Archiv für den Tag: 8. Juli 2012

Natur, Natur

. . . immer lockt uns nur, die Stimme der Natur. Ich fürchte, ich hatte diese Überschrift schonmal. Das Lied ist so eine Erinnerung an wilde Zeiten in Berlin, Insterburg & Co und was weiß ich, wer sonst noch. Es gibt Ohrwürmer, die bleiben für immer. Hah! – gerade mal gegoogelt – genau am 18. April 2009 hatte ein Beitrag im damaligen Blog genau diese Überschrift mit einer fast identischen Erklärung dazu. Das ist der Hammer!

Also – was wollte ich schreiben? Genau – nachdem das Wetter am Nachmittag etwas besser wurde, bin ich doch nochmal losgezogen, um morgen nicht wieder Bilder aus dem Archiv zeigen zu müssen. Frankfurts reiche Nachbarstadt Eschborn war erneut mein Ziel. Diesmal bin ich gar nicht erst nach Eschborn hinein, sondern gleich links Richtung Arboretum abgebogen und dann in ein relativ neues Büro- und Gewerbegebiet hinein, das zu meinem nicht geringen Erstaunen laut Ortsschild zu Schwalbach gehört. Na, wie auch auch immer, dort gab’s nicht nur Kunst sondern auch noch viel Natur, die man in den älteren Gewerbegebieten mit den hohen Glaspalästen nicht mehr findet. Leider war es immer noch sehr stürmisch, so dass meine Ausbeute an scharfen Blümchen- und Insektenfotos mager ist. Aber ein paar habe ich trotzdem mitgebracht und die gibt es nun hier. Der Gartenblog hat heute schon seine Blümchen bekommen!

Ein Teich mitten in den Wiesen – sehr überraschend. Man sieht ihn erst, wenn man fast schon reingefallen ist.

Wildrose – immer wieder schön. Wenn ich Wildrosen fotografiere, denke ich immer an Ocean.
Ich glaube, sie liebt diese Rosen besonders.

Zusammen mit den weißen Wildrosen diese mir völlig unbekannte Pflanze. Die Blüte sieht auch ein bisschen aus
wie eine Rose, aber die Blätter sind groß und fingrig, fast wie Ahorn- oder Kastanienblätter.

Hier mal nur die Blätter. Weiß jemand, was das für eine Pflanze ist?

Nachtrag: Dank Gabi von der Gartendatenbank weiß ich es nun: es handelt sich um die Zimt-Himbeere oder Rubus odoratus und gehört zur Familie der Rosengewächse. Wer es genauer wissen wil: hier gibt es einen Link zu einer Wikipediaseite über die Zimt-Himbeere.

Nach Rosenduft nun eine schicke Wanze – genauer bestimmen konnte ich sie bisher nicht. Ich würde ihr sicher
den Namen Pfeilspitzenwanze geben oder Kreuzwanze. So ein bisschen erinnert die Zeichnung auf dem
Rückenschild ja an die einer Kreuzspinne.

Jede Menge Hummeln, Bienen und Schwebfliegen waren unterwegs, außerdem liebestolle Käfer und  . . .

. . . und diese (veränderliche) Krabbenspinne, mit der ich mir den Kampf um die größere Ausdauer geliefert
habe. Sie war kaum zu fotografieren. Kaum fiel der Kameraschatten auf sie, war sie schon wieder weg.

Veränderliche Krabbenspinnen (Misumena vatia) sind interessante Tiere. Mir fiel sie wegen ihrer weißen Farbe auf, die sie (nur das Weibchen) aber total verändern kann – daher der Name. Und dann fand ich ihre vier Vorderbeine interessant, die länger sind als die hinteren und die sie immer paarweise zusammen hielt, dass sie wie Flügelchen wirkten. Das Foto ist ein Makro, die Spinne ist in Wirklichkeit kleiner. Auf dem Bild ist ein Weibchen zu sehen, die Männchen sind grundsätzlich gelb.

Apropos gelb – auch diese Pflanze kenne ich nicht:

Unbekannte Pflanze, gelb

Während die rosenähnliche Pflanze oben allerdings zu einer Anpflanzung gehört, also durchaus exotisch sein kann, ist das hier eine wildwachsende Ruderalpflanze, die kerzenförmig in die Höhe wächst und dicht stehende, sehr kleine gelbe Blüten hat. Nachtrag: Es könnte sich um das Echte Labkraut (Galium verum) handeln.

So – das war’s. Morgen gibt es dann die Kunst dazu.

 

Denglisch

. . . bezeichnet bekanntermaßen einen deutsch-englischen Mischmasch in unserer Sprache, den vor allem einige Promis gerne von sich geben, die damit ihre Weltgewandheit zur Schau stellen wollen. Wie sprecht ihr eigentlich englische Begriffe aus, die euch beispielsweise in eurer Kindheit noch nicht geläufig waren? Oder anders gesagt – es gibt für mich Wörter, die ich von Kindheit an nicht in perfektem Englisch ausspreche und eigentlich sehe ich auch nicht ein, dass ich mittlerweile aus  A r i z o n a  “Aerisona” machen soll. Es sei denn, ich bin in den USA unterwegs und spreche dort komplett Englisch. Genau das veranlasste heute unseren jüngeren Sohn (der inzwischen Anglistik und Amerikanistik studiert) zu einem “also Mutter” *gg*. Okay, ich sage zu Utah auch nicht “Uta” sondern schon “Jutah”, aber ich weiß erst seit Kurzem, dass sich Arkansas etwa wie  “Oakensoa” ausspricht und auf der ersten Silbe betont wird. Kalifornien ist hingegen ein deutscher Begriff und kein Mensch sagt in Deutschland deshalb “Kaeliforniae”.

Ich schätze, ich werde weiterhin Arizona sagen, aber vermutlich ins Schleudern geraten, wenn es um Arkansas geht. Blöd will frau ja auch nicht aussehen. Früher hat sich kein Tagesschausprecher verbogen um “Mexiko” richtig auszusprechen, heute gehört es zum guten Ton und für mich hört es sich manchmal nach Halskrankheit an. Engländer sprechen jeden deutschen Begriff englisch aus, Franzosen vermutlich auch. Nur wir Deutschen bekennen uns nicht dazu. Das ist doch wirklich doof. Da sagen wir einerseits zwar zu Mallorca “Majorca” aber schon die Paella wird bei den meisten wieder zu “Paelja” – ein “L” brauchen wir noch. Ach ja – gebildet auszuschaun ist schon schwer . . .

Regensommer

Zwischen Knall – und Wundertüte rangiert bei mir inzwischen dieser Sommer 2012. Gestern Abend war es noch so schön, ich bin gegen 21 Uhr nochmal mit der Gießkanne rumgelaufen und dachte, nun ist der Sommer ja doch da. Heute Nacht hingegen muss es wieder geschüttet haben wie aus Eimern . . .  bitte HIER weiterlesen (Gartenblog).

* * *

Und weil morgen schon wieder Montag ist – hier wieder die Erinnerung an:


KbkM – 28. Woche

Habt ihr noch Bilder? Ich werde mal wieder im Archiv kramen müssen.