Archiv für den Tag: 9. August 2011

Podewils

Gestern sind wir von Berlin aus weitergefahren. Noch in Berlin hatten wir einen fürchterlichen Stau, der uns gleich zu Beginn wieder eine Stunde gekostet hat. Danach ging’s dann aber sehr glatt. Grenzübergang zu Polen – Pomellen – ist wie überall in der EU komplett offen. Auch die Straßen haben wir im Großen und Ganzen als durchaus brauchbar erlebt, wobei bei den Autobahnen und Schnellstraßen noch enorm viel im Bau ist.  Wir sind zunächst an Stettin vorbei Richtung Ostsee, weil das Wetter wider Erwarten wunderbar war. Unser Ziel war Miedzyzdroje, von wo aus sich ein bekannter Nationalpark an der Wolliner Steilküste erschließt. Leider wurde das Wetter wieder schlechter. Miedzyzdroje gab uns außerdem den ersten Eindruck von dem, was ich auch erwartet hatte: Polen ist nicht Deutschland, auch nicht Frankreich oder Spanien. Wobei der Strand ausgesprochen voll war, aber für meinen Geschmack nicht unbedingt einladend.

Die Seebrücke bei Miedzyzdroje führt gerade zu einem Ausflugsschiff.

Wir sind bald wieder aufgebrochen, weil dann auch schlechtes Wetter aufkam und wir noch einen längeren Weg vor uns hatten. Irgendwann sind wir auch an unserem Ziel angekommen, obwohl wir uns ziemlich wegen des Weges gestritten haben, aber das ist eine andere Geschichte. Für mich ist halt ein Navi allenfalls eine Hilfe, aber kein Dogma, vor allem, wenn es nicht funktioniert. Ich habe den Weg dann aus dem Kopf und mit Hilfe der Straßenschilder gefunden.

Schloss Podewils liegt tatsächlich wunderschön an einem See, den wir heute Vormittag auch zu Fuß umrundet haben, aber das Schloßhotel ist bisher eher eine Enttäuschung. Schlechter bis gar kein Service, Fremdsprachen nicht vorhanden, Essen ist so lala und die Zimmer brauchbar aber auch nicht mehr. Unser Zimmer liegt im drittten Stock, der über mehrere steile Treppen zu erreichen ist und Aufzug – vorhanden aber natürlich nicht in Betrieb. An sich kein Problem, aber mit schweren Koffern schon. Sonst natürlich idyllisch mit leicht morbidem Charme.

Über den See – Blick auf’s Schloss

Heute war das Wetter sehr durchwachsen. Während unseres einstündigen Spazierganges rund um den See hielt es gerade so eben, dann kam der erste Guss von oben. [Diese Bilder sind beide bei recht schlechtem Licht mit der Minidigi gemacht.] Gegen Mittag haben wir uns dann wieder ins Auto gesetzt und sind Richtung Norden losgefahren. Die erste Kleinstadt -Slawno – versank gerade im Wasser als wir durchfuhren, richtig Halt gemacht haben wir dann in S?upsk, dem früheren Stolp, nur etwa 20 km von der Ostsee entfernt. Hier bekamen wir es zwar auch immer wieder mit Regenschauern zu tun, aber es ist eine schöne Stadt mit vielen Fotomotiven.

Das Rathaus von S?upsk – auch innen ein richtig tolles Gebäude

Hier sind wir trotz des eher schlechten Wetters lange spazieren gegangen, bis wir dann zur Ostsee weitergefahren sind. Wenn ich wieder zu Hause bin, zeige ich noch mehr Bilder. Ich hoffe ja auch immer noch auf gutes Wetter. Unser Ziel hieß nun Ustka (früher Stolpmünde). Hier war zwar auch viel los, aber der Strand und der ganze Ort waren viel schöner als am Vortag in Miedzyzdroje. Wir sind dort spazieren gegangen und haben den Wind und die Ostseeluft genossen – das Schreien der Möwen und den feinen Sand unter unseren Füßen.

Die Ostsee bei Ustka

Auch hier gab’s wieder Regen und mit viel Regen sind wir dann am frühen Abend wieder zurück nach Podewils. Unterwegs habe ich schon reichlich Störche gesehen, aber immer nur fliegende und immer nur vom fahrenden Auto aus. Kurz vor Podewils sahen wir dann einen genialen Regenbogen (einige andere gab es schon vorher). Ich habe einen Teil davon aus dem Auto heraus fotografieren können, anhalten war zu diesem Zeitpunkt leider nicht.


Wenn ihr euch die Qualität der Straße anseht und den Bus, der uns da entgegenkommt, versteht ihr sicher, das Anhalten nicht drin war.

* * *

Nicht vergessen: Morgen wieder Schlösser, Gitter & Verzierungen

Das Projekt “Schmiedekunst”