KBKM #6
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Ich bin ein großer Fan von Glaskunst, am besten im Jugendstil. Aber ich kann mich genauso für schöne Kirchenfenster und Ahnliches begeistern. Deshalb habe ich heute einige Beispiele zu diesem Thema zusammengetragen.
Dieses Motiv stammt von der “Berkeley” einer Dampfschifffähre von 1898 im Maritime Museum von San Diego.
Okay – es ist ein Freilichtmuseum, insofern bin ich gerade ein bisschen inkonsequent.
Wenn schon – denn schon . . . von der selben Fähre (auch im Logo steckt eines dieser Fenster)
Dafür kommt hier ein Kirchenfenster aus San Francisco – es war eine kleine, unscheinbare Kirche
mit wunderschönen Glasfenstern.
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Und hier nochmal sehr geradliniger Jugendstil (Bahnhof von Bad Nauheim)
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Ich bin schon auf eure Beiträge gespannt.
KBKM #1
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Auf geht’s mit dem neuen Projekt “Kunst braucht kein Museum”. Für den Anfang komme ich heute mit einem Schmankerl – das wird’s nicht immer geben. Ich habe mir das Hundertwassergebäude in Bad Soden auch deshalb ausgesucht, um nochmal etwas zum Thema Urheberrecht zu schreiben. Als Blogger betreiben wir eine Art von Journalismus, verdienen damit aber im Allgemeinen nicht unsere Brötchen. Wir sind also Privatpersonen, die ein Hobby betreiben. Trotzdem können wir mit dem Gesetz – sprich Urheberrecht - in Konflikt geraten, vor allem wenn wir in Deutschland wohnen. Ist euch ja sicher nichts Neues, dass es die Deutschen mit Allem übergenau nehmen. Das Hundertwasserhaus in Wien ist seit Jahren ein typisches Streitobjekt, zu dem es aber inzwischen eindeutige gesetzliche Stellungnahmen gibt. Es ist urheberrechtlich geschützt, aber es gibt für den Normalbürger eine Ausnahme von der Regel. Diese Ausnahme heißt Panoramafreiheit. Solange ihr ein Kunstwerk ebenerdig, vom öffentlichen Raum aus fotografiert (und damit kein Geld verdient), ist alles in Ordnung. Es bleibt eine Art Laienfoto mit stürzenden Linien oder verzogener Perspektive – auch wenn ihr die mit z.B. Photoshop gerade rückt. Einem Fotografen, der hingegen mit Hilfsmitteln einen erhöhten Standpunkt einnimmt oder sich aus dem öffentlichen Raum hinaus begibt (z.B. aus einem höheren Stockwerk eines gegenüberliegenden Hauses fotografiert), werden automatisch gewinnbringende professionelle Absichten unterstellt. Er verletzt dann das Urheberrecht.
Zitat: Maßgeblich ist das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte:
§ 59 UrhG – Werke an öffentlichen Plätzen
„(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.“
Quelle: Wikipedia
In diesem Sinne betone ich, dass meine Bilder ausschließlich im öffentlichen Raum entstanden sind, sprich von den Fußwegen im und rund um den Bad Sodener Quellenpark aus.
Linker Turm des Hundertwasserhauses von vorne – Eingang
Turmdetail, vom Quellenpark aus
Balkondetail, vom Quellenpark aus
Die muss neu sein: eine Litfaßsäule im Wilhelmspark, die im Stil dem Haus angepasst wurde.
Zitat: “Für Hundertwasser war Malerei eine religiöse, meditative Bestätigung, Architektur dagegen harte Realität, die Wind und Wetter standhalten musst. Er nannte seine Bauwerke eine Wiedergutmachung an der Natur und schloss „einen Friedensvertrag zwischen der Natur, der menschlichen Kreativität und der Architektur”, indem er versuchte, durch begrünte Dächer der Bodenversiegelung entgegenzuwirken. Insgesamt haben die Dachgärten, in denen auch Bäume wachsen, eine Fläche von 3.500 Quadratmetern.” Quelle: Stadt Bad Soden
Eisig
Es wird doch wohl nicht Winter werden? Während unser Außenthermometer immerhin noch +5°C zeigt, waren es am Main unten eben gefühlte – 5°C, wenn’s mal reicht. Ein bisschen Sonne gegen 15 Uhr hat mich zu einem Spaziergang am Main verlockt. Bis ich dort war, war die Sonne wieder weg und es wehte ein eiskalter Wind. Wenn ich nicht gerade fotografiert habe, habe ich die Hände tief in die Manteltaschen gesteckt und mir die gefütterte Kapuze über den Kopf gezogen. Es wird wohl Zeit für Handschuhe, Schal und Mütze. Windig bis stürmisch ist es nun überhaupt und möglicherweise wird’s in der Nacht Schnee geben. Wäre ja auch mal an der Zeit.
Mein Auto habe ich unten am großen alten Kohlekran unterhalb der Leunabrücke geparkt, wo vor ein paar Monaten das neue Süwaggebäude fertiggestellt wurde. Die Süwag ist einer der beiden großen regionalen Energieversorger. Der andere ist die Mainova (nur dass niemand denkt, ich mache hier Schleichwerbung). Vom Parkplatz führt eine große Freitreppe zum Gebäude, es ist alles sehr offen gestaltet, ganz anders als früher. Ich bin natürlich mal die Treppe hoch und dachte mir, ich guck mal nach “Kunst am Bau” – für’s neue Projekt. Das war aber Fehlanzeige. Nix mit Kunst :-( Aaaaaber: man kann nun auch die wunderbare Vorderseite des alten Umspannwerkes wieder bewundern (oder überhaupt, ich weiß nicht, ob das vorher jemals zugänglich war). Nun führt ein Weg daran vorbei, der im Brüningpark gegenüber dem Neuen Schloss endet. Diese Bilder wären an sich schon was für mein neues Projekt *gg*, aber ich zeig mal eins davon, damit ihr wisst, was für mich Alles unter “Kunst braucht kein Museum” fällt:
Alte Kraftwerksgebäude mit Bemalung aus der Zeit des Jugendstils
> KBKM < kann also auch ein Architekturdetail sein
Ich habe mich dann am Main entlang gebibbert, hier und da ein Foto geschossen, aber diese ganzen Stadtmauer-Schlossturm-Justinuskirche-Bilder kennt ihr ja. Ich habe allerdings mal eine Ansicht von der Westfassade des Neuen Schlosses, das ich so noch selten gezeigt habe. Ganz rechts sieht man dann wieder den Turm vom Alten Schloss.
Bitterkalt und die Sonne geht schon wieder unter – an der Wörthspitz’
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Boah – inzwischen stürmt’s und regnet es hier. Bin froh, dass ich im Warmen und Trockenen sitze. Noch ein paar Grad weniger und da wird Schnee draus. Ich wünsche euch einen gemütlichen Abend.
GEO – “O”
. . . und schöne Momente. Heute versuche ich mal wieder zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, sprich: mit den selben Bildern zwei Projekte zu bedienen. Mit dem GEO – Projekt hinke ich ja auch gewaltig hinterher, Quizzy möge es mir verzeihen. Aber heute bringe ich endlich meinen Beitrag zum Buchstaben “O”, und der ausgiebige Spaziergang brachte dann auch die “Schönen Momente” für Katinka. Wobei Weihnachten mit der Familie an sich ja schon viele schöne Momente lieferte, die aber nicht alle mit der Kamera festgehalten wurden und auch nicht unbedingt bloggeeignet sind.
Beitrag für den Buchstaben “O” & Schöne Momente
Heute war ich also in “Orschel” unterwegs, will auf hochdeutsch heißen Oberursel. Oberursel ist die zweitgrößte Stadt im Hochtaunuskreis, war in diesem Jahr Austragungsort des Hessentages und besitzt eine zauberhafte Altstadt. Oberursel ist bekannt für seine vielen Brunnen und den Mühlenwanderweg. Wenn man auf die kanalisierten Wasserläufe trifft, so ist das keine moderne Sünde sondern man bediente sich dadurch bereits im Mittelalter der Wasserkraft. Diese Kanäle heißen auch Werkgräben. 1444 besaß Oberursel aufgrund seiner vielen Mühlen und der damit für den Landesherren bedeutenden Steuerabgaben bereits das Stadtrecht und konnte gegen Ende des 15. Jahrhunderts dreizehn Mühlen benennen. Ebenso gab es Schmiede- und Sensenhammer, also reichlich Handwerksbetriebe, die die Wasserkraft nutzten.
Der Marktplatz mit St. Ursula im Hintergrund
In Oberursel geht man stetig bergan (oder bergab – je nachdem), aber es sind sanfte Anstiege. Überragt wird die Stadt von der katholischen Kirche St. Ursula.
Ausstellungsstück “Sensenhammer” – wo sich 1850 noch eine Ölmühle befand, entstand ein Betrieb (Hammerwerk)
der Sensen herstellte. Die Herstellung wird hier dokumentiert.
Blick auf ein Stück Stadtmauer mit St. Ursula – ganz links das große Fachwerkhaus ist die frühere Herrenmühle
Die Herrenmühle aus dem 15. Jahrhundert war eine sog. Bannmühle. Der von Friedrich Barbarossa erlassene Mühlenzwang sicherte den Grundherren das alleinige Recht zum Bau und Betreiben einer Mühle zu. Er verpflichtete alle Untertanen eines Grundherrn, ihr Getreide ausschließlich dort (in der Kameralmühle oder Bannmühle) mahlen zu lassen und sicherte somit dem Müller über Jahrhunderte gleichbleibende Einkünfte.
Einer der markantesten Brunnen an einer inzwischen eher unattraktiven Stelle (Parkplatz) ist der Waschfrauenbrunnen. Hier war früher die Oberurseler Bleiche. Wegen des sauberen Wassers kamen im Mittelalter angeblich sogar Frankfurter Wäscherinnen hierher, um ihre Wäsche zu waschen. Das halte ich allerdings für ein Gerücht. Wie hätten die denn damals von Frankfurt nach Oberursel kommen sollen?
Noch eins von vielen idyllischen Eckchen . . .
. . . und einen Blick in das Innere von St. Ursula
Interessant fand ich, dass sich der Altarraum in dieser Kirche nicht in gerader Linie mit dem Mittelgang der Kirche befindet sondern ein bisschen nach links ausgerichtet ist. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber man hat ihn direkt im Blick, wenn man die Kirche, wie ich es getan habe, durch den seitlichen Eingang betritt. Es ist allerdings bekannt, dass sich auf dem Boden der Kirche bereits eine ältere Kirche befunden hat, die man aus Kostengründen im 15. Jahrhundert in die neue Kirche integrierte. Das soll zu bestimmten Unregelmässigkeiten im Grundriss geführt haben. Für die Bürger von Oberursel war damals (1479) der hohe Wacht- und Glockenturm das Wichtigste am Neubau.
So, ich denke, das sollte für das “O” mal reichen, obwohl ich trotz des trüben Wetters reichlich Fotos gemacht habe. Aber am Mittwoch ist ja auch noch – zum letzten Mal – Schmiedekunstmittwoch, da gibt es auch noch ein paar Bilder. Solltet ihr mal in den Taunus kommen, lasst euch die hübsche Altstadt von Oberursel nicht entgehen. Und nun werde ich euch heimleuchten ;-)
Weihnachtsessen
Wisst ihr schon, was ihr an Weihnachten essen bzw. kochen wollt? Ich habe mich gerade für dieses Gericht als Hauptspeise entschieden: Filetplatte mit Kroketten di Parma. Das dürfte uns allen schmecken und ist auch nicht zu zeitaufwändig.
Nun überlege ich noch, was ich an Heiligabend serviere. Traditionell haben wir da eigentlich immer was mit Lachs oder Scampis oder Muscheln. Irgendwas in der Richtung wird’s wohl auch diesmal wieder werden. Ich tendiere zu Bandnudeln mit Lachs und einem Salat. Oder was Kaltes und ein leckeres Süppchen davor. Kommt dieses Jahr ein bisschen auf’s Wetter an. Wenn ich mir die Vorhersage so angucke, werden die Temperaturen ab Anfang nächster Woche dann doch mal nach unten gehen.
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Aktuelles Google – Doodle
Ich hab’s entfernt. Hatte zwar mit Google deshalb noch nie Probleme, aber in diesem Fall könnten die von den Hundertwassererben kommen oder wer auch immer da in Magdeburg wild auf’s Genehmigen ist. (Siehe Kommentar von Brigitte.) Aber ich kann euch stattdessen ein eigenes Foto vom Bad Sodener Hundertwasserhaus zeigen.























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