Kategorie-Archiv: Familie

Wet pictures 12

Ein Projekt von Barbara

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“Vom Eise befreit . . . ” – nein, so ganz stimmt das noch nicht. Zwar finde ich am Main keine Eisschollen mehr, aber sowohl unser Gartenteich als auch der Liederbach sind noch keineswegs eisfrei. Gestern Nachmittag habe ich mal wieder einen Spaziergang am Liederbach entlang gemacht und dabei einige wenige Fotos gemacht – es war schon recht spät – und ein kleines Video gedreht. Es gibt noch Schnee und Eis auf dem Wasser, in erster Linie an den sehr schattigen Stellen. Aber der Bach rauscht und gluckert auch schon wieder. Ich kann das richtig genießen, denn bald wird er wieder unter Wassermangel leiden.

Links sieht man schon wieder das große Schneeglöckchenfeld

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Ich danke euch auch für euren lieben Worte. Mir geht’s an sich gut. Meine Schwiegermutter ist am Wochenende gestorben und das bringt etwas Aufregung mit sich. Es war nicht völlig unerwartet, sie war 98 Jahre und wurde in den letzen Monaten in jeder Hinsicht immer weniger, aber auch schwieriger. Fasching war natürlich der Termin, den niemand brauchen kann. Aber nun sind die meisten organisatorischen Probleme weitestgehend gelöst. Heute müssen wir im Kopf etwas umschalten, um meiner Schwägerin, die auch schon 72 Jahre alt wird, wenigsten einen schönen Geburtstag auszurichten. Zu Hause in Tübingen musste sie natürlich alles absagen, was sie schon geplant hatte. Aber so ist das nun mal. – Dass nun auch noch meine Augen-OPs untergebracht werden müssen, ist auch ziemlich doof, aber absagen geht nicht. Ich bin dann auch froh, wenn Alles vorbei ist. Der erste Termin ist jetzt am Donnerstag, also morgen, der zweite dann genau eine Woche später. Dann haben wir schon März und ich hoffe mal, dass ich im Frühling wieder gut genug sehe um all die schönen Blumen auch fotografieren zu können ;-)

Draußen ist auch heute wieder herrliches Wetter. Gestern war ich mal ein Stündchen im Garten und habe vor allem den trocken gelaufenen unteren Teich gesäubert. Das ist ganz praktisch, dass ich da trockenen Fusses drin rum stiefeln kann. Auch sonst gucken überall grüne Spitzen aus der Erde und die Krokusse blühen. Einige sehen allerdings sehr gerupft aus. Das sind die, die schon Ende Januar vor dem Eis geblüht haben. Auch die Vögel singen schon wieder wunderschön. Heute Morgen konnten wir Rotkehlchen singen hören.

Suchbild

Wo steckt das Kind?

Wir hatten heute einen richtig schönen Tag, der glatt als “Schöne Momente Herbst/Winter 2011” durchgeht. Zwar war das Wetter wieder herbstlich frisch und neblig, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Wir haben den Siebzigsten meiner Schwägerin (Frau meines Bruders) gefeiert. Wie bereits vor 10 Jahren wurde die Dame des Hauses überrascht, denn genau wie damals wollte sie eigentlich keine Feier. Diesmal hatte sie noch zusätzlich verkündet, dass sie niemanden im Haus haben wollte. Nun, das nimmt man nur bedingt ernst und macht dann was Anderes daraus. So ist das, wenn man fünf Kinder und inzwischen sieben Enkel hat, wobei die beiden jüngsten Töchter gerade auf Nr. 8 und Nr.9 warten. Die Fussballmannschaft ist bald komplett. Gefeiert wurde also in einem Vereinshaus, mit Riesenbüffet, wofür die vier Töchter ja schon bekannt sind. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, meiner Schwägerin natürlich auch. Sie ist ein Familienmensch und möchte halt nur den Anderen nie Arbeit machen. Ich habe mich gefreut, Menschen aus ihrer Verwandschaft wieder zu sehen, die weiter weg wohnen und die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und auch solche, die ich noch gar nicht kannte. Das Wetter war immerhin so, dass die Kids raus konnten und sich vor allem mit dem Zusammentragen von Laub, bauen eines großen Laubhaufens und letztendlich dem Hineinspringen vergnügten.

Ob 2 Jahre oder 12 Jahre – sie hatten alle ihren Spaß.

Mehr Familienfotos zeige ich nicht. Ich bitte um Verständnis.

Geburtstag

Pappsatt bin ich und es war ein schöner 75. Geburtstag meines Bruders. Nach drei gesundheitlich wenig schönen Jahren sowohl bei ihm als auch bei meiner Schwägerin sieht es im Grunde wieder recht gut aus. Und wenn man die Beiden so im Kreis ihrer fünf erwachsenen Kinder und sieben Enkel erlebt, so könnte man direkt auch wieder ein bisschen an eine heile Welt glauben. Keiner geschieden, alle vertragen sich und selbst ein ausgedehntes Abendessen mit sieben Kindern zwischen einem und 11 Jahren in einem Restaurant ist möglich, ohne dass die anderen Gäste das Weite suchen. Das Essen war übrigens großartig. Ich muss nur mal nachschlagen, welche Art Fisch ich da eigentlich als Hauptgang hatte. Tilapia – noch nie gehört, war aber lecker. Erst war ich ein bisschen skeptisch, weil ich den anderen “Mode”-Fisch, den Pangasius überhaupt nicht mag, aber der Tilapia war schmackhaft. So, mal gucken . . . aha, er gehört zu den Barschen. Serviert wurde er mit Reis, einer Art fettarmer Ratatouille, Scampis und einer leichten Schaumsoße. Davor hatte ich einen Salat mit leckeren Sprossen, als Dessert eine Kombination aus einem Schokotörtchen, Schokoeis und Crème brulée – von allem glücklicherweise nur kleine Portionen, sonst wäre ich noch an Ort und Stelle geplatzt.

Das Wetter war bei uns weitaus besser als befürchtet. Es war zwar ein paar Grad kühler als die letzten Tage, aber trocken und ab Mittag sonnig – also nix zu meckern.

Unter mancherlei anderen Geschenken bekam mein Bruder auch ein Fotobuch mit vielen Bildern rund um sein Leben. Und darin waren auch solche, auf denen ich drauf war wie dieses hier:

Mein Bruder mit knapp zwanzig, ich zwei und ein dreiviertel Jahr

Erst in letzter Zeit denke ich viel darüber nach, dass diese siebzehn Jahre Altersunterschied zwischen uns viel mehr ausmachen als nur eine Zeitspanne.  Er wurde ins “Dritte Reich” hineingeboren, ist im Zweiten Weltkrieg aufgewachsen mit all seinen Schrecken, hat dabei eine kleine Schwester verloren und eine Mutter erlebt, die den kleinen Jungen als Stütze brauchte.  Ich verbinde diese Zeit knapp zwanzig Jahre vor meiner Geburt oft nur mit der Generation meiner Eltern, weil später alles so anders war. Ich hatte zwar keine unbeschwerte Kindheit und Jugend und trotzdem war sie um so vieles besser als das, was mein Bruder erlebt hat. Je älter ich werde, um so dankbarer bin ich dafür.

Und dann bin ich beim Betrachten alter Fotos immer fasziniert von diesem Genpool einer Familie, der sich in den Gesichtern der Kinder wiederfindet. Man kennt das ja, dass es bei der Geburt eines Kindes oft heißt, er oder sie sieht aus wie die Mama oder der Papa. Aber ich stelle immer wieder fest, dass sich das ändert. Mal sehe ich im Gesicht meiner Jungs mehr von der Familie meines Mannes, dann wieder von der meiner eigenen. Mal ist es ein Ausdruck im Gesicht, denn man vom Bruder kennt, mal vom eigenen Vater oder gar einer Nichte, die eigentlich ganz anders aussieht. Jeder Mensch, jedes Kind ist eine ganz eigene Persönlichkeit und dennoch trägt man die Gene ganz vieler Menschen vor uns mit sich herum.

Tja – das waren jetzt tiefschürfende Gedanken und vermutlich sind sie nur für mich interessant. Aber Geburtstage wie dieser in einer großen Familie lassen bei mir immer mal wieder Überlegungen aufkommen, die ich sonst nicht tagtäglich anstelle. Und dann war ja mein Bruder auch immer ein bisschen Vaterersatz für mich. Ich hatte wenig von meinem Vater und wir haben ihn früh verloren. Ich glaube manchmal, meine  Mutter und ich haben den jungen Mann, der mein Bruder damals noch war, ganz schön gefordert? – überfordert? – wie auch immer.