Archiv für den Tag: 5. August 2011

Harry Potter

Also mit dem hat’s nun ein Ende! Wir sind gerade aus dem Kino gekommen, wo wir uns den letzten Harry Potter in 3D angeguckt haben. Mein Ding war’s nicht. Ich bin weder ein 3D Freak noch ein Potter Fan, heute Abend also eher ein Mitläufer. Ich fand vor allem, dass diesen letzten Teil nichts wirklich Sehenswertes mehr auszeichnet, dass er noch nicht mal mehr eine echte Story hat. Nichts als Action, Pathos und Gedöns und ganz viel, was wir aus  “Der Herr der Ringe” schon kennen und besser kennen. Ich habe die drei ersten Potter Filme auf DVD – im Kino habe ich vorher noch nie einen gesehen – und die fand ich damals nett gemacht, irgendwie originell und eben ein bisschen verzaubernd. Diese “Heiligtümer des Todes” sind für meinen Geschmack überflüssig.

Draußen ist es jetzt kurz vor Mitternacht noch total warm und schwül. Während wir im Kino gesessen haben, hat’s wohl auch wieder heftig geregnet. Alles ist total nass. Bin mal gespannt, wie das Wetter morgen wird.

Gäfgen

. . . .  und kein Ende.  Ich glaube, diese Überschrift hatte ich schonmal. Als wir gestern auf der Fahrt Richtung Berlin im Autoradio gehört haben, dass man Magnus Gäfgen, dem Mörder des kleinen Jakob von Metzler, auch noch Schmerzensgeld eine Entschädigung zugesprochen hat, wollte ich es kaum glauben. Aber in den Abendnachrichten wurde es bestätigt. Und man muss kein Frankfurter sein, um sich darüber zu empören. Schmerzensgeld für das erlittene psychische Trauma! Es ist nicht zu fassen! Man möchte fragen, ob sich Herr Gäfgen jemals Gedanken darüber gemacht hat, welches Trauma erst sein Opfer und dann dessen Eltern erfahren haben. Aber sehr viel wahrscheinlicher ist, dass dieser Bursche sich im Knast einfach langweilt und sich vorgenommen hat die Grenzen seiner Möglichkeiten auszuloten. Und die sind in unserem Rechtsstaat wirklich sehr weit. Selbst ZEIT online versucht noch klarzustellen, dass die Richter nicht anders konnten, und als Normalbürger komme ich mir nach dem Artikel dort wie Kleindoofi vor, dass ich offenbar Schmerzensgeld nicht von einer Entschädigung zu unterscheiden weiß. Aber ganz ehrlich: es ist mir wurscht! Als die Justiz damals den vormaligen angesehenen Frankfurter Vizepolizeidirektor Wolfgang Daschner wegen der Folterandrohung verurteilte, ging mir schon der Hut hoch und jetzt erstrecht. Ist “des Volkes Empfinden” wirklich so gering zu schätzen? Warum sind Justitias Augen eigentlich verbunden? Wirklich nur, damit das Recht ohne Ansehen der Person und nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage gesprochen wird? Manchmal möchte ich das bezweifeln.

Ach – und noch was gaaanz anderes: habe gerade festgestellt, dass mal wieder ein Blog, der grundsätzlich Kommentare erst kontrolliert, bevor er/sie diese freischaltet, meine Kommentare offensichtlich gar nicht mehr freischaltet. Okay – kann ich mit leben, wird aus dem Feedreader gestrichen.  Aber das ist genau der Punkt, warum ich diese Blogs immer besonders skeptisch betrachte und dort meist viel seltener kommentiere als bei anderen.

Ganz schön

. . . viel Geschichte findet man in unserer Hauptstadt, wenn man nur ein paar Schritte geht.  Bin trotz des Regens zu Fuß unterwegs gewesen und staune immer wieder über die vielen alten Fassaden mit den tollen Verzierungen.  Und manchmal kommt einem auch Herr Adenauer flotten Fußes entgegen.

Inzwischen scheint sogar die Sonne wieder. Aber nun habe ich plattgelatschte Füße. In der Stadt rumlaufen ist immer wieder viel anstrengender aln der freien Natur. Und meine Männer? Tz – die sind noch nicht wieder aufgetaucht.

Danke für eure Ratschläge zum öffentlichen Nahverkehr. Aber das ist so gar nicht mein Ding, muss ich zugeben. Da komme ich glatt am anderen Ende der Stadt raus oder hab’s falsche Ticket oder so. Wenn ich länger hier wäre . . .