
Heute gibt es eine Besprechung der Hörbücher 11 und 12 von “Das Lied von Eis und Feuer” – erschienen bei Audible.
Autor: George R. R. Martin
Sprecher: Reinhard Kuhnert
Spieldauer: jeweils 13 Std. 40 Min. (ungekürzt)
Wer sich durch meine bisherigen Rezensionen zu dieser Fantasysaga durchgelesen hat, hat auch mitbekommen, dass ich nicht alle Teile gut fand. Die ersten Vier fand ich toll, wenn es auch zu Beginn mühsam war, sich die vielen Namen zu merken. Dann kamen die Teile 5-8 (die dem zweiten gedruckten Band entsprechen), die mir gar nicht gefallen haben. Immer wieder wollte ich aufhören und habe auch mal eine längere Pause eingelegt. Das hat sich aber mit den nächsten Teilen, die dem dritten gedruckten Band entsprechen, wieder geändert.
Ich bin wieder begeistert. Die nun gehörten Teile 11 und 12 sind ausgesprochen spannend und die Geschichte bewegt sich wieder vorwärts, wie ich auch schon beim 10.Teil festgestellt habe. In den Teilen 11 und 12 findet ein großes “Aufräumen” seitens des Autors statt. Und das tut der Story gut. Es bleiben viele Charaktere auf der Strecke und keinem davon weint man im Grunde eine einzige Träne nach. An allen Ecken und Enden der fiktiven Welt kommt es zu Umbrüchen im großen Stil und ich zumindest bin gespannt, wie es weitergeht. Auch für den Sprecher Reinhard Kuhnert, den ich zu Beginn nicht restlos gut fand, kann ich mich inzwischen wirklich begeistern. Als am Ende von Teil 12 “Littlefinger”, Lord Petyr Baelish, eine an sich abscheuliche Tat begeht, hatte ich größtes Verständnis dafür, nachdem ich mir vorher 20 Minuten oder länger die Tiraden von ….. anhören musste, genial gesprochen von Reinhard Kuhnert.
Daenerys Targaryen bewegt sich immer noch im anderen Teil der Welt nun wieder etwas zögerlicher auf ihren angestrebten Thron zu und wird mir langsam eher unsympathisch. Mal sehn, wie sie sich weiterentwickelt. Ganz viel passiert mit Jon Snow, den Bastardsohn des Ned Stark. Mal würde man auf sein Leben keinen Cent mehr verwetten, dann schlägt das Ruder wieder komplett um. Auch Arya und Sansa Stark werden weiterhin “gebeutelt” ohne Ende, wobei Sansa immer mehr an Profil gewinnt. Und die Lannisters? Am Ende bleibt . . . nein, ich will nicht zuviel verraten.
Fazit:
>>>> unbedingt hören, wenn man schonmal soweit gekommen ist (und unbedingt weiter hören, wobei ich allerdings schon festgestellt habe, dass die nächsten Teile immer kürzer werden). Das Zerteilen eines gedruckten Buches in vier Hörbücher finde ich etwas unmässig. Immerhin bekam ich für den Preis, den ich hier für 8-13 Stunden zahle, beim Bestseller “Sturz der Titanen” ein Buch mit 37 Stunden Hörgenuss. Vielleicht lege ich auch erstmal wieder ein Päuschen ein.


