Archiv für den Tag: 2. Januar 2012

Schöne Momente

. . . hatte dieser Tag auch noch zu bieten, als endlich mal der Regen nachgelassen hat.

Ein Projekt von Katinka

Den Spaziergang hatte ich mir ja so oder so vorgenommen, aber ohne Regenschirm war er mir lieber. Also hab ich mir wieder die tollen Fitnessstiefel angezogen und bin losgestapft. Die Profilsohlen konnte ich gut gebrauchen, denn ich bin immer am Liederbach entlang und hinter der Kneiselsmühle wurde es extrem matschig. Aber ich hatte vom Sommer eine Stelle mit viel Geröll im Hinterkopf, wo ich mir dachte, dass es toll rauschen könnte, wenn der Bach mal ordentlich Wasser führt. Und das tut er im Moment.

So sah es Ende Oktober am Liederbach aus (Bild war für’s GEO “L”)

Wenn ich das richtig sehe, ist das nächste “Wet Picture” erst am 11.1. dran, da kann ich ja in Vollen gehn ;-)   Also – etwa an der selben Stelle wie oben habe ich heute dieses Bild fotografiert, nur eine andere Perspektive gewählt, weil mir der Efeu im Vordergrund grad so gut gefallen hat:

Aber das war auch noch gar nicht die Stelle, die ich meinte. Die liegt schon fast außerhalb von Unterliederbach Richtung Oberliederbach, wo ich bisher immer dachte, da ging es dann sowieso nicht weiter. Jedenfalls hatte ich im Herbst keine Lust mich durch meterhohe Brennnesseln zu wurschteln. Heute habe ich den Trampelpfad entdeckt, aber bei dem Matsch ist es dort auch nicht gut zu gehen.

Im günstigsten Fall sah der Bodenbelag so aus – nett anzusehen, wenn man die Farben betrachtet,
aber rutschig.

Da ist doch endlich mal was los – fast schon “Stromschnellen” ;-)

Noch mehr Naturbuntes am Wegesrand: Brombeerblätter . . .

. . .  und Efeu, der noch am frisch gefällten Baumstumpf klammert.

Ich habe auch noch ein kurzes Video, das ich dummerweise im High Definition Video Format aufgenommen habe. Die kleine Lumix, mit der ich fotografiert habe, war darauf werksseitig eingestellt. Meine Sony habe ich längst auf ein webgängiges Format umgestellt. You Tube läd zwar offenbar auch das .MTS-Format, aber ich habe keine Ahnung, wie lange das dann zur Darstellung auf dem Blog braucht. Ich probiere es mal aus. Ein bisschen Wasserrauschen wäre ja nicht schlecht.

Schmuddelwetter

. . .  und Frühlingsgefühle. Wenn ich daran denke, dass ich meine bescheidene Weihnachtsdeko erst ein paar Tage vor Weihnachten an- und ausgebracht habe und sie heute schon wieder wegpacke, dann war das wohl die kürzeste Weihnachtsdekozeit in meinem Leben als Hausfrau. Aber im Dezember wollten keine wirklichen Weihnachtsgefühle aufkommen und bei dem Schmuddelwetter, das wir jetzt haben, auch keine winterlichen Gefühle. Wir hatten um Mitternacht +12°C und die erreichen wir gerade wieder. Im Garten ist eh nichts dekoriert – doch *lach* – ich sollte mal meinen großen Keramikkürbis aus dem Vorgarten wieder verpacken .  Leider regnet es auch unentwegt, sonst würde ich mal rausgehen und meinen Christrosen einen besseren Auftritt verschaffen. Die Roten haben sowieso ohne Schnee das Nachsehen und die Weißen blühen zwischen soviel immer noch hellem Grün, dass sie auch nicht wirklich zur Geltung kommen. Mit “hellem Grün” meine ich unter Anderem UNKRAUT !!!, das sich bei diesem Wetter ausgesprochen wohl fühlt. Auch ein paar Rosen blühen munter weiter, von Kleinkram wie Tagetes und Geraniümern ganz zu schweigen.

Essensmäßig wird nun wieder runtergefahren. Ob ich mir eine wirkliche Fastenwoche antue – ihr merkt schon am Begriff “antue”, was ich im Moment davon halte – weiß ich noch nicht. Dazu muss ich richtig Lust haben, es muss ein Bedürfnis sein. Das ist es derzeit nicht wirklich. Aber FdH muss sein. Heute Morgen gab es einen Eiweißshake mit einer kleinen Banane, jetzt wird’s zu Mittag ein Salat und wenn ich mich zurückhalten kann, gibt es abends nur noch eine Gemüsebrühe oder nochmal einen Eiweißshake. Vermutlich werde ich mir in den nächsten Tagen mal wieder meine alten Unterlagen von den WWs raussuchen. Die Rezepte waren ja immer sehr lecker.  Der Göttergatte weiß Bescheid, der muss sich selbst bekochen oder ergänzen, was ich esse. Er darf nicht abnehmen. Der fällt ja jetzt schon durch die nächste Gulliritze, wenn er nicht aufpasst (behaupten zumindest unsere Söhne).

Aber einen Spaziergang werde ich auf jeden Fall wieder machen, raus an die frische Luft muss sein. Wenn’s gar nicht anders geht auch mal im Regen.

KBKM #1

Näheres und Teilnehmerliste: bitte Button anklicken!

Auf geht’s mit dem neuen Projekt “Kunst braucht kein Museum”. Für den Anfang komme ich heute mit einem Schmankerl – das wird’s nicht immer geben. Ich habe mir das Hundertwassergebäude in Bad Soden auch deshalb ausgesucht, um nochmal etwas zum Thema Urheberrecht zu schreiben. Als Blogger betreiben wir eine Art von Journalismus, verdienen damit aber im Allgemeinen nicht unsere Brötchen. Wir sind also Privatpersonen, die ein Hobby betreiben. Trotzdem können wir mit dem Gesetz – sprich Urheberrecht -  in Konflikt geraten, vor allem wenn wir in Deutschland wohnen. Ist euch ja sicher nichts Neues, dass es die Deutschen mit Allem übergenau nehmen. Das Hundertwasserhaus in Wien ist seit Jahren ein typisches Streitobjekt, zu dem es aber inzwischen eindeutige gesetzliche Stellungnahmen gibt. Es ist urheberrechtlich geschützt, aber es gibt für den Normalbürger eine Ausnahme von der Regel. Diese Ausnahme heißt Panoramafreiheit. Solange ihr ein Kunstwerk ebenerdig, vom öffentlichen Raum aus fotografiert (und damit kein Geld verdient), ist alles in Ordnung. Es bleibt eine Art Laienfoto mit stürzenden Linien oder verzogener Perspektive – auch  wenn ihr die mit z.B. Photoshop gerade rückt. Einem Fotografen, der hingegen mit Hilfsmitteln einen erhöhten Standpunkt einnimmt oder sich aus dem öffentlichen Raum hinaus begibt (z.B. aus einem höheren Stockwerk eines gegenüberliegenden Hauses fotografiert), werden automatisch gewinnbringende professionelle Absichten unterstellt. Er verletzt dann das Urheberrecht.

Zitat: Maßgeblich ist das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte:

§ 59 UrhG – Werke an öffentlichen Plätzen

„(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.“
Quelle: Wikipedia

In diesem Sinne betone ich, dass meine Bilder ausschließlich im öffentlichen Raum entstanden sind, sprich von den Fußwegen im und rund um den Bad Sodener Quellenpark aus.

Linker Turm des Hundertwasserhauses von vorne – Eingang

Turmdetail, vom Quellenpark aus

Balkondetail, vom Quellenpark aus

Die muss neu sein: eine Litfaßsäule im Wilhelmspark, die im Stil dem Haus angepasst wurde.

Zitat: “Für Hundertwasser war Malerei eine religiöse, meditative Bestätigung, Architektur dagegen harte Realität, die Wind und Wetter standhalten musst. Er nannte seine Bauwerke eine Wiedergutmachung an der Natur und schloss „einen Friedensvertrag zwischen der Natur, der menschlichen Kreativität und der Architektur”, indem er versuchte, durch begrünte Dächer der Bodenversiegelung entgegenzuwirken. Insgesamt haben die Dachgärten, in denen auch Bäume wachsen, eine Fläche von 3.500 Quadratmetern.” Quelle: Stadt Bad Soden