Also den nagelneuen Firefox habe ich mir jetzt installiert, sieht auch ganz nett aus, aber ich bekam dann gleich mal die Meldung, dass verschiedene Plugins oder Add-ons oder wie man das Zeug nennt, nicht kompatibel sind. Nun gut, das wird sich weisen, ist alles nichts Wichtiges. Hier im Dashboard von WordPress kommt mir die Schrift plötzlich kleiner vor – das lässt sich garantiert ändern. Aber vorhin wollte ich mir mal wieder Starmoney für’s Onlinebanking und Verwalten installieren und das bekam dann plötzlich keine Verbindung mehr mit meiner Bank. Ich übrigens auch nicht, obwohl ich heute morgen noch per Chipkarte auf dem Konto zugange war. Das ist schon eher ärgerlich. Ich hatte das schonmal, dass das Bankingplugin mit der neuestens Firefoxversion nicht mehr kompatibel war. Nun hat aber auch meine Bank mal wieder fusioniert, gewechselt oder was auch – wer blickt da heute eigentlich noch durch ??? – und möglicherweise brauche ich nun sowieso ein neues Plugin, vielleicht auch eine neue Karte . . . Es gibt ein paar Hinweise in dieser Richtung auf der Bankseite, aber ich blick erstmal nicht durch. Gestern war ich auf der Bank, was nur noch selten vorkommt, denn Spaß macht das keinen mehr. Da gibt es kaum noch Kundenberater, irgendwie wirkt alles ziemlich abweisend und wenn man Beratung braucht, steht man erstmal Schlange.

Nun ist schon wieder ein Stunde um – mindestens – und mir raucht der Kopf.
(Hier qualmt’s auch: das Googledoodle zum 200. Geburtstag von Robert Bunsen-
ist im Original übrigens animiert)
Ich habe versucht, das Problem über den IE anzugehen. Den benutze ich aber schon seit Urzeiten nicht mehr, was nun dazu führt, dass ich da auch nicht mehr durchblicke. Ehrlich – ich dachte immer WordPress Updates seien schlimm, aber diese Browserupdates sind es mindestens ebenso und mit meiner Bank ist es nicht besser. Jetzt habe ich denen erstmal eine Mail mit all meinen Fragen geschickt und hoffe mal, dass die dort jemand liest – morgen oder vielleicht nächste Woche . . . oder so. Bin froh, dass ich jetzt zum Monatsende keine dringenden Überweisungen durchführen muss, da wäre ich ganz schön angeschmiert. Aber das läuft glücklicherweise alles automatisch – hoffe ich jedenfalls.
Ich versteh ja die Leute, die von Onlinebanking erst gar nichts halten. Aber ich frag mich schon, wohin das führen wird, wenn der Vor-Ort-Service der Banken immer schlechter wird. Die legen es doch darauf an, dass alles nur noch über’s Internet abgewickelt wird. Aber es wird immer alte Menschen geben, die mit der modernen Technik nicht klar kommen. Und was machen die dann? Früher ging man mit seinen Überweisungsträgern zum Schalter und ein netter Mensch hat die Dinger zur Not ausgefüllt. Bei der FraSpa, bei der ich neulich mal wieder reingeguckt habe, gibt es noch nicht mal mehr Schalter. Da hockt ein einsames weibliches Wesen völlig unabgeschirmt auf so einer Art Barhocker an einem Minitisch und der Kunde “darf” sich dazu stellen, wenn er was will.

Bei der SEB / Santander, bei der ich seit Jahren mein Hauptkonto habe – früher hieß sie schonmal anders – wird Kundneservice auch nicht besonders groß geschrieben. Man kommt sich nur noch vor als sei man ein unwillkommener Bittsteller. Aber mein Geld nehmen die Herrschaften schon.
So – das war jetzt meine Meckerstunde zum Monatsausklang, das musste mal sein. Und ich bin mit meinen Problemen immer noch nicht weiter gekommen *seufz*. Eigentlich sollten mich die ganzen Machenschaften letztendlich in die Vorbereitung meiner Steuerklärung führen. Da hab ich eh keine Lust drauf . . . und jetzt noch weniger. Mensch Leute > ich habe Abitur, ich habe studiert, ich habe promoviert aber manchmal habe ich den Eindruck, unsere globalisierte, hochtechnisierte, computerisierte Zeit dreht sich so schnell, dass man ab einem gewissen Alter einfach auf der Strecke bleibt. Irgendwie ist das menschenverachtend.
Nachtrag: Aha – also zumindest habe ich innerhalb weniger Minuten eine Antwort auf meine Mail bekommen.
Mit dem Firefox 4.0 funktioniert das Bankplugin wirklich noch nicht – aber sie arbeiten dran. Das ist tröstlich.