Monat war, ein Monat in dem meine Schwiegermutter trotz ihres hohen Alters und ihrer Gebrechlichkeit unbedingt bei Schnee und Glatteis zusammen mit meinem Mann einkaufen wollte. Unter den Folgen leiden wir nun alle. An sich fand ich den vielen Schnee schön und habe einige Spaziergänge an Rhein, Main und Nidda unternommen, und bin dabei zum ersten Mal auf die Nutrias in der Nidda aufmerksam geworden.
Im Februar fing zumindest ich bereits an mich nach dem Frühling zu sehnen – wie soll das diesmal erst werden? Der Frühling war aber noch ziemlich weit weg, nur wusste das niemand. Der Sturm Xynthia tobte über das Land und insgesamt war auch dieser Monat von Eis und Schnee geprägt. Der Monat war also bestens dafür geeignet Kühlschränke und Tiefkühltruhen zu enteisen, denn man konnte die Sachen einfach auf der Terrasse parken. Gepostet habe ich zum ersten Mal jede Menge Bilder von all den gesunden Sachen, mit denen ich mich zumindest für eine Weile ernährt habe.
Im März gab es reichlich Regen, der Eyjafjalla-Gletscher-Vulkan auf Island brach aus und wenn ich mich nicht irre, wurde im März Herr Kachelmann verhaftet – solange ist das schon wieder her. So der richtige Frühling brach noch nicht aus und ich versuche in diesem Blog möglichst ohne Gartenbilder auszukommen. Also erinnere ich daran, dass ich meine Homepage wieder auf Vordermann gebracht habe (sie auch auf die WordPressbasis gestellt habe) und . . . eigentlich wieder mehr daran tun müsste :-( Eingefügt habe ich gleich die ersten Spaziergänge durch den ehemaligen Westhafen und auf der anderen Mainseite.
Im April wurde es dann tatsächlich Frühling und zum Monatsende hin sogar schon so heiß wie sonst nur im Sommer. Ich erinnere mich daran so gut, weil ich an einem Aprilwochende im Wildpark in Klein-Auheim bei Hanau war und mir während der Flugshow der Greifvögel einen Sonnenbrand eingehandelt habe. Traumhafte Frühlingsbilder konnte ich bei einem Spaziergang durch unser “Vogelviertel einfangen und am Himmel war zeitweise extrem ruhig – Folgen des Vulkanausbruchs auf Island und der Aschewolke über Europa. Gleich zu Monatsbeginn machten mein Mann und ich einen schönen Ausflug zu einem Mittelaltermarkt in der Redoute in Mainz-Kastel.
Im Mai war ich dann bei schönstem Wetter im Schloss Wolfsgarten bei Langen und habe in Rhododendren geschwelgt und natürlich waren auch die Lufthansa Klassikertage in Hatterheim wieder ein “Muss”. Nach längerer Zeit hatte ich mich auch mal wieder auf’s Rad begeben, es gleich übertrieben und bin dann prompt gestürzt, was meinen Knien nicht gut bekam und mir für etliche Wochen Schmerzen bereitete.
Im Juni hatten wir das erste Erdbeben in unserer Gegend (vor ein paar Tagen gerade wieder) und zum Monatsende hin begann die Hitzewelle dieses Sommers, während es zum Monatsbeginn noch so ausgiebig regnete, dass es mal wieder in den Wintergarten tropfte. Dazwischen war wunderbares Radlwetter, das ich trotz der schmerzenden Knie weidlich auskostet.
Das waren die Monate Januar bis Juni 2010.
Klirrende Kälte
. . . zeichnet bisher diesen zweiten Weihnachtsfeiertag aus. Schnee ist kaum dazu gekommen, obwohl es trotz -8°C heute Morgen etwas geschneit hat. Sobald ich die Futterplätze im Garten aufgefüllt habe, sind auch schon die Vögel da. Am schwersten haben es im Moment die Rotkehlchen, denn als Bodenpicker müssen sie sich gegen Amseln und Tauben durchsetzen. Aber auch sie finden hier immer etwas.
Ein bunter Tupfer im großen Weiß
Meine Amaryllis öfffnet ihre erste Blüte
Garfield mag heute auch nicht unbedingt raus
Unser Bach und der Teich sind auch fast vollständig zugefroren, nur direkt oben an der Quelle sprudelt es noch. Das sieht man von drinnen nur daran, dass sich dort immer noch Vögel zum Trinken einfinden. – Ich habe das Gefühl, es wird draußen mal etwas heller. Wäre ja schön, wenn die Sonne mal rauskäme.
Der GöGa klopft oben im Bad gerade den Abfluss auf, der ist eindeutig dicht. Ich habe heute Morgen sehr sparsam und mit Intervallen geduscht, um keine weitere Überschwemmung zu provozieren. Ich hätte natürlich auch ins untere “Männerbad” gehen können *lach*, aber ich wollte ja wissen, was Sache ist. Na jedenfalls hat’s ziemlich schnell wieder gegluckert und gestaut. Den Fussboden rund um den Bodenabfluss außerhalb der Dusche hatte ich schon mal mit alten Handtüchern bewehrt und die morgendliche Dusche dann etwas abgekürzt, als ich gemerkt habe, das Wasser drückt wieder raus. Mal sehn, was Stefan da jetzt erreicht.
Ups – habe gerade meinen Feedreader geöffnet und eigentlich gedacht, es hätte kaum jemand gebloggt in den beiden letzten Tagen – das war offenbar ein Irrtum vom Amt
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Zuviel Input
. . . sowohl in Form von Kalorien als auch an Elektronikkram. Ich werd halt auch nicht jünger :-(
Mein GöGa hat mir zu meinem Fernseher ein Teil geschenkt, das eine Art von Surroundsound produziert ohne die vielen Lautsprecher, die man dazu normalerweise braucht. Klingt auch echt gut. Nachdem ich die Bedienung begriffen hatte, ist er aber hergegangen und hat nun noch eine von ihm abgelegte Fernbedienung umprogrammiert, um damit meine sämtlichen Fernbedienungen auf eine einzige zu reduzieren. Und nun wird’s allmählich komplizert. Das Teil muss nämlich diese Surroundbar, den Satellitenempfänger und das TV-Gerät gleichzeitig einschalten, außerdem unterscheiden können, ob ich TV gucken will oder eine Bluray und ob ich TV per Satellit gucke oder digital-terrestrisch . . . kommt ihr noch mit? Na ja – wird schon noch klappen. Immerhin habe ich auf diese Weise tatsächlich heute Nachmittag das Märchen “Das blaue Licht” gesehen, das ich sonst total verpasst hätte. Es war schön zu sehen, wie prima sich der Hessenpark in Neu-Anspach als Kulisse machte.
Zwischen durch bin ich immer wieder zu meinem ipod zurück, den ich mit dem audible-Abo erworben habe. Auch da muss ich erstmal mit klarkommen. Aber dieses Winzding funktioniert erstaunlich intuitiv, meine Hörbücher habe ich schon drauf. Ich dachte allerdings, man könnte auf dem ipod auch Lesezeichen setzen wie auf dem Mediaplayer, das habe ich noch nicht finden können und das ist schade.
Ich habe meinerseits meinem 3D begeisterten Ehegespons eine zweite 3D Brille verehrt, so dass wir nun endlich auch mal zusammen vor seinem Wahnsinnsfernseher sitzen und uns 3D-Filme angucken können. Ich bin da nun nicht so der Riesenfan von, aber es ist schon beeindruckend. Vor Jahren waren wir mal mit den Jungs, als sie noch klein waren, im Disneypark bei Paris und hatten dort unser erstes 3D-Erlebnis. Das sowas nun auch zu Hause vor der Flimmerkiste geht, ist schon irre. Wir haben uns gestern Abend einen IMAX Film aus dem Grand Canyon angeguckt und ich bin ein paarmal nicht schlecht zurück gezuckt, als die Stromschnellen des Coloradorivers auf mich zu kamen. Das ist wirklich ziemlich realistisch.
Unser Weihnachten ist also recht elektroniklastig, wie man sieht, auch die Geschenke für die Jungmänner gingen in die gleiche Richtung. Ich habe allerdings auch noch von Alfons Schubeck “Meine Küche der Gewürze” bekommen, wovon wir sicher alle etwas haben werden ;-)
Gestern Abend haben wir einen richtig gemütlichen Heiligabend verbracht und zwar – das war eine Premiere – direkt vor dem Kamin. Mit nur noch vier Leuten geht das gut und es war richtig kuschelig. Flo hat zeitweise Gitarre gespielt und wir haben uns irgendwie ganz intensiv unterhalten. Das kommt in dieser Form im Alltag selten vor. Die Gänsekeulen heute sind auch prima gelungen, also alles rundrum (fast) bestens. Das “fast” hat sich außerhalb der Kernfamilie abgespielt, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit.
Ich wünsche euch weiterhin frohe Feiertage – muss mal gucken, was mein Brot im Ofen macht.
Schöne Bescherung
. . . oder Katzenklo mit Wasserspülung: Ich habe letzte Nacht schlecht geschlafen und deshalb die morgendliche, ausgiebige Dusche um so mehr genossen. Ich steh dann immer mit geschlossenen Augen unter dem Geplätscher und lass es mir gut gehn. Als ich sie dann aber wieder aufgemacht habe, musste ich sehen, dass das ganze Badezimmer unter Wasser stand – so ein Mist! Fluchend – also dem 24. Dezember keineswegs angemessen – bin ich dann aus der Dusche und habe meinem GöGa, der gerade die Treppe runterging zugerufen, er möge mir doch bitte meine Gartenclogs hochbringen. Meine Hausschlappen spielten nämlich im Badezimmer Bootchen. Als er mit etwas Verzögerung wieder hoch kam, meldete er, dass es unten im Wohnzimmer und im Flur bereits durch die Decke tropfte – na toll! Während ich im Bad oben das Wasser schnell aufgeputzt hatte – mein großes Badetuch musste dafür herhalten – tropfte es unten erstmal munter weiter, unter anderm auch auf’s Katzenklo – Jeanie was not amused. Die Katz’ stand etwas düpiert daneben ;-) War aber nicht tragisch, das Teil hat ja ein Dach.
Mittlerweile ist alles wieder in Ordnung, ich habe mich auch beruhigt, noch einen Kuchen gebacken und es sogar geschafft, trotz der Hektik inzwischen einigermaßen weihnachtsfein auszusehen.
@Kerstin: Danke für die schöne Ecard, habe sie eben geöffnet. Und entschuldige wegen der gefakten Emailaddy. Ich dachte, dass wüssten inzwischen alle, dass “habich (@]” oder “kennstdu[@]” ins Leere laufen. Meine echte Emailadresse und meine postalische Adresse stehen im Impressum.
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An Alle ein letztes Mal: Frohe Weihnachten und herzlichen Dank für eure lieben Grüße und Wünsche. Habt ein schönes Fest, lasst euch durch nichts aus der Ruhe bringen – ich hab heute schon geübt ;-) . . . und nun mach ich die Kiste aus - eure Elke.
Nachtrag: Neuschnee haben wir noch keinen, obwohl es ab und an mal ein bisschen rumfusselt. Das Thermometer zeigt ganz knapp unter Null, der Himmel ist grau und bedeckt, also da kommt sicher noch was.
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