Und nochmal eine kleine Pausenunterbrechung, weil ich meine Audiblehörbücher immer rezensiere und dafür ab und an auch mal eins kostenlos bekomme. Ich bin halt doch ein pflichtbewusster Mensch *seufz&grins* (gleichermaßen).
Sprecher: Wolfram Koch, Ulrike Hübschmann
Spieldauer: 06 Std. 26 Min. (gekürzt)
Beschreibung bei Audible:
“Kommissar Carl Mørck hat ausgedient. Nach einem traumatischen Ereignis im Dienst wird er in das Sonderdezernat Q versetzt, um ungelöste Fälle neu aufzurollen. Die Geschichte einer jungen Politikerin, die vor fünf Jahren spurlos verschwand, weckt seine verschüttet geglaubten Ermittlerinstinkte. Je mehr sich Mørck in die alten Akten vertieft, desto größer werden die Ungereimtheiten. Ist es wirklich denkbar, dass die Frau noch am Leben ist? Festgehalten und gequält an einem unvorstellbaren Ort? Ein atemberaubendes Debüt, das den Hörer mitnimmt in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.”
Es gibt momentan wohl drei Bücher von Jussi Adler-Olsen und sie heißen: Erbarmen, Erlösung und Schändung. Na, da klingelt es doch irgendwie. Der Verdacht war naheliegend, dass die Geschichten ein Aufguss der genialen Stieg Larsson Trilogie sein könnten. Entsprechend skeptisch war ich. Aber Erbarmen ist völlig anders. Es reicht nicht an die Spannung und das erzählerischer Können eines Stieg Larsson heran, erzeugt aber schon eine gehörige Portion Gänsehaut. Wobei der Witz der Story in der Person des dem Kommissar aufgedrückten arabischen Bürohelfers liegt, der eigentlich aufräumen und Kaffee kochen soll, aber so ganz nebenbei den Fall fast im Alleingang löst. Beim Hören hatte ich komischerweise immer Naveen Andrews, den Sayid aus “LOST” vor meinem inneren Auge. Warum, weiß ich nicht, tut auch nichts zur Sache.
Die Story ist relativ simpel und obwohl der Gedanke an das, was dort erzählt wird, grauenerregend ist, hat mich dieser Krimi nicht so hundertprozentig mitgerissen. Die Auflösung, die am Ende für den Ermittler so total überraschend daher kommt, war mir schon ziemlich schnell in den Kopf gekommen.
Die Sprecher finde ich auch nicht unbedingt überragend. Vor allem bei der weiblichen Stimme fehlt mir jeglicher Biss. Aber ich finde es dennoch ganz gut, dass man hier mal zwei Sprecher genommen hat, Wolfram Koch für die Ermittlerseite und alle weiteren Personen bis auf die weibliche Protagonistin, für diese dann Ulrike Hübschmann.
Das Hörbuch ist gekürzt, aber ich denke, das ist gut so.
Gesamturteil:
Ein handwerklich solider Krimi, der mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Deshalb für mich zwischen 3 und 4 von fünf möglichen Sternen.






