Kategorie-Archiv: Fotografie

Süßes Gründchen

Heute dürft ihr hier bleiben und bekommt trotzdem viel Natur zu sehen. Ich nehme euch mit in das “Süße Gründchen”. Das ist ein Tal, das sich entlang eines kleines Baches zwischen Königstein/Ts. ,  Mammolshain und Bad Soden-Neuenhain erstreckt. Ich hatte kürzlich etwas über dieses Tal gelesen, unter anderem dass es dort reichlich Schmetterlinge gäbe und vor allem den sehr seltenen “Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling“. Aber auch, dass es dort eine Menge Ärger gegeben hat, weil langjährige (irgendwann mal illegal entstandene) Schrebergärten aufgelöst wurden, nachdem das Tal zum FFH (Flora-Fauna Habitat) erklärt wurde. Das hatte ich aber schon wieder mehr oder weniger vergessen.

Obwohl ich sehr früh los bin, habe ich mich entschieden von Neuenhain bergauf Richtung Königstein zu laufen, um nicht später in der Hitze den anstrengenderen Part laufen zu müssen. Und das war gut so, obwohl ich gar nicht bis Königstein gekommen bin und es auch nicht so sehr bergauf ging. Aber es war heiß!

Das süße GründchenNoch ganz am Anfang, kurz hinter dem Parkplatz an der “Stahlquelle” in Neuenhain

Schon gleich zu Beginn sah ich etwas flattern und dachte – wow – da fliegen ja die seltenen Bläulinge. Aber erstens konnte ich sie nicht fotografieren und zweitens sehen sich die meisten doch recht ähnlich, wobei dieser Dunkle Wiesenknopfameisenbläuling ziemlich unscheinbar, nämlich dunkel-braun daher kommt. Wie auch immer, es summte und brummte und flatterte um mich her, es ging immer schön am kleinen Bach entlang – immer schön in der Sonne! – und ich bemühte mich Flattermänner zu fotografieren. Das ist in ungemähten Wiesen aber sehr schwierig. Kaum berührt man irgendeinen Halm, flattert das Objekt der Begierde schon weiter.

Großer Wiesenknopf mit SchwebfliegeHier haben wir immerhin mal den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
mit Schwebfliege  und einem Allerweltsbläuling.

Es handelt sich beim Großen Wiesenknopf um eine typische Pflanze der wechselfeuchten Nasswiesen und der Moorwiesen und er gehört zur Familie der Rosengewächse.

Nach einer Weile fiel mir auf, dass in den Wiesen zahlreiche Pflanzen blühten, die man auch im Garten finden kann. Da fiel mir schlagartig wieder die Sache mit den Schrebergärten ein. Und kurz darauf traf ich einen Mann um die Achtzig, der schweren Herzens damit beschäftigt war seine Parzelle dem Erdboden gleich zu machen. Mit ihm habe ich mich lange unterhalten. Er ist einer der letzten, der noch damit beschäftigt ist und muss bis zum Herbst fertig sein. Das ganze Warum und Weshalb will ich hier nicht erörtern, aber ich habe im Verlauf der Wanderung noch einige verlassene Grundstücke entdeckt, auf denen es sogar noch sehr idyllisch aussah und ich kann gut verstehen, dass diese Menschen traurig und stinkesauer sind. Wer mehr darüber lesen will, kann mal hier in die FAZ gucken.

Mohnwiese
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Am Waldbach / Wiesenbach

Der kleine Bach ist wirklich sehr klein, man könnte drüber hinweg springen. Habe ich aber nicht gemacht, denn man weiß ja nie, ob es auf der anderen Seite nicht vielleicht sumpfig ist. Aber er führt klares, sauberes Wasser aus dem Taunus, und das scheint eine besondere Libellenart auch festgestellt zu haben:

Cordulegaster boltoni - zweigestreifte QuelljungferZweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltoni) – was für ein Riesenteil!

Die Zweigestreifte Quelljungfer  ist eine sehr große, an sauberen, kleinen Fließgewässern vorkommende Libelle aus der Unterordnung der Großlibellen. Die Art gilt als gefährdet und ist in Deutschland gesetzlich „besonders geschützt“. (Liste der in Deutschland streng geschützten Tiere und Pflanzen.) Diese Libelle hat schöne, türkisfarbene große Augen.

Zweigestreifte QuelljungferMal von unten, dafür mit intakten Flügeln

(Gleich wird’s dunkel hier draußen. Ich muss wohl meinen Arbeitsplatz bald nach drinnen verlegen. Da ist es aber noch so fürchterlich warm! Wir hatten heute Nachmittag um die 40°C – echt  der Hammer.)

GeißkleebläulingeZiemlich häufig sieht man die Geißkleebläulinge (oder das, was ich dafür halte).

Geißkleebläuling

Makro – der Falter ist in Wirklichkeit nicht größer als ein Fingernagel.

Stahlquelle

Ich glaube, ich mache mal Schluß für heute. Das hier ist noch die “Stahlquelle”, deren Wasser auch sehr lecker schmeckt. Da habe ich mich erstmal drauf gestürzt, als ich nach knapp drei Stunden wieder am Parkplatz war – wie immer bin ich ohne Wasser losgelaufen. Ich werde das nie lernen! Aber verdurstet wäre ich sicher nicht. Ich vermute mal, dass ich schlimmstenfalls das Wasser aus dem Bach hätte trinken können. So – jetzt muss ich rein. Ich seh gleich meine Tastatur nicht mehr.

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Wow!  African Moon

Als ich eben ins Bett gehn wollte, stellte ich mich nochmals kurz auf die Terrasse und sah plötzlich zwischen den Bäumen den zunehmenden Mond knallorange kurz über dem Horizont sitzen – ein Wahnsinnsbild. Da musste ich noch mal fix die Kamera holen. Leider war die Lichtmenge derartig gering, dass es aus der Hand kein wirklich scharfes Foto geworden ist. Aber ich find’s trotzdem toll.

African MoonGute Nacht allerseits!

Lila Versuch

Mannomann – das ist ja doch schon ganz schön schwierig. Ich habe inzwischen schon alles mögliche ausprobiert und irgendwie fängt man bei GIMP wirklich wieder von vorne an. Immerhin bin ich jetzt bei den Pfaden gelandet und habe eben zum Schluß etwas gebastelt, was ich so mit PSE wohl nicht hinbekommen kann. – Jetzt musste ich schnell mal nachgucken – nein Pfadwerkzeuge gibt es in PSE nicht.

Warum mich das nun gerade begeistert? Sieht ja nicht so spektakulär aus. Aber ich hatte neulich mal ein Photoshoptutorial am Wickel, mit dem ich einen Wasserstrahl basteln wollte. Wie sooft konnte ich die ersten Schritte mit Elements nachvollziehen, bis es plötzlich um ein Werkzeug namens “verkrümmen” ging. Da war Schluß mit lustig. Was ich hier mit GIMP gebastelt habe, ist ein Effekt, der dem Verkrümmen nahe kommt und der funktioniert unter anderem mit einem Pfadwerkzeug. Also spannend ist das schon, nur funktionieren die einfachsten Sachen total anders als bei PSE und das nervt im Moment noch total.

@Sara: Picasa ist ein in erster Linie ein Organizer mit dem man auch Fotos bearbeiten kann. Aber die Effekte sind immer nur auf das ganze Bild anwendbar, nie auf einzelne Teile. Das geht immer nur bei Programmen, die mit Ebenen und Auswahlen arbeiten. Da bleib lieber bei Photoscape, das ist fast noch besser, finde ich. Ich bin aber gespannt, ob Picasa nicht irgendwann noch aufgemotzt wird. Google hat doch inzwischen überall die Finger drin und will immer an vorderster Front mitspielen. Allerdings ist es fraglich, ob es für Google interessant wäre. GIMP ist da einfach zu weit voraus.