Kategorie-Archiv: Befindlichkeiten

Gedanken ordnen

. . .  muss ich heute.

Zunächst mal: es gibt einen Blog, den ich sehr schätze, und der sich als Motto Folgendes gewählt hat:

Ich sehe – ich lese – ich höre – ich denke selbst

Das ist es, was ich mir für alle Blogs und für mich selbst wünsche würde. Moni, ich hoffe du verzeihst mir, dass ich deinen Bloguntertitel hier so einfach zitiert habe. Dich hier verlinkt zu haben, war leider ein Fehler – sorry!

Gestern trafen zwei Ereignisse aufeinander, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben und dennoch zusammen passen. Da war einmal mein Beitrag zu dieser Flashmobgeschichte, dessen Überschrift inzwischen vermutlich aufgrund meines posts abgeändert wurde in Gedankenkette – immerhin. Was ich dazu zu sagen hatte, bleibt für mich dennoch aktuell:

  • wenn ich unbedingt im Internet öffentlich etwas verbreite, dann sollte ich dazu stehen (Beispiel Impressum, das immer noch in vielen Blogs fehlt) und wenn ich als Leser glaube mich dranhängen zu müssen, dann sollte ich es hinterfragen dürfen und das auch tun.
  • wenn ich etwas persönliches verkünden möchte, das nicht für die Allgemeinheit gedacht ist, dann ist ein öffentlicher Auftritt im Internet doch eher fehl am Platz. Warum dann nicht lieber eine Email schreiben oder ein Telefonat führen?

Interessant ist übrigens, dass ich in meinem Beitrag nur den Blog verlinkt habe, von dem der Flashmobbeitrag offenbar ausging, ich aber heute in einem anderen Blog mächtig angegriffen werde, unter anderem mit diesem Satz:

Exxx, man/frau muss nicht immer alles verstehen aber ein wenig Akzeptanz in Bloggersdorf wäre nicht schlecht!

Nun, da wären wir ja genau wieder bei meinem Problem – oder nicht? Ich lese, ich denke selbst – ich möchte verstehen!

Geht es dir gegen den Strich, dass du nicht Bescheid weißt?

Und es wäre wohl ganz nützlich, wenn man in der Welt öfter mal “Bescheid wüsste”.

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Nun aber zu dem, was gestern noch dazu kam:

Nicht nur mit meinem gestrigen Beitrag sondern bereits öfter habe ich mich kritisch zu Dingen geäußert, für die ich von Anderen dann massiv angegriffen wurde. Ich gehöre also nicht zu den Bequemen, eher im Gegenteil. Und solche Menschen sind natürlich denen ein besonderer Dorn im Auge, die am liebsten Mitläufer haben. So passte es dann auch gestern wie die Faust auf’s sprichwörtliche Auge, dass ich plötzlich  Gedankengut aus der ultrarechten Ecke in den Kommentaren vorfand. Und als ich die dann gelöscht hatte, gab es plötzlich Kommentare unter meinem Namen und mit meiner Emailadresse in anderen Blogs.

Manche dieser Kommentare sind raffiniert, weil man zunächst gar nicht merkt, was da eigentlich passiert. Mein Blog war bislang nie auf Moderation eingestellt. Es genügte, dass ich einmal einen Kommentierenden freigeschaltet hatte, damit er/sie anschließend ungeprüft kommentieren konnte. Es ist also anscheinend eine prima Idee, unter fremdem Namen in irgendeinem Blog zunächst einen harmlosen Kommentar freischalten zu lassen, um dann später ungeprüft die eigentlichen Botschaften unter diesem falschen Namen zu verbreiten. Aufgefallen ist mir das, als ich bei mir im Blog dann zwei Kommentare von Herrn und Frau Momo vorfand, die sich auf einen angeblichen Kommentar von mir in ihrem Blog beriefen. Gestern dachte ich noch, dass sie mich mit einer anderen Elke verwechselt hätten, heute morgen machte es dann “Klick”! Da hatte tatsächlich jemand mit meinem Namen und Emailaddy kommentiert – Schwachsinn aber durchaus harmlos. Nur sollte das vermutlich auch erst der Anfang sein – ein bequemes Reinkommen ins Kommentarfeld. Herr und Frau Momo sind allerdings sensibilisiert und moderieren inzwischen auch. Herr und Frau Momo legen Wert darauf festzustellen, dass sie nicht erst durch mich sensibilisiert wurden. Sorry, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.

Was tun? Ich habe nun diesen Blog auch erstmal auf Moderation umgestellt und werde das mit meinen anderen Blogs auch noch tun, sofern das notwendig wird. Gegen die kriminelle Verwendung meines Namens und meiner Emailadresse kann ich zunächst mal nichts tun außer die Emailaddy zu löschen und Anzeige zu erstatten.

Nochmal meine Bitte: wenn ihr seltsame Kommentare unter meinem Namen bekommt, meldet mir das bitte und löscht sie sofort. Ich erwäge im Moment auch, selbst überhaupt nicht mehr zu kommentieren bis dieser Spuk hoffentlich irgendwann vorbei ist. Dann weiß man wenigstens, dass von mir nichts mehr kommt. Oder ich lege mir eine neuen Emailaddy zu. Wie wäre es mit “gegenrechts@mainzauber.de”?

 

 

Herdentrieb

Ich versteh’s einfach nicht. Da komme ich gerade auf einen Blog aus meiner Blogroll und finde einen Beitrag unter dem Titel “Flashmob in Bloggersdorf”. Der Beitrag ist offenbar rebloggt von einem anderen Blog und man wird gebeten ihn ebenfalls weiter zu verbreiten, keine Nachfragen zu stellen und die Kommentarfunktion auszuschalten. Und tatsächlich lassen sich reihenweise Blogs darauf ein.

Geht’s noch Leute? Oder hat euch jetzt allen die Hitze das Hirn verdreht? Gut – es steht nichts in diesem Aufruf drin, das augenscheinlich verwerflich oder ehrenrührig ist. Stattdessen ist von trauriger Wahrheit die Rede und von einer, die auszog das Fürchten zu lernen und nun unsere guten Gedanken braucht. Und jeder soll sich dazu denken, was er will. Na großartig!

Für mich gehört das in die Schublade “Kettenbriefe” und Aktionen im Schneeballsystem, wo sich Menschen manipulieren lassen ohne wissen zu wollen, worum es eigentlich geht. Kadavergehorsam ist ein böses Wort dafür.

Wikipedia schreibt zum Begriff Flashmob: “Der Begriff Flashmob (englisch: Flash mob; flash = Blitz; mob [von mobilis beweglich] = aufgewiegelte Volksmenge, Pöbel) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun.”

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Buchbesprechung

 

Mal schnell eine Besprechung des BuchesIm Labyrinth der Fugger” von Rebecca Abe, das ich mir vor ein paar Tagen auf den Kindle geladen habe.

Ganz ehrlich: Ich fand es enttäuschend. Ich kann immer wieder nur feststellen, dass ich doch irgendwie andere Maßstäbe an einen guten (historischen) Roman lege, als viele andere Amazon Rezensenten. Dort ist diese Buch fast durchweg gut beurteilt worden. Die Kaufmannsfamilie Fugger aus Augsburg hat mich spätestens seit den 1980er Jahren interessiert, als ich zum ersten Mal in Augsburg war.

Bei Amazon heißt es zum Buch: “Ein Renaissance-Thriller auf den Spuren von Anna Jakobäa Fugger, die sich von einer künstlerisch begabten Träumerin zu einer eigenwilligen, starken Frau entwickelt und ein verbrecherisches Komplott innerhalb der eigenen Familiendynastie aufdeckt. Beste Unterhaltung für Fans spannender Historienromane!”

Zunächst hat mir der Schreibstil überhaupt nicht gefallen, dem Roman fehlt eine Struktur. Häppchenweise bekommt man in extrem kurzen Kapiteln, die von einem Schauplatz zum anderen hüpfen, Personen und sicher historisch gut recherchierte Scheußlichkeiten des ausgehenden Mittelalters (oder besser der beginnenden Neuzeit) präsentiert. Die wenigstens Personen wurden mit einem wirklich nachvollziehbaren Charakter ausgestattet, als dass sie für mich als Gestalten lebendig werden konnten. Der historisch verbürgte Pater Canisius stellt da eine der wenigen Ausnahmen dar. Selbst die weibliche Protagonistin Anna bleibt für mich eher blass. Ein echtes Format bekommt sie allenfalls ganz am Ende. Am besten gelingt es der Autorin noch dem Leser den Schmutz und Gestank dieser Zeit zu vermitteln. Aber schon seit Anne Golon und ihren Angeliqueromanen wissen wir, dass sich die feinen Herrschaften in Schlössern hinter Spiegeln und in sämtlichen Ecken erleichterten.

Obwohl ich “gut recherchiert” geschrieben habe, bin ich mir was die Sprache der handelnden Personen angeht, da alles andere als sicher. Es gibt zwar reichlich altertümliche Begriffe, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine gut erzogene Tochter der Fuggerfamilie (16. Jahrhundert!) Ausdrücke benutzt, die man vielleicht in unserem Jahrhundert suchen würde: da ist von einem “Breitarsch” der Nonne die Rede, von “verrecken” oder “katholischem Gesülze” und anderem mehr. Dann – völlig unvermittelt – fällt der selben Person ein, einen Fuhrknecht wie einen höher gestellten Adeligen anzusprechen:”Vollbringe ER es! Töte Er mich!” (So oder ähnlich, ich habe das Buch aus lauter Enttäuschung schon wieder gelöscht.)

Nur weil ich aufgrund der großen Hitze dieser Tage zu wenig anderem fähig war, habe ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen. Ich empfand es als zäh wie Kaugummi, kein Vergleich mit den gerade gelesenen Hebammenromanen von Sabine Ebert.

Fazit: Ich vergebe hier Punkte höchstens für die historische Recherche: – eher weniger. Ich würde von diesem Buch abraten. Der Download bei Kindle kostet immerhin 9,99 Euro.  Das ist für dieses Buch eindeutig zuviel, zumal es auch schlecht lektoriert wurde. Grammatik- und Rechtschreibefehler sind mir ebenfalls aufgefallen.

Noch eine Überlegung, die sich mir aufdrängte, aber natürlich völlig haltlos sein kann: Rebecca Abe – klingelt es bei euch? Ich weiß inzwischen, dass diese noch recht unbekannte Autorin unter verschiedenen Pseudonymen schreibt, aber ich weiß nicht, ob das ihr richtiger Name ist. Da gibt es aber eine sehr bekannte und erfolgreiche Autorin von historischen Romanen: Rebecca Gablé . . .   ein Schelm, der Böses dabei denkt.

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✿˙·٠•●♥ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ♥●✿ Regen erwünscht ! ✿●♥ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ♥●•٠·˙✿

Mittlerweile verdichten sich bei uns die Wolken. Einige wenige Regentropfen sind schonmal runtergekommen, aber da kommt sicher noch was nach – wäre auch dringend nötig. Da ich seit Mittag auch drückende Kopfschmerzen habe und schwitze wie verrückt, warte ich nun auf ein reinigendes und abkühlendes Gewitter. Bei der gegenwärtigen der Qualität unserer Gewitter bin ich mir allerdings nicht so sicher, wie sehr ich mir ein solches wünschen soll.