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Ab 2.1.2012 neu:


Projekt Frau Waldspecht




Ein Projekt von Barbara

KbkM #21

Bitte eure Beiträge wie immer in den Kommentaren unter meinem Beitrag Nr.21 ab dem 21.5.2012

Dringende Bitte

Hat bei mir jemand aus dem Kommentarfeld heraus Probleme mit unerwünschten Mails? Dann bitte melden!

Rhein

Kaub

Da war doch noch was – genau, die allerletzten Bilder vom Samstag auf dem Rhein. Äh – die “allerletzten“, auch so ein seltsamer Elativ, oder? Die Letzten sind eigentlich die Letzten- hm?!

Also: Kaub!

Mitten im Rhein: Kaub – Die Burg Pfalzgrafenstein

Ich schätze mal, Kaub kennt so ziemlich jeder, der jemals etwas über den Rhein gelesen oder gesehen hat. Die Pfalz oder genauer, die Burg Pfalzgrafenstein, liegt ja auch mehr als dekorativ mitten drin im Vater Rhein, auf halber Strecke zwischen Mainz und Koblenz. Auf dem Foto oben sieht man im Hintergrund außerdem die Burg Gutenfels. Die Burg Pfalzgrafenstein mitten im Fluss war nie bewohnt sondern diente immer nur als Zollburg. Ihre Lage war vor dem neuzeitlichen Ausbau der Fahrrinnen beherrschend, da kam kein Schiff vorbei ohne gesehen zu werden. Ihre Form ähnelt selbst einem Schiff. In einem anderen Foto habe ich mal einen Pfeil auf den “Bug” gerichtet, der leider auf keinem meiner Fotos optimal zu sehen ist.

Aus Wikipedia: 1277 kaufte der rheinische Pfalzgraf Ludwig II. aus dem Geschlecht der Wittelsbacher Kaub und Burg Gutenfels mitsamt den Zollrechten. 1324 wurde Pfalzgraf Ludwig der Bayer durch den Papst mit dem Kirchenbann belegt, weil er die Zolleinnahmen für sich behielt und nicht an die Kirche weiterleitete. Außerdem war Ludwig der Gegenkönig des vom Papst bevorzugten Friedrichs des Schönen. Um die Zolleinnahmen zu sichern, baute Ludwig 1327 (Baubeginn eventuell schon 1326) zunächst den fünfeckigen Turm auf der Insel. Von 1339 bis 1342 wurde die zwölf Meter hohe und bis zu 2,60 Meter dicke Ringmauer mit einem überdachten Wehrgang hinzugefügt.  Zudem verfügt die Burg über ein Verlies, dessen Boden sich bei Hochwasser als Floß anhob! In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte vermutlich eine Aufstockung des Turms mit Fachwerkbau, Ecktürmen und Satteldach zum Schutz der Zolleinnahmen. Wegen dauernder Beschädigungen durch Eisgang wurde dem Bau 1606/1607 an der rheinaufwärts gelegenen Seite eine angebaut und durch Eisenklammern verstärkt. Durch sie macht die Burg den Eindruck eines im Rhein schwimmenden Schlachtschiffes. Der Umbau wurde genutzt, um auf dieser Spitze eine Geschützplattform zu errichten, die der Waffentechnik der damaligen Zeit entsprach. Unter dem oberen Wehrgang wurde ein zweiter angebaut, der mit Schießscharten für Handfeuerwaffen versehen ist. 1658 kamen noch Auslugerker zur Flankierung der Mauern hinzu.

Über die Auslugerker haben wir etwas rumgewitzelt und sie als “Heymlich Gemach” bezeichnet, denn sie hätten doch wunderbar den Zweck des Abortes erfüllen können. Aber gleich vier davon? Soviel Luxus gab’s damals dann doch nicht.

Auf der ganzen Strecke bekommt man natürlich nicht nur Burgen, Schiffe und Wasser zu sehen, sondern auch Weinberge und Wald ohne Ende.

. . . und noch ein paar Burgen

Burg Ehrenfels – sagt Heike, danke!

Burg Sooneck – sagt auch Heike – nochmal danke!

Falls jemand die Namen dazu kennt, bitte melden

Burg Gutenfels oberhalb von Kaub – danke erneut an Heike

. . . und das war’s dann auch . . .

. . . endgültig!


*

Rüdesheim

Noch ein paar Impressionen vom Samstag – auch wenn das Licht nicht gut war, Fotos hab ich natürlich trotzdem jede Menge gemacht. Dank Photoshop & Co  kann man ja immer noch ein bisschen was rausholen.

Brömserburg

Der Mittelrhein ist bekannt für seine vielen Burgen und die Erste lag gleich auf unserem Fußweg vom Parkplatz zur Schiffsanlegestelle. Die Brömserburg beherbergt heute das Rheingauer Weinmuseum. In ihren Anfängen geht sie möglicherweise auf einen römischen Wachtturm zurück, ausgebaut wurde sie ab dem 11. Jahrhundert und hieß ursprünglich Niederburg. Anfangs hatte die Niederburg die Funktion einer Zollburg, der Rhein reichte damals noch bis an die Südseite der Anlage heran. Als dann zu Beginn des 13. Jhs. die Burg Ehrenfels zusammen mit dem Mäuseturm zur neuen Zollstätte wurde, verlor die Niederburg ihre Bedeutung als Zollburg, sie kam in die Hände der Ritter von Rüdesheim, ein Zweig dieser Ritter waren die Brömser, sie lebten mehrere Generationen hindurch in diesem Gemäuer, daher auch der Name Brömserburg.

Gleich daneben das “Schlösschen” eines Weingutes, die “Boosenburg“, das sich an einen normannischen Turm schmiegt. Das Schlösschen ist in Privatbesitz.

Turm der Boosenburg mit Weingut
Im Hintergrund die Seilbahn, die zum Niederwalddenkmal hochführt.

Die kurze Zeit, die uns bis zum Beginn des Gewitters zur Verfügung stand und bis wir uns dann auf’s Schiff flüchteten, habe ich benutzt, um ein paar Eindrücke, die mir gerade so vor die Linse kamen, festzuhalten.

Für schöne Wirtshausschilder – hier das Hotel zur Post – bin ich immer zu haben

Impressionen aus der Drosselgasse

Die schmalen Gässchen parallel zur Drosselgasse sind alle sehenswert, wobei seltsamerweise nur die Drosselgasse selbst touristisch aufgemotzt wurde. Die Drosselgasse ist eine nur drei Meter breite und etwa 144 m lange, kopfsteingepflasterte Straße, die jährlich von etwa drei Millionen Menschen besucht wird. Die Drosselgasse wurde erstmals im 15. Jahrhundert als Quartier von Rheinschiffern erwähnt.

Und nochmal die Brömser: Der ab dem Jahre 1542 für das eingesessene Geschlecht der Brömser erbaute Brömser Hof gilt als der schönste Adelshof der Stadt. Er besitzt sogar eine eigene gotische Kapelle.

Der Brömserhof

Das Schiff fuhr dann zunächst rheinabwärts, so dass von den vielen Burgen und Burgruinen zunächst die Burg Ehrenfels ins Blickfeld kommt. Die Burg Ehrenfels wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Zollburg für die Rheinschifffahrt durch den Mainzer Erzbischof erbaut. Ursprünglich reichten ihre Mauern deshalb bis zum Rhein. Das Wetter war hier noch sehr schlecht, deshalb sind die Farben leider sehr flau.

Burg Ehrenfels

Der Mäuseturm von Bingen – der sich etwa auf der gleichen Höhe befindet

Entgegen der bekannten Legende leitet sich der Name entweder ab vom althochdeutschen muta = Wegezoll oder dem mittelhochdeutschen mûsen = spähen, lauern. Der Turm wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Zollwachturm erbaut, um das Zoll-Sperrsystem der Burg Ehrenfels zu verstärken.

Wir passierten mir bekannte Orte wie Assmannshausen und Bacharach und mir bisher unbekannte Orte wie Trechtingshausen und kehrten etwa in der Höhe von Oberwesel wieder um.

Das Obere Mittelrheintal ist UNESCO Weltkulturerbestätte und wird es hoffentlich bleiben,
solange wir keine Brücke über den Rhein bauen.

Ich bekomme auch nicht mehr alles auf die Reihe, was ich fotografiert habe, aber Bacharach habe ich mir wegen der Ruine im Hintergrund gemerkt.

Ganz unromantisch der Name: Wernerkapelle

Die Wernerkapelle ist ein rheinromantisches Wahrzeichen der Stadt Bacharach und liegt auf dem Weg zur Burg Stahleck, von der Stadt aus. Sie ist eine bis heute unvollendete gotische Ruine. Der einst geplante Ausbau der Kapelle zu einer großen Kirche blieb unvollendet. Benannt ist sie nach Werner von Oberwesel, einem einfachen Tagelöhner, dessen ungeklärter Tod im 13. Jahrhundert zu einer der blutigsten Judenverfolgungen am Mittelrhein führte. Bei Interesse  bitte hier nachlesen.

1840 schrieb Victor Hugo: “Wenn die Sonne die Wolkendecke durchdringt und ihr Licht durch eine Luke am Himmel lächelt, gibt es nichts Hinreißenderes als Bacharach.”
Und Clemens von Brentano dichtete 1801:

Zu Bacharach am Rheine
wohnt eine Zauberin.
Die war so schön und feine
Und riß viel Herzen hin.

Bacharach hat also sowohl Grausliches als auch Romantisches anzubieten.

Warum ist es am Rhein so schön? Na – am 3.7.2010 war’s keine Frage.

Schiffe aller Größenordnungen waren unterwegs – hier “Wappen von Köln

So – Schluss für heute – morgen gibt es die allerletzen Fotos. Wer die Bilder vom Feuerwerk sucht, die gab’s hier: SchLand am Rhein

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