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Ab 2.1.2012 neu:


Projekt Frau Waldspecht




Ein Projekt von Barbara

KbkM #21

Bitte eure Beiträge wie immer in den Kommentaren unter meinem Beitrag Nr.21 ab dem 21.5.2012

Dringende Bitte

Hat bei mir jemand aus dem Kommentarfeld heraus Probleme mit unerwünschten Mails? Dann bitte melden!

Rhein

Brücken 10

Ein Projekt von Barbara

Als eine der ersten Brücken des Brückenprojekts habe ich euch im Februar die Theodor Heuss-Brücke über den Rhein gezeigt, die unsere hessische Landeshauptstadt Wiesbaden mit dem rheinlandpfälzischen Mainz (ebenfalls Landeshauptstadt) verbindet.

Gestern war ich wie berichtet an der Mainspitze unterwegs – die Stelle wo der Main in den Rhein mündet – und dort überquert eine weitere Brücke den Rhein – ganz unspektakulär Mainzer Südbrücke genannt, manchmal auch Mainz-Gustavsburger Eisenbahnbrücke.


Sie war seit römischer Zeit die erste feste Brücke über den Rhein und die vierte Rheinbrücke, die in Deutschland errichtet wurde.  Als Eisenbahnbrücke wurde die Südbrücke zwischen 1860 und 1862 errichtet und am 20. Dezember 1862 in Betrieb genommen. Wie viele andere Brücken auch, wurde sie in den letzten Kriegstagen von Pionieren der Wehrmacht gesprengt, um die vorrückenden amerikanischen Truppen aufzuhalten. Amerikanische Pioniere errichteten daraufhin oberhalb der zerstörten Brücke eine eingleisige, teilweise hölzerne Behelfsbrücke, die „Franklin D. Roosevelt Memorial Bridge“. Die Südbrücke selbst wurde 1948/49 bereits wieder aufgebaut und verbindet gleich der Theodor Heuss Brücke die beiden Bundesländer Hessen und Rheinlandpfalz.

Wer etwas über die technischen Details wissen möchte, bitte HIER bei WIKIPEDIA nachlesen.

Hier fährt gerade ein Zug drüber – ist leider schlecht zu erkennen

Die Brücke besitzt noch zwei historische Brückentürme, die ich leider nicht selbst fotografiert habe. Das letzte Foto ist aus Wikipedia entnommen und darf von dort unter Namensnennung (under Common License) entliehen werden.

Was ich immer wieder sehr spannend finde, das sind die nachgewiesenen historischen Vorgängerbrücken in dieser Gegend. Es gibt bei Wikipedia eine Seite über die “Römerbrücke“, die sich etwa an der Stelle der Theodor Heuss Brücke befunden hat. Ich bin ja der absolute Archäologiefan und finde das Alles höchst interessant.

So – da ich meinen vorherigen Fotoblog aufgegeben habe, stelle ich hier eine Diaschau mit den früheren Brückenbilder aus meinem Picasa-Album rein. Projekte gibt es grundsätzlich nur noch hier oder im Gartenblog, wenn sie dorthin passen. Der neue Fotoblog zeigt nur noch einzelne Fotos ohne Text. Wenn ihr in die Diashow reinklickt, kommt ihr zum Picasa-Album, wo ihr euch die Bilder auch nochmal in größer ansehen könnt, wenn ihr wollt.


Main! Rhein! Donau?

Und gar noch die Moldau . . .  und das alles heute? O ja – ich war heute Nachmittag ganz und gar auf Wasser aus, während sich der Göttergatte im Tennisclub den letzten Sonnenstich holt und inzwischen wohl noch Oktoberfest feiert.

Mit Smetanas “Moldau” im Ohr – eine wunderbare Symphonie – bin ich Richtung Rhein gezuckelt. Aber nicht der Rhein als solcher stand heute auf meinem Programm sondern die “Mainspitze” bzw. die “Maaraue” beim Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim, also der Zusammenfluss von Main und Rhein. Die Mainspitze wird den beiden Orten Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim zugerechnet. [Das Durcheinander mit Wiesbaden und Mainz habe ich, glaube ich, schon oft genug erklärt. Sonst bitte bei Wikipedia nachlesen.]

Die Mainspitze ist die hintere Landzunge unter der Eisenbahnbrücke mit dem blauen Schild drauf. Das Schild weist auf die Main-Donau-Wasserstraße hin, der hier mit dem Kilometer 0,o km beginnt. An der Rheinpromenade gibt es noch eine Erklärung dazu, auf der man die Entfernungen auf dem Wasser von hier nach beispielsweise Bamberg (389 km), Wien (1038 km) oder bis zum Schwarzen Meer (2967 km ) ablesen kann.

Die vordere Spitze ist das Ende der “Maaraue“, einer langen, sehr schmalen Halbinsel, die sich von Mainz-Kostheim bis hierher durch den Main zieht.


Denkmal für die Schwertleite von Barbarossas Söhnen Heinrich und Friedrich im Park an der Promenade.
[Ich habe auch die Söhne fotografiert, aber Barbarossa reicht - oder?]

Kaiser Barbarossa hielt in Mainz-Kostheim (früher Copsistaino, dann auch Cufstain genannt) an Pfingsten 1184 einen großen Hoftag ab, der unter dem Namen Mainzer Hoftag bekannt wurde. Dieses Fest galt nach der sächsischen Weltchronik als die größte und prachtvollste Veranstaltung dieser Art in deutschen Landen. Zwei seiner Söhne wurden hier in den Ritterstand aufgenommen. Zwieschen 40.000 und 70.000 Ritter und Reichsfürsten sollen an dem Spektakel teilgenommen haben (die Angaben schwanken stark).

Promenade entlang der “Lache” oder des “Floßhafens” (Main)

Der vordere, von der Maaraue abgetrennte Wasserweg des Mains wurde früher als Floßhafen oder Lache bezeichnet, weil hier bei Hochwasser die Flößer  ungefährdet anlegen konnten.

An der Spitze der Maaraue befindet sich eine Station der hessischen Wasserschutzpolizei.
Zwei Wächter kann ich schon mal erkennen ;-)

Diese Strecke zwischen Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel ist wunderschön zu, Laufen, Rad fahren, Gassi gehen, Scaten . . .  das fanden heute viele Leute. Man muss wirklich staunen, dass nichts passiert. Aber wenn Alle Rücksicht nehmen, dann geht’s.  Jedenfalls fand ich die vielen Radfahrer weniger schlimm als die Frankfurter Fahrradkuriere, die wie die Wildsäue durch die Innenstadt rasen.

Braver “Gassigeher”

Liegewiese mit Grillplatz

Ein großer Park mit Liegewiesen und Grillplatz schließt sich jenseits der Promenade an. Er ist teilsweise im Stil des typischen englischen Landschaftsparks gestaltet. Dort befindet sich auch das Barbarossadenkmal. Ob der Park einen Namen hat, weiß ich nicht. Ich glaube, das fällt alles unter den Oberbegriff “Maaraue”.

Die Eisenbahnbrücke, die auf dem ersten Foto oben zu sehen ist, stelle ich euch noch gesondert beim Brückenprojekt vor, das ich nun auch hier im Blog zeige.

Am Parkrand im Bereich der Parkplätze

Parkplätze gibt es reichlich, wenn man bereit ist ein bisschen zu laufen – aber dafür kommt man eigentlich ja her – und ein bisschen findig ist. Man muss sie nämlich erstmal finden und wenn man sie gefunden hat, dann gilt es noch die richtige Richtung zum Wasser zu finden.

Warm, trocken

. . .  wunderschön!!!  Der Nachmittag heute war das absolute Kontrastprogramm zu gestern, völlig unerwartet, aber mit Begeisterung begrüßt. Nachdem das Wetter ab Mittag immer besser wurde, habe ich mich zu einem Ausflug an den Rhein entschlossen. Was heißt “entschlossen”? Ich habe mich mal wieder in mein Auto gesetzt und habe es fahren lassen *grins*. Mein Bauchgefühl hat sich wohl für den Rhein entschieden und rausgekommen bin ich bei Ingelheim – Volltreffer. Ich habe direkt am Rheinufer geparkt, wo es einen schnuckeligen kleinen Parkplatz mit wunderschöner Spätsommerbepflanzung in Magentatönen gab.

Ist das nicht eine tolle Farbe?
Mehr lila Blüten im Gartenblog

Zunächst bin in direkt an den Rhein zur Hafenmole, fand das da aber nicht so toll. Vorher hatte ich schon ein Hinweisschild auf einen Rundweg durch die “Jungaue” entdeckt und den habe ich dann auch genommen. An 15 Stationen lernt man auf diesem Erlebnispfad jede Menge über den Rhein, die Rheinauen und das Flüsschen Selz, das dort in den Rhein mündet. Auf dem Hinweg bin ich immer parallel zum Rheinufer gelaufen, zurück dann durch die Aue selbst.

Blick über den Rhein zum Schloß Johannisberg
(Werdet ihr demnächst vermutlich bei einem Projekt wiederfinden)

Trotz des ziemlich heftigen Schiffverkehrs (wobei der Rhein hier eher wie ein großer ruhiger See aussieht)
wird auf dem Rhein sogar gesurft. Bei dem Wind heute waren die Surfer natürlich voll in ihrem Element.

Die Selz fließt auf ihren 61 km von der Quelle am Fuße des Donnersberges im Nordpfälzer Bergland
mitten durch Rheinhessen und mündet hier bei Ingelheim als recht kleines Gewässer in den Rhein.

Auf dem Lehrpfad gab es immer was zu gucken. Hier kann man die Rindenstrukturen
verschiedener Bäume betrachten.

In den Wiesen blühen noch die Wegwarten. Dieses tiefe Blau ist durch Spotmessung auf die Blüte
in relativ dunkler Umgebung (Gehölzrand) entstanden.

Weniger farbenprächtig dafür mit einem tollen Schatten kommt die Libelle daher, die sich auf der Kante einer
Bank niedergelassen hatte. Ich habe sie noch nicht bestimmt, aber sicher ist es ein weibliches Exemplar.

Der Rückweg ging nach Westen. Da gab es zauberhafte Gegenlichteffekte.

Trügerisch

. . .  kommt das Wetter-Widget in der Sidebar daher. Von wegen wolkenlos und Sonnenschein!  Das hinkt etwas der aktuellen Wetterlage hinterher. Aber immerhin, ich muss ja zugeben, der Nachmittag war bis vor einer halben Stunde (wir haben jetzt gleich 18 Uhr) wirklich brauchbar.  Obwohl weiterhin ein kräftiger Wind wehte, hat sich mein Kreislauf stabilisiert und ich bin in den Garten und habe losgelegt. Nun bin ich richtig zufrieden mit mir. Ich habe den Rasen gemäht, ein ganzes brachliegendes Beet vom Unkraut befreit und geharkt und einige Lavendelbüsche geschnitten. Das Schnittgut vom Lavendel habe ich mal auf dem Beet direkt am Zaun als Mulchschicht ausgebracht. Ich denke mir, dass es zumindest gut duftet und vielleicht unterdrücken ja die ätherischen Öle auch ein bisschen das Unkraut. Auch den Rasenschnitt habe ich wieder an diversen Ecken als Mulch dünn ausgestreut. Mit dieser wunderbaren Verwertungsmöglichkeit habe ich noch viel zu selten gearbeitet.

Allmählich kommen auch im Haus wieder ein paar Pflänzchen zu Ehren.
Im Hochsommer habe ich kaum was Blühendes im Haus, weil es den meisten Pflanzen bei uns zu heiss ist.

*

Aber ich wollte euch noch eine ganz besondere Pflanze zeigen bzw. einen ganz besonderen Baum – den Eisenbaum aus dem Regionalpark Rhein-Main. Er steht seit 2007  in der “Flörsheimer Schweiz” in der Nähe der Wickerbachaue, kurz hinter der St. Anna Kapelle. Man findet überall entlang der Regionalparkroute Kunstwerke. Einige finde ich wirklich gelungen, andere sagen mir gar nichts. Wie das halt so ist mit der Kunst. Der Eisenbaum gefällt mir. Er ist bis zur Kronenspitze 18m hoch und in 9 Metern Höhe befindet sich eine Plattform, von der man einen tollen Ausblick hat.

Der Eisenbaum bei Flörsheim

Betritt man die ersten Treppenstufen hört man plötzlich relativ leise Vogelstimmen, auch mal das Gurren von Tauben oder das Zirpen von Grillen. Das wirkt so verblüffend echt, dass ich zunächst wirklich überlegen musste, ob die Geräusche aus der Natur kommen oder nicht.  Nein, sie kommen nicht. Ist man nämlich oben angelangt, sieht man einen Lautsprecher im “Stamm”, der die Geschichte des Eisenbaumes erzählt und aus dem auch die anderen Geräusche kommen. Der Strom kommt aus den obersten nach Süden ausgerichteten “Blättern”, die Solarzellen besitzen. Dieser Baum ist will uns ins Bewußtsein rufen, wie viele Pflanzen heute nicht mehr “natürlich” sind, obwohl sie so aussehen (Gentechnik oder andere Manipulationen), während dieser Baum ganz offensichtlich künstlich ist.

Für technisch Interessierte gibt es im Internet ein Projektblatt alst pdf-Datei mit weiteren Erläuterungen und Bildern.


Das ist die schon erwähnte St. Annakapelle auf der Höhe eines Weinberges mit gleichem Namen.

Die Weinlagen Flörsheimer Herrnberg und St. Anna-Kapelle haben den Rheingauer Wein aus Flörsheim berühmt gemacht. Diese Gemarkungen gehören, wie auch die Weinlagen der Weinbaugemeinde Wicker zur Großlage Hochheimer Daubhaus und damit zum Weinanbaugebiet Rheingau (wobei Flörsheim immer noch am Main und nicht am Rhein liegt).

Und an der Schranke zum Weinberg wächst doch tatsächlich – - – Hopfen ;-)

Die Fotos sind alle noch von meinem kleinen Ausflug nach Flörsheim und Hochheim fürs GEO-H am 1.September. Nun muss ich mich ja schon mit dem Geo “I” beschäftigen *seufz*.  Aber ich habe schon eine Idee . . . aber morgen erstmal Schmiedekunst!

Dreimal

. . . dürft ihr raten, wo ich heute Nachmittag noch war?

Richtig kombiniert – in Wiesbaden und zwar diesmal in Biebrich. Meine faulen Männer habe ich nach dem Essen zu Hause gelassen. Na gut, so faul waren sie auch nicht, aber mitkommen wollte auch keiner, jeder hatte etwas Anderes im Kopf. Vor allem der GöGa lag mit Stöpseln im Ohr und windgeschützt auf der Terrasse in der Sonne (und hat nun einen Sonnenbrand). Mir war nach Wasser und heute wollte ich mal wieder an den Rhein. Aber fragt nicht, was da für ein Auftrieb war! Erst dachte ich, dass ich nie und nimmer einen Parkplatz bekäme, aber dann fuhr direkt vor dem Biebricher Schloß ein Porsche aus einer auch noch recht großen Parklücke – das war wie ein Sechser im Lotto.

Biebricher Schloss – Rheinfassade

Auch im Schlosscafé war die Hölle los oder besser gesagt draußen im Schlosshof, wo die Leute in der Sonne sitzen und auf den Rhein gucken konnten. Ich habe stattdessen mal kurz innen rein geguckt – sieht sehr nobel aus. Es gibt viele kleine Séparées.

Schloss-Café

Der Hammer war aber eine Schlange vor einem Eiscafé in der Nähe. Ich wusste erst gar nicht, warum da so viele Leute Schlange standen. Eine Veranstaltung um diese Uhrzeit? Ein Museum mit einer besonders interessanten Ausstellung?  Nein, tatsächlich nur ein Eiscafé. Die müssen teilweise bis zu einer halben Stunde angestanden haben.

Seht euch das Bild rechts in der Mitte an. Die Schlange war links noch nicht zu Ende und rechts kam eine
kleine Querstraße und erst danach das Haus mit dem Eis-Café.

Auch im Schlosspark war viel Betrieb und natürlich hörte und sah man wieder überall die Papageien.  Aber sie sitzen immer extrem hoch oben in den Bäumen, dass sie schwer zu entdecken und noch schwerer zu fotografieren sind. Mehrere Leute mit Handy oder kleiner Kompaktkamera neideten mir eindeutig mein Tele ;-)

Noch blüht im Park kaum etwas, vorwiegend Kornelkirschen, aber einige Haseln bekommen auch schon Blätter. Die Natur ist in Wiesbaden immer noch einen Hauch weiter als bei uns.  Die Brunnen sind noch ohne Wasser und die Kälte empfindlichen Pflanzen stehen noch in der Orangerie. Aber der Spaziergang war trotzdem sehr schön.

Kornelkirsche ( Cornus mas )

Auch in den Seitengassen gibt es immer was zu entdecken. Ich habe das ja neulich erst geschrieben. Da Wiesbaden im Zweiten Weltkrieg nicht in dem Maße zerstört wurde wie Frankfurt, gibt es immer noch viele kleine Gassen mit alten Häusern und teilweise interessanten Verzierungen. Ich habe Biebrichs älteste Schule entdeckt, ein winziges Haus in der Elisabethengasse  (oder-straße), das sich in Privatbesitz befindet. Es im Ganzen zu fotografieren war völlig unmöglich, aber ein Detail habe ich schon mitgebracht:

Das war’s dann erstmal. Ich wünsche euch allen noch einen gemütlichen Sonntagabend und morgen einen guten Start in die neue Woche.

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