Hoffnungsschimmer
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Es wird wärmer und die Sonne scheint wieder. Und der Rundgang durch den Garten zeigt doch auch eine Menge Erfreuliches.
Spargelghabetti
Ich könnte ja ein Makrorätsel daraus machen, aber die Lösung steckt im Grunde schon in der Überschrift. Was ist das?
Also, diese Würmchen gibt es zum Mittagessen. Meinen Göttergatten habe ich gestern gefragt: “Was hältst du von einem Hackfleischtopf mit Pilzen und Spargelghabetti?” Der Lachanfall war vorprogrammiert. Er hielt übrigens eine ganze Menge davon. Das gibt es also heute als Mittagessen.
Unser Wetter ist heute genauso wie gestern: bedeckter Himmel, kalt, kein bisschen Sonne, aber bisher trocken.
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Nachtrag: Nicht aufgegessen haben wir den Hackfleischtopf mit GABELSPAGHETTI – die Menge war zu groß, aber das kann man ja noch mal aufwärmen. Irgendwann in der Nacht wird sich Andi garantiert an den Kühlschrank schleichen. Aber zumindest unsere Teller haben wir leergegessen, und nun kommt tatsächlich die Sonne raus *freu*.
Hörbuch-Rezi
Das Lied von Eis und Feuer – Teil 10
Autor: George R. R. Martin
Sprecher: Reinhard Kuhnert
Spieldauer: 12 Std. 20 Min. (ungekürzt) – erschienen bei Audible
Nach einer fast dreimonatigen Pause und viel Gemeckere über die letzten davor gehörten Bände, habe ich nun mit Teil 10 von “Das Lied von Eis und Feuer” weitergemacht und – wow! – das war richtig, richtig gut. Nach den ersten vier Teilen hatte mir ja nichts mehr so wirklich gut gefallen, aber Teil 10 ist wirklich wieder spitzenmäßig. Endlich passiert mal wieder was und endlich bekommt die Geschichte wieder eine Perspektive. Und auch den “Königsmörder” Jaime Lannister beginnt man mit anderen Augen zu sehen. Vor allem aber bewegt sich mal was rund um Daenerys, denn es scheint ja doch so, als habe sie noch eine große Rolle zu spielen. Die Starks hingegen, vor allem Robb, der König des Nordens, treten weiter in den Hintergrund, obwohl einiges um Arya und ihre Schwester Sansa herum passiert. Und vor allem passiert hinter der Mauer eine ganze Menge, während die Menschen von Westeros das nicht wirklich ernst nehmen.
War ich zu Beginn der Geschichte mit meiner Sympathie sehr auf die Familie des Eddard Stark und seine Kinder fixiert, und erschien mir Robert Baratheon als der rechtmäßige König, so verschiebt sich plötzlich das Bild, zumal er aus der Sicht von Daenerys immer wieder als der Usurpator bezeichnet wird. Natürlich liegt das daran, dass der Autor mit Vielem hinter dem Berg gehalten hat oder er die Geschichte vielleicht auch von Band zu Band weiterentwickelt, aber genau das finde ich spannend. Nun habe ich Grund genug mit Teil 11 weiter zu machen.
Zum Inhalt wie bei Audible beschrieben:
Während der Vorbereitungen der Hochzeit von König Joffrey, wird Sansa Stark ebenfalls verheiratet – allerdings gegen ihren Willen. Währenddessen hat ihr Bruder Robb durch seine Hochzeit einiges aufs Spiel gesetzt. Er gewinnt zwar seine Schlachten, verliert aber Verbündete. Diese braucht er jedoch dringender denn je, um sein Reich im Norden zurückzugewinnen. Catelyns Plan, ihre Töchter freizutauschen geht nicht auf. Jaime Lannister wird gefangen genommen. Unbemerkt von den sich bekriegenden Reichen wird die Mauer von wilden Horden bedroht, und die Nachtwache kämpft ums Überleben.
Es gibt auch wieder eine
wobei ich wie schon öfter mal auch hier wieder denke, dass man einen packenderen Ausschnitt hätte wählen können, um potentielle Hörer zu überzeugen.
Gesamturteil: Endlich wieder die gleiche Qualität wie am Anfang, wenn nicht besser. Ich vergebe deshalb:
5 von 5 Punkten!
Doofes Wetter
Heute kratzen schon den ganzen Tag die Wolken auf dem Boden rum, aber bis eben blieb es trocken (16:30 Uhr). Nun hatte ich mich gerade aufgerafft und mich mal mit Socken und Jacke etwas wärmer angezogen – wir haben heute nur 17°C – um auf dem Fußweg mal wieder Unkrautrambazamba zu machen, da fängt es doch prompt an zu regnen. Mal sehn, vielleicht hört es ja gleich wieder auf.
Gestern kam mein Neffe vorbei und fragte nach unserer Pumpe, weil bei meinem Buder in Wallau Wasser im Keller stünde, brauchte sie dann aber doch nicht. Die Feuerwehr hatte schon geholfen. Ich habe auch gar nicht weiter nachgefragt, weil wir mal wieder im Superstress mit SchwieMu und ihrer verzweifelten Pflegerin waren. (Irgendwie bin ich gar nicht sicher, dass das mit unserem geplanten Kurzurlaub überhaupt was wird, wenn das so weiter geht.) Egal, heute morgen lese ich doch in der Zeitung, dass Wallau am Donnerstag total überschwemmt war. Da muss massiv Regen runter gekommen sein, den die Kanalisation in der Menge nicht mehr geschafft hat. Und bei uns? – nix dergleichen. Und wir sind gerade mal – 10 km? vielleicht 15 km – von Wallau entfernt. Dort stand das Wasser kniehoch in den Straßen. Ich erinnere mich noch gut, als vor 30 Jahren der Wickerbach über die Ufer trat. Da lief bei meinem Bruder und seiner Familie der Keller ebenfalls voll. Das war eine Riesensauerei. Meine Schwägerin erzählt heute noch davon, dass alle fünf Minis – die Kinder waren damals noch klein – mit ihren Eimerchen Wasser geschippt hätten. Danach haben sie das Grundstück, das an den Bach grenzt, höher legen lassen. Diesmal war’s nicht der Wickerbach, diesmal war’s die Kanalisation. Schon verrückt. Ich denke immer, sowas kann bei uns nicht passieren, aber sicher bin ich mir nicht.
* * *
Na immerhin, der Anfang ist gemacht. Zwei Meter habe ich geschafft, dann fing es wieder stärker an zu regnen. Was war das doch im trockenen Mai so schön, als das Unkraut einfach vertrocknet ist. Hörbuch hören ist nicht nur beim Bügeln gut, es versüßt auch das Unkraut rupfen.
Rolls-Royce
“Blick ins Museum der Flugmotoren”, so war vor ein paar Tagen in der Frankfurter Neuen Presse ein Artikel und eines der täglichen Feriengewinnspiele überschrieben. Und da mein Göttergatte sich seit einiger Zeit zum extremen Flugzeugnarr am PC entwickelt hat – ich glaube, er kennt inzwischen alle Flughäfen und Flugzeugtypen auf der Welt – habe ich mal mitgemacht. Bis dato wußte ich noch nicht mal, dass es in Oberursel ein Rolls-Royce Museum gibt.
Und gestern guckte ich nicht schlecht, als die Gewinnbenachrichtigung für die zweistündige Führung tatsächlich im Briefkasten lag. Die Führung durch das Rolls-Royce-Museum, in dem alles an den großen Traum vom Fliegen erinnert, übernimmt seit Jahren der Leiter des Museums persönlich. Das Museum wurde anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Standortes 2002 eröffnet. Hier sind fast alle Flugmotoren ausgestellt, an denen in Oberursel gearbeitet wurde. Historische Bilder und Dokumente ergänzen die Ausstellung.
Allein die Firmengebäude sind schon der Hammer. Die Adresse lautet Hohemarkstraße 60 – 70, da kann man sich schon vorstellen, wie groß das Gelände ist. Angefangen hat der Aufbau bereits mit den Motorenwerken Oberursel – MO – Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Eingang zum Verwaltungsgebäude parallel zur Hohemarkstraße bzw. der S-Bahnlinie
Dieses Gebäude weist Elemente des Jugendstils auf, andere sind sogar noch älteren Datums wie z.B. . . .
. . . diese historische Haltstelle für die Motorenfabrik, die damals sicher noch nicht durch einen mächtigen Zaun von der
Strecke der Taunusbahn abgetrennt war (oder Straßenbahn oder was auch immer damals dort vorbeifuhr).
Nachtrag: Danke an den aufmerksamen Leser (Roland), der mir dazu Folgendes gemailt hat: “Es war die Straßenbahnlinie 14 aus Frankfurt, mit der man (frau auch) fahren musste, um zur “Hohemark” im Taunus zu gelangen.”
Inzwischen ist das gesamte Werksgelände hermetisch abgeriegelt und auch wir mussten uns am Pförtnerhaus hinter dem großen Parkplatz erstmal anmelden und unsere Personalausweise vorzeigen, bevor wird hinein durften. Deshalb war ich auch überrascht, dass ich im Museum dann doch fotografieren durfte. Damit hatte ich nicht gerechnet, hatte aber die kleinere Lumix TZ 10 wie immer in der Handtasche dabei. Im Verwaltungsgebäude hätte ich mich gerne noch umgesehen, aber das war nicht vorgesehen und die traumhafte Marmortreppe mit Jugendstilfenstern im Hintergrund war wegen der Gegenlichtverhältnisse leider sowieso nicht zu fotografieren. Hier kommt aber noch ein Blick auf die Eingangstür:
Eingang zum Verwaltungsgebäude
Die Führung, die dann sogar fast 3 Stunden dauerte, war sehr Technik betont. Die männlichen Teilnehmer waren ziemlich interessiert, die Damen weniger – ich sowohl als auch. Tatsache ist halt, dass man tatsächlich praktisch nur Motoren bzw. Turbinen und ihre Entwicklung zu sehen bekommt. Es gibt kaum andere Exponate. Bei den historischen Motoren kam ich noch mit, später habe ich fast nur noch Bahnhof verstanden. Aber ich fand es trotzdem interessant und habe nun auch endlich mal verstanden, warum die Asche der isländischen Vulkane für den Flugbetrieb so gefährlich war. So richtig konnte ich mir das vorher nämlich nicht vorstellen. Aber wenn man weiß, wie diese Turbinen aufgebaut sind und wie die Kühlung funktioniert, dann wird das ganz schnell klar.
Wenn ich dann manchmal einfach weghören musste, weil mir das zuviel Technik war, habe ich geguckt, was es denn vielleicht doch an optisch reizvollen Fotomotiven geben könnte. Wie beispielsweise das unter der Decke hängende Modell einer Fokker, wie sie von Manfred Freiherr von Richthofen geflogen wurde. Der soll übrigens zu seiner Zeit in den Werken dort ein und aus gegangen sein.
An den Wänden gab es massenweise alte Fotos und Erklärungen, die für mich oft interessanter waren als
die vielen technischen Erläuterungen; links unten das alte Logo der Motorenwerke Oberursel.
Es ist nicht so, dass ich für Technik gar nichts übrig habe, aber der Bau und die Entwicklung der Flugzeugmotoren ist schon etwas sehr Spezielles. Mein Göttergatte war ganz Ohr und das war ja auch der Sinn der Sache gewesen.
Hier seht ihr die Fotografin ;-) in der Fensterscheibe und rechts oben eine moderne Turbine.
Das Museum selbst befindet sich übrigens auf der grünen Wiese in zwei Pavillons, die man eher als Blockhäuser in den Rocky Mountains vermuten würde. Und dort steht dann auch als einziges “lebensgroßes” Flugzeug eine Militärmaschine, ein von Fiat zwischen 1961 und 1982 gebautes Bodenerkundungs- und Aufklärungsflugzeug.
Solche Explosionszeichnungen an den Wänden verdeutlichten den Aufbau der Motoren oft besser als das Original:
Die T 53 Turboshaft wurde vor allem in Helikopter eingebaut – hier als Zeichnung . . .
. . . und dann das Original:
So, damit mach ich mal besser Schluss. Meine vorwiegend weibliche Leserschaft hat sich möglicherweise eh schon mit Grausen abgewendet, vielleicht von Blechi mal abgesehen und vielleicht kann sich auch Jürgen dafür begeistern *gg*. Nein, im Ernst, es war interessant, aber ich muss es nicht nochmal haben. Aber wenn ihr Spaß an solchen Sachen habt, dann kann ich euch die Führung durch dieses Museum empfehlen. Es ist leider nur am letzten Freitag eines Monats geöffnet. Hier geht es zur Webseite: www.rolls-royce.com
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