
Nun hab ich doch noch was Aktuelles zu bieten. Immerhin war es heute recht mild bei uns und in den Vormittagsstunden hat sich die Wolkendecke über uns sogar mal etwas aufgelockert. Ansonsten allerdings leichter Nieselregen und nur ab und an eine Ahnung davon, dass irgendwo Sonne sein könnte. Vor dem Mittagessen bin ich deshalb zum “Auslüften” ein Stündchen losgezogen und zwar nach Kronberg. Ich wollte endlich mal den Victoriapark erkunden. Der ist sehr groß und deshalb hab ich auch nur einen Teil davon gesehen (im Sommer dürfte er naturgemäß auch schöner sein).
Der Turm der Burg im Nebel – das war zu erwarten.
Der Victoriapark wurde auf Wunsch der Witwe des deutschen Kaisers Friedrich III. angelegt, die Kronberg zu ihrem Witwensitz erkoren hatte. Übrigens gegen den Wunsch ihres Sohnes Wilhelm II., der sie am liebsten nach England zurückgeschickt hätte.
“Victoria Adelaide Mary Louisa, Prinzessin von Großbritannien und Irland VA (* 21. November 1840 im Buckingham Palace, London; † 5. August 1901 in Schloss Friedrichshof, Kronberg im Taunus), nach dem Tod ihres Mannes (15. Juni 1888) auch Kaiserin Friedrich genannt, war als erstes Kind von Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und Königin Victoria von Großbritannien eine britische Prinzessin aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha. Als Gemahlin Friedrichs III. war sie zudem Königin von Preußen und Deutsche Kaiserin”. Quelle: Wikipedia
Denkmal für Friedrich III. – deutscher Kaiser
Friedrich III. war die längste Zeit seines Lebens Kronprinz – erinnert irgendwie an Prinz Charles von England.
“Als Friedrich Wilhelm durch den Tod seines Vaters am 9. März 1888 Deutscher Kaiser und König von Preußen wurde, war er bereits so schwer an Kehlkopfkrebs erkrankt, dass er nicht mehr sprechen konnte. Seine nur dreimonatige Regentschaft („99-Tage-Kaiser“) endete bereits im Jahr der Thronbesteigung und machte mit der Thronbesteigung seines Sohnes Wilhelm II. (1888–1918) das Jahr 1888 zum Dreikaiserjahr.” Quelle:Wikipedia
Vor dem Denkmal befinden sich ein Wasserspeier und ein kleines Wasserbecken, das früher größer war, soviel ich weiß.
Wer die hier wohl abgelegt hat? Gut möglich, dass hier in Kronberg auch mal ein paar Royals auftauchen -
nobel genug ist dieses Taunusörtchen ja schon.
Der Spaziergang hat mehr Spaß gemacht als ich dachte. Es lohnt sich also auch bei schlechtem Wetter raus zu gehen.
Der Kannengießer Tempel – eher eine kleine Laube am oberen, nördlichen Eingang zum Park. Die Stützen
in Form stilisierter Bäume geben ihm eine leichte Jugendstilanmutung.
Neben großartigen alten Bäumen findet man überall im Park Rhododendren in allen Größenordnungen. Das muss im Mai wunderschön aussehen. Also wieder ein Park auf meiner inzwischen schon recht großen Liste, den ich spätestens im nächsten Frühling wieder aufsuchen möchte. Im Moment dominiert aber eindeutig das Herbstlaub.





