Kategorie-Archiv: Kiesgruben

Der Regionalparkturm

. . . in Weilbach oder – wie ich ihn wegen seiner Form heimlich nennen: Sarumans Turm (Herr der Ringe Fans werden wissen, was ich meine) – wurde heute um 14 Uhr der Öffentlichkeit übergeben. Da war ich allerdings schon wieder zu Hause.  Da der Göttergatte heute gekocht hat, hatte ich mich am Vormittag frohgemut nach Weilbach aufgemacht und gedacht, dass dort wohl an einem Sonntagvormittag bei noch nicht so ganz stabilem Wetter nichts los sein würde.  Von wegen, da lag ich aber völlig daneben. Gelbe Ballons starteten gerade in den Himmel, der kleine Parkplatz vor dem neuen Regionalparkhaus war geladenen Gästen vorbehalten und überhaupt sah es gewaltig nach Remmidemmi aus.

Regionalparkballon am blauen Himmel

*

RegionalparkturmDer Regionalparkturm in Weilbach

Weiher vor dem Regionalparkhaus

Der Weiher vor dem neuen Regionalparkhaus ergrünt allmählich, sieht aber immer noch sehr neu aus.

Ich habe mich dann gleich in die tiefergelegene ehemalige Kiesgrube zurückgezogen, wo aber zu meinem Entsetzen ebenfalls Biertischgarnituren aufgebaut wurden. Solange ich dort unterwegs war, blieb aber glücklicherweise der große Rummel noch aus.

Blick in die TiefeSchon der Blick von oben in den tiefer gelegenen Kessel ist immer irgendwie besonders.

Gelber Hornklee (Lotus corniculatus)

Sieht das nicht herrlich aus? Hornklee (Lotus corniculatus) oder Wiesenplatterbse (Lathyrus pratensis) ?
Ich bin mal wieder überfragt, aber ich denke, es ist Hornklee.

Libellen

Ich hätte gerne schöne Fotos von Libellen mitgebracht, aber ich kam nicht zum Zug. Es gab genug davon, aber kaum eine saß mal ein paar Sekunden irgendwo fest. Sie waren fast ständig in der Luft. Dazu kommt, dass ich für diese Art von Fotos mit den operierten Augen jetzt echt Probleme habe. Da ich für den Kameramonitor die Lesebrille brauche, für das Anvisieren des Objektes aber drüber schauen muss, krieg ich das oft nicht schnell genug hin. Ich muss ja eh noch mal zum Augenarzt. Ich schätze, ich werde mir eben doch noch eine Gleitsichtbrille machen lassen, welche die mittleren und die nahen Entfernungen korrigiert – es ist zu blöd.

Rosen und KäferSo, das eine Bild noch. Die Käfer versuche ich später zu bestimmen. Ich will nochmal los, das schöne
Wetter muss unbedingt ausgenutzt werden.

* * *

Und morgen wieder:

. . .  aber ich denke, ich melde mich heute nochmal.

ABC-Farben “F”

Ein Projekt von Frau Waldspecht

*

Wie ihr gestern noch gesehen habt, hat der Sauerstoffschock vom Montag nicht lange vorgehalten. Also bin ich gestern nachmittag wieder los, mal wieder nach Weilbach. Zunächst war es verflixt kalt und ich habe mich geärgert, dass ich nur eine Windjacke statt der warmen Winterjacke an hatte. Aber gegen 16:30 Uhr kam dann plötzlich die Sonne durch, gerade als ich wieder umkehren wollte. Zu diesem Zeitpunkt stand ich bei “meinen Kulanen”. Umkehren wäre auch blöd gewesen, aber dazu später. Die Kulane brachten mich dann auf die Idee für die heutige Farbe “falbfarben” zu wählen. Zum ersten Mal habe ich diese Farbe gelesen als es um die Afrikanische Wild- oder eben Falbkatze ging. Man benutzt diesen Begriff wohl fast ausschließlich bei Tieren, es ist eine Art Sandbraun.

Falbfarbene Kulane (Wildesel)

Mal als Porträt

Aber auch die diversen Schichten in den Kiesgruben könnten als “falbfarben” durchgehen:

Die aktive Kiesförderung dürfte in Weilbach im Moment ihre maximal mögliche Ausdehnung erreicht haben. Irgendwie ist es fürchterlich und man muss verda**t gut zu Fuß sein, wenn man das dahinterliegende Naturschutzgebiet einmal umrunden will. Aber so hässlich ich das auch finde, ich sag mir immer, dass das neue Naturschutzgebiet ja auch mal Kiesgrubenlandschaft war und nun nach der Renaturierung ein echtes Refugium für Mensch, Tier und seltene Pflanzen geworden ist. Und irgendwann werden auch die jetzigen Kiesgruben wieder dem Naturschutz dienen und Seen, Wiesen und kleine Wälder bereit stellen.

Noch mehr Viecher . . .

Rhönschafe und Burenziegen

*

Die waren für ein anständiges Foto definitiv zu weit weg . . .

. . . und die leider auch:

Ich würde auf irgendeine Art von Fink tippen, aber der Schnabel passt nicht – oder doch?
Kann jemand diese Vögel identifizieren?

Mehr rausholen kann ich nicht. Jutta tippt auf Wacholderdrosseln – das kann gut sein.

Die Größe haut allemal hin und der graue Kopf und der rotbraune Rücken auch. Die Punkte am Bauch kann man bei der Entfernung nirgendwo erkennen, zumal man sowieso eher Rückansichten sieht. Hier mal ein Link zu einem wesentlich besseren Foto. – Auch im Gartenblog gab es zwei Hinweise auf die Wacholderdrossel.

Kulane

Dass ich gestern mal wieder in Weilbach unterwegs war, habe ich ja erwähnt. Und ich wollte doch endlich mal die Kulane sehen. Kulane sind Wildesel. Sie werden auch als Asiatische Esel (Equus hemionus) bezeichnet und gehören mehr zu den Pferden als zu den Eseln. Sie sind etwas größer als Hausesel. Die Oberseite des Fells ist graubraun, fahlgelb oder rotbraun gefärbt; die Unterseite ist weiß. Über den Rücken zieht sich ein schwarzer Aalstrich. Halbesel haben breitere Hufe und kürzere Ohren als echte Esel; außerdem sind Schwanzquaste und Mähne weniger ausgeprägt.

Die Kulane im Weilbacher Naturschutzgebiet stammen aus europäischen Zoos und werden im renaturierten Weilbacher Kiesgrubengebiet ausgewildert. Sie leben in einem umzäunten Gebiet, werden aber nicht gefüttert, sondern sollen – indem sie ihr Futter abweiden – Biotoppflege betreiben.

Und so sehen sie aus.

Ich bin auf der Suche nach ihnen, seitdem die ersten beiden Kulane im Juni 2010 hier ankamen. Inzwischen sind andere dazu gekommen. Bislang hatte ich nie Glück, denn sie sind in einem riesigen Gebiet unterwegs, das zudem im Sommer kaum einsehbar ist – trotz insgesamt 5 Beobachtungstürmen. Mein Mann hatte sie im letzten Herbst gesehen, als er dort mit dem Rad unterwegs war – zufällig. Aber der fällt ja auch vom Tauchboot ins Wasser und zufällig neben einen Walhai! Andere Taucher träumen ihr Leben lang davon mal einem Walhai zu begegnen. Ich war damals natürlich auf der anderen Seite ins Wasser gesprungen und habe nichts davon mitbekommen :-(  Egal – hier geht’s um Kulane. Normalerweise habe ich so meine Runde im Kiesgrubengebiet, bin heute aber mal von einer anderen Ecke aus gestartet. Irgendwo mussten sie doch sein! Zunächst ging es wieder runter in meinen Lieblingsabschnitt, wo derzeit die Teiche wohl gefüllt sind, aber ansonsten regte sich dort wenig.


*
Am großen Teich

Einige größere Vögel fielen mir auf – das könnten Stare gewesen sein, bin aber nicht sicher.

Sind das nicht Zugvögel? Aber in diesem Frühlingswinter ist alles möglich.

Andere Zugvögel:

Die Flughafennähe ist unübersehbar, aber sehr laut war es gestern glücklicherweise nicht.

*

Diesen Beobachtungsturm kannte ich bislang noch nicht – toller Rundumblick – - – aber keine Kulane.

Blick bis hinter zum Silbersee – - – aber keine Kulane :-(

Um es nun kurz zu machen: ich sah sie dann auf den allerletzten Drücker. Und zwar am anderen Ende, also dort, wo ich sonst immer meinen Rundgang anfange – arrgh! Es war nun kurz vor Sonnenuntergang – siehe Bilder von gestern – und ich legte einen Spurt ein. Und ich konnte sie tatsächlich noch ein paar Minuten beobachten und Fotos machen. Dann musste ich aber wirklich los, denn ich hatte nun einen ziemlich weiten Weg zum Auto zurück. Ich sollte mir in dieser Jahreszeit wohl auch mal eine Taschenlampe mitnehmen. Aber auch wenn die Sonne untergegangen ist, ist es ja nicht gleich finster wie am Äquator. Trotzdem – Straßenbeleuchtung gibt es dort natürlich keine.

*

Ach ja – Allergiker aufgepasst! -  die Haselblüte hat auch bereits eingesetzt:

Was mir noch einfällt: Als ich gestern die Sonnenuntergänge fotografiert habe, habe ich mir teilweise versucht einen guten Fotografierstandpunkt am Rand eines Feldes zu suchen, das von Büschen umgeben war. Nun weiß ich auch, warum eine Hecke (=Hag) wirklich schon vor Jahrhunderten ein guter Schutz war. Die Dornen von Weißdorn, Rotdorn & Co sind wirklich heftig. Ich habe an mehreren Fingerkuppen geblutet wie verrückt, nachdem ich meine Jacke von solch einen Strauch befreit hatte. Ich bin natürlich nicht durch eine dicke Hecke hindurch, aber da es teilweise schon recht dunkel war, habe ich nicht gesehen, dass die dünnen Zweige, die ich nur beiseite schieben wollte, große Dornen hatten. Das mach ich so schnell nicht wieder.