. . . immer lockt uns nur, die Stimme der Natur. Ich fürchte, ich hatte diese Überschrift schonmal. Das Lied ist so eine Erinnerung an wilde Zeiten in Berlin, Insterburg & Co und was weiß ich, wer sonst noch. Es gibt Ohrwürmer, die bleiben für immer. Hah! – gerade mal gegoogelt – genau am 18. April 2009 hatte ein Beitrag im damaligen Blog genau diese Überschrift mit einer fast identischen Erklärung dazu. Das ist der Hammer!
Also – was wollte ich schreiben? Genau – nachdem das Wetter am Nachmittag etwas besser wurde, bin ich doch nochmal losgezogen, um morgen nicht wieder Bilder aus dem Archiv zeigen zu müssen. Frankfurts reiche Nachbarstadt Eschborn war erneut mein Ziel. Diesmal bin ich gar nicht erst nach Eschborn hinein, sondern gleich links Richtung Arboretum abgebogen und dann in ein relativ neues Büro- und Gewerbegebiet hinein, das zu meinem nicht geringen Erstaunen laut Ortsschild zu Schwalbach gehört. Na, wie auch auch immer, dort gab’s nicht nur Kunst sondern auch noch viel Natur, die man in den älteren Gewerbegebieten mit den hohen Glaspalästen nicht mehr findet. Leider war es immer noch sehr stürmisch, so dass meine Ausbeute an scharfen Blümchen- und Insektenfotos mager ist. Aber ein paar habe ich trotzdem mitgebracht und die gibt es nun hier. Der Gartenblog hat heute schon seine Blümchen bekommen!
Ein Teich mitten in den Wiesen – sehr überraschend. Man sieht ihn erst, wenn man fast schon reingefallen ist.
Wildrose – immer wieder schön. Wenn ich Wildrosen fotografiere, denke ich immer an Ocean.
Ich glaube, sie liebt diese Rosen besonders.
Zusammen mit den weißen Wildrosen diese mir völlig unbekannte Pflanze. Die Blüte sieht auch ein bisschen aus
wie eine Rose, aber die Blätter sind groß und fingrig, fast wie Ahorn- oder Kastanienblätter.
Hier mal nur die Blätter. Weiß jemand, was das für eine Pflanze ist?
Nachtrag: Dank Gabi von der Gartendatenbank weiß ich es nun: es handelt sich um die Zimt-Himbeere oder Rubus odoratus und gehört zur Familie der Rosengewächse. Wer es genauer wissen wil: hier gibt es einen Link zu einer Wikipediaseite über die Zimt-Himbeere.
Nach Rosenduft nun eine schicke Wanze – genauer bestimmen konnte ich sie bisher nicht. Ich würde ihr sicher
den Namen Pfeilspitzenwanze geben oder Kreuzwanze. So ein bisschen erinnert die Zeichnung auf dem
Rückenschild ja an die einer Kreuzspinne.
Jede Menge Hummeln, Bienen und Schwebfliegen waren unterwegs, außerdem liebestolle Käfer und . . .
. . . und diese (veränderliche) Krabbenspinne, mit der ich mir den Kampf um die größere Ausdauer geliefert
habe. Sie war kaum zu fotografieren. Kaum fiel der Kameraschatten auf sie, war sie schon wieder weg.
Veränderliche Krabbenspinnen (Misumena vatia) sind interessante Tiere. Mir fiel sie wegen ihrer weißen Farbe auf, die sie (nur das Weibchen) aber total verändern kann – daher der Name. Und dann fand ich ihre vier Vorderbeine interessant, die länger sind als die hinteren und die sie immer paarweise zusammen hielt, dass sie wie Flügelchen wirkten. Das Foto ist ein Makro, die Spinne ist in Wirklichkeit kleiner. Auf dem Bild ist ein Weibchen zu sehen, die Männchen sind grundsätzlich gelb.
Apropos gelb – auch diese Pflanze kenne ich nicht:
Während die rosenähnliche Pflanze oben allerdings zu einer Anpflanzung gehört, also durchaus exotisch sein kann, ist das hier eine wildwachsende Ruderalpflanze, die kerzenförmig in die Höhe wächst und dicht stehende, sehr kleine gelbe Blüten hat. Nachtrag: Es könnte sich um das Echte Labkraut (Galium verum) handeln.
So – das war’s. Morgen gibt es dann die Kunst dazu.



