
Da ich inzwischen schon wieder bei einem Klassiker bin – Sturmhöhe – hier erstmal eine kurze Besprechung von Rotkäppchen Syndrom. Bisher waren meine Erfahrungen mit den ganz billigen Kindleausgaben, die oft im Eigenverlag erschienen sind, nicht so doll (von Ausnahmen wie Rabenblut drängt mal abgesehen), aber mit “Rotkäppchen Syndrom” von Peter Nimtsch habe ich einen Glücksgriff getan. Das Buch ist ein echt gut geschriebener Krimi, hier kann man sich auf die Bewertungen bei Amazon verlassen ( Durchschnitt 4 1/2 Sterne).
Im Buch wird die Problematik eines aus einem Tierpark entlaufenen Wolfes aufgegriffen, die – ebenso wie die neuerdings aus dem Osten einwandernden Wildtiere – in der Bevölkerung für Angst und Schrecken sorgen. Hier verschwinden zudem zwei Kinder/Jugendliche und ein Dritter benimmt sich reichlich seltsam. Als schließlich Leichteile auftauchen, scheint es dann auch für Viele klar, das war der böse Wolf. Am Ende wissen wir mehr – ich will nicht allzu viel verraten. Der sehr mysteriöse Anfang – Herr der Ringe Fans wissen zumindest mit den Namen etwas anzufangen – ist eigentlich überflüssig und soll vermutlich für zusätzliche Spannung sorgen. Das ist so ein Kunstgriff, den ich als mehr gewollt denn gekonnt bezeichnen möchte, aber der weitere Ablauf ist dann schon gut geschrieben. Ob sich allerdings ein Zehnjähriger aus einer relativ normalen Familie sprachlich Erwachsenen gegenüber so verhalten würde, wie Lukas es in diesem Buch tut, wage ich zu bezweifeln und hoffe mal für die Kids von heute (und für ihre Eltern), dass dies nicht die Regel ist.
Fazit: Ich vergebe 4 von 5 Sternen
und behaupte mal, der Krimi ist für 99 Cent allemal aber auch darüber hinaus zu empfehlen. Er ist übrigens keineswegs blutrünstig, was ich als angenehm empfinde.