Also – ich habe neulich bei Google meinen Einspruch gegen die Darstellung unseres Grundstücks samt der beiden Häuser eingereicht und da es sich um eine Eckgrundstück handelt mit zwei verschiedenen Straßen, die dort aneinander stoßen, ist die Identifizierung eindeutig. Zunächst bekam ich eine Rückmeldung, dass man den Einspruch zur Kenntnis genommen habe, aber sich nochmal melden würde. Dann kam der Hammer: mit einer weiteren Email wurde ich wenige Tage später auf eine Googleseite gelotst, um dort erneut Einspruch zu erheben, aber nach deren Vorgaben. Und das heißt, dass man dort Fragen zu seinem Grundstück beantworten soll, die fast einem Offenbarungseid gleichkommen. Das ist der Hammer. Schaut euch das mal an: Einspruch gegen Google Streetview Ihr kommt allerdings über die erste Seite kaum hinaus, wenn ihr nicht Daten eingebt. Und so geht’s dann weiter: “Zur Vorbeugung von Missbrauch dieses Dienstes senden wir Ihnen per Post einen Brief zu, der einen Verifizierungscode enthält.
Nachdem Sie Ihren Antrag eingereicht haben, erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail, in der die Angaben aus Ihrem Antrag noch einmal für Sie zusammengefasst sind. Außerdem enthält die E-Mail einen Link zu einer Website, auf der Sie den Verifizierungscode eingeben müssen. Möglicherweise kontaktieren wir Sie auch über diese E-Mail-Adresse, falls wir zur Bearbeitung Ihres Antrags weitere Informationen benötigen.”
Mehr Steine kann man jemandem kaum in den Weg legen für eine Sache, die überhaupt nicht rechtens sein dürfte. Es geht ja nicht nur um Häuser sondern auch um Menschen, die auf den Straßen unterwegs sind und sich auf den Grundstücken befinden. Wo bleibt da das Recht am eigenen Bild? Jeder Hobbyfotograf ist angehalten Bilder von Menschen nur gegen Einwilligung zu machen, Models müssen einen Vertrag unterschrieben haben, wenn der Fotograf die Fotos veröffentlichen will usw. Ich kann bei keinem Fotowettbewerb ein Bild mit Menschen darauf einreichen, wenn ich nicht bestätige, dass mir die Genehmigung des Abgelichteten vorliegt. Und die Verpixelung, die Google an Menschen auf Straßen vornimmt, die ist ein Witz. Klar kann man jetzt sagen, wenn ich mir nichts zu Schulden kommen lasse, dann kann man mich auch auf der Straße fotografieren. Aber so einfach seh ich das nicht.