. . . oder Beides und noch was Anderes dazu? Da unser Wetter ja so grandios ist, dass man kaum Lust auf Ausflüge, Schwimmbad oder Gartenarbeit hat, ich mich außerdem einigermaßen schlapp fühle und Fenster putzen auch keine erstrebenswerte Alternative ist, habe ich mich mal wieder mit den bekannten und eher unbekannten Fotobearbeitungs- bzw. Grafikprogrammen auseinander gesetzt. Im Prinzip finde ich mein Photoshop Elements 10 schon klasse, aber dann frage ich mich doch immer wieder, warum soviele Leute das große Photoshop besitzen, obwohl sie es auch nur im Hobbybereich nutzen. Immerhin kostet es satte 1000 Euro. Auch Lightroom war mir bislang immer wieder untergekommen, aber ich konnte mir darunter nicht wirklich etwas darunter vorstellen.
Also habe ich mich mal im Internet kundig gemacht und bin zu dem Schluß gekommen, dass das große Photoshop für mich wahrlich keine Alternative ist, Lightroom auch nicht. Aber wenn man weiß, was Elements nicht kann, sucht man weiter. Da gibt es beispielsweise das Mal- und Zeichnenprogramm “ArtWeaver” und “InkScape” für Vektorgrafiken. Letzteres finde ich sehr interessant, weil PSE damit nichts am Hut hat. Ich stelle immer wieder fest, dass die Uraltversionen von Paint Shop Pro oder Photo Impact, die es vor 10 Jahren mal gab, eine Menge mehr anboten als die heutigen Versionen.
Aber da ist ja immer noch GIMP. Und nachdem ich mich eingehend mit der neuesten Version beschäftigt habe, ist es nun doch wieder auf meinem Laptop gelandet. GIMP ist im Grunde Photoshop for FREE. Richtig gut finde ich, das die aktuelle Version endlich auch auf einer 1-Fensteroberfläche betrieben werden kann, obwohl ich die schwebenden Fenster gar nicht mehr so blöd finde. Dennoch, irgendwie ist mir die von PSE gewohnte Oberfläche lieber. Man muss das übrigens einstellen! Direkt nach dem Download hatte ich wieder die schwebenden Fenster und war erstmal etwas sauer. Wer das Problem auch hat: Unter dem Reiter “Fenster” kann man ganz unten Einzelfenstermodus anklicken. Was gleichzeitig bedeutet, dass man es auch wieder ändern kann.
Natürlich unterscheidet sich GIMP gewaltig von PSE, aber – und das wusste ich auch nicht – auch das große Photoshop ist angeblich erheblich anders aufgebaut als Photoshop Elements – na dann . . .
Nun heißt es wieder lernen, aber Zeit genug habe ich ja. Okay, gerade brennt wieder die Sonne zum Fenster herein, aber das tat sie heute schon mindestens zehnmal. Und danach hat es gleich wieder geschüttet wie aus Kübeln. Ich werde versuchen meine nächsten Fotos mit GIMP zu bearbeiten und euch zu berichten, wie ich damit klar komme.
Es ist jedenfalls interessant das im Internet verfügbare Handbuch durchzuackern – mühsam aber wirklich gut. Natürlich am besten bei geöffnetem Programm, sodass man alles gleich ausprobieren kann.
Was ich in der letzten Zeit erst so richtig kapiert habe, ist, dass ich zum Ausdrucken von Fotos unbedingt die kameraseits vorgebene dpi oder ppi-Zahl auf 300 dpi einstellen muss. Meine Bridge gibt die Fotos mit 72 dpi aus, die Lumix mit 180 dpi. Für richtig große Fotoausdrucke ist das natürlich zu wenig, für’s Web ist es hingegen egal. Dagegen ist es wohl heutzutage nicht mehr gar so wichtig, ob man die Fotos im RGB oder im CMYK Farbmodus für’s Drucken vorbereitet. Früher hieß es immer, wenn (professionell) drucken, dann muss es der CMYK Modus sein. Den haben aber praktisch die kleineren Bildbearbeitungsprogramme alle nicht, noch nicht mal GIMP.