Kategorie-Archiv: Kunst

KbkM #30

Hier kommt mein Beitrag zum Projekt KbkM – diesmal aus Sulzbach im Main Taunus Kreis. Auch wenn der Ort nicht sehr groß ist, hat er doch einige hübsche Dinge zu bieten. Und auch insgesamt gefällt mir Sulzbach recht gut.

KäsfraaDas ist die Käsfraa (Käsefrau)

1985 wurde das Denkmal der Käsefraa (Käsefrau) aufgestellt. Im Mittelalter war in Sulzbach die Produktion des Handkäs weit verbreitet. Die Sulzbacher Bäuerinnen verkauften diesen auf dem Mark in Frankfurt. Im Volksmund wurde Sulzbach darum scherzhaft Käsbach genannt. Da haben die Frankfurter also ihren berühmten “Handkäs’ mit Musigg” aus Sulzbach bekommen.

DorfpumpeAn das dörfliche Leben erinnert auch noch diese alte Schwengelpumpe, die für die Wasserversorgung zuständig war,
bevor Sulzbach an ein öffentliches Wasser- und Stromnetz angeschlossen wurde. Das waren noch Zeiten! >>>

Bürgerbrunnen>>> Damals hätte man sich einen so üppig sprudelnden Brunnen nicht leisten können.
Der “Bürgerbrunnen ” auf dem Platz an der Linde

Brunnendetails

Der Bürgerbrunnen zeigt auf beiden Seiten sehr schöne, detailgenaue Szenen aus dem dörflichen Leben über die Jahrhunderte hinweg – großartig gemacht. Hier kommt ein Minivideo:

Was mir in Sulzbach ausnehmend gut gefallen hat, das waren die vielen Hinweistafeln aus beständiger Bronze, wenn sie auch manchmal hinter Büschen und Blumen kaum zu entdecken waren. Natürlich hat auch Sulzbach seinen Hinweis auf die Bonifatiusroute. Aber auch hier hat man sich eine Bronzegusstafel geleistet, die nicht so schnell kaputt zu kriegen ist wie viele andere Tafeln aus Holz oder Plexiglas. Man sollte mal darüber nachdenken, ob sich bei manchen Sachen nicht  der zunächst größere Aufwand letztendlich auszahlt. Man sieht’s ja an den alten Ägyptern *gg*.  Also im Ernst, ich frage mich, was an Texten aus unserer Zeit so lange überdauern wird wie die Hieroglyphen in Ägypten. Dennoch ist es natürlich eine Schande, dass bei uns so Vieles dem Vandalismus zum Opfer fällt. Wobei ich den Eindruck habe, dass es in kleineren Gemeinden vielleicht besser funktioniert, weil es da eine gewisse gegenseitige Kontrolle gibt. Wie ist das bei euch? Sulzbach sieht jedenfalls recht propper aus.

Bonifatiusroute

Die hier erwähnte Elisabethenstraße wurde zur A66, wobei man parallel zur Autobahn einen Feldweg mit dem Rad
befahren bzw. dort laufen kann, der immer noch als Elisabethenstraße bekannt ist.

Die Elisabethenstraße ist eine historische Altstraße von Mogontiacum (Mainz) in die Wetterau, die von den Römern als Militärstraße und Versorgungsweg ausgebaut wurde und eine zügige Versorgung der rechtsrheinischen Gebiete erlaubte. In ihrem Verlauf ist sie auch als Steinerne Straße, Hohe Straße oder Heerstraße bekannt.

So – das war’s von mir. Ich freue mich auf eure Beiträge und wenn ihr kommende Woche weitermachen wollt – nur zu!

KbkM #29

KbkM – ab heute in der 29. Woche

*

So, ich glaube, es wird euch wenig verwundern, dass meine Kunst heute aus Aschaffenburg kommt ;-)  War mein Kurztrip letzte Woche ins bayerische Nachbarland doch höchst einträglich, was die Fotoausbeute anging. Mal gucken, was ich euch davon noch zeige.

Im Bereich des Aschaffenburger Schlosses gab es schöne alte Türbeschläge und solche Sachen, in der Altstadt ebenso schöne Wirtshausschilder.

TürklopferTürklopfer – alt und nicht unbedingt gepflegt aber irgendwie schön.

Ich zeige euch gleich noch das ganze Tor dazu:

Schlossportal

Hättet ihr damit gerechnet, dass ein Schloss eine ganz normale Hausnummer (4) hat?

Türklopfer #2

Noch so ein toller Türklopfer . . .

Torbeschläge

Und ein Tor im Innenhof des Schlosses mit prächtigen Beschlägen

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Wirtshausschild - Winstub' -

Hier geht’s zur Weinstube . . .

Schlappeseppel

. . . in der Brauereigaststätte “SchlappeSeppel” trinkt man eher Bier.

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Und nun freue ich mich wie immer auf eure Schätze.

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( Ich werde mal aus dem Blog alle Videos entfernen, die älter als vier Wochen sind. Ich habe das Gefühl, dass die Dinger die Ladezeit verlängern. Sie sind alle bei youtube zu finden. Mein Nickname ist dort: Miyelo2010 – http://www.youtube.com/user/Miyelo2010 )

KbkM #28

Und schon wieder geht es nach Eschborn. Während ich euch gestern Abend noch Natur gezeigt habe, gibt es heute die Kunst dazu. “Kunst aus dem Museum holen, sie dahin bringen, wo die Menschen sind” , das war das Anliegen der Stadt Eschborn, als man die Skulpturenachse schuf, zu der auch der Skulpturenpark im Ortsteil Niederhöchstadt gehört (ihr erinnert euch vermutlich).

Phönix heißt die erste Skulptur aus Bronze, die ich euch zeigen will. Sie steht auf einem Kreisel, an dem es zu einem neuen Gewerbegebiet aber auch zum Arboretum geht. In Eschborn dachte ich noch, dass es schade ist, dass die Skulptur auf so einem hässlichen Kreisel steht. Aber manchmal bin ich halt schwer von Begriff. Die schwarzen Steine und der Staub – eben ist es mir gedämmert – gehören zum Kunstwerk. Schließlich entstieg der mythologische Phönix ja auch aus der Asche *pling*. Fotos der spektakulären Feuerenthüllung habe ich auch im Internet gefunden. Guckst du HIER.

Phönixskulptur EschbornDie Skulptur stammt von Oliver Ritter, einem Künstler aus Düsseldorf und
wurde hier 2008 aufgestellt.

Vom Kreisel aus gelangt man zu den Wiesen rund um ein noch neues Büro- und Gewerbegebiet, das lt. Ortsschild eigentlich zu Schwalbach / Ts. gehört. Aber hier läuft die Skulpturenachse weiter. Eines der ersten Kunstwerke war 2003 “Travel a head” ein überdimensionaler Kopf, der durch die ganze Welt gereist ist. Ich habe ihn vor ein paar Jahren in einem älteren Blog schonmal gezeigt.

Travel a head, EschbornDer Kopf wurde von Florian Borkenhagen aus Frankfurt am Main 2001 geschaffen und steht seit 2003 in Eschborn.

Versatzstück, Eschborn

Ganz in der Nähe und mitten auf der grünen Wiese steht eine Pappel in einem überdimensionalen Blumentopf. Das Kunstwerk nennt sich “Versatzstück” – was auch immer damit gemeint ist. Geschaffen wurde diese Werk von Timm Ulrichs aus Berlin.

„Fulcrum“, das Kunstwerk des amerikanischen Bildhauers John Raymond Henry, ist der Angelpunkt der Skulpturachse Eschborn.“ So beschreibt das Volksbildungswerk Eschborn die Skulptur, die seit 2002 im Kreisverkehr Frankfurter Straße, Ecke Mergenthalerallee zu finden ist – direkt vor der neuen Deutschen Börse. Diese Kreiselfigur befindet sich in einem der großen Gewerbegebiete von Eschborn, wo sich ein Glaspalast neben dem anderen in die Höhe schraubt. Obwohl ich mit diesem Kunstwerk nichts anfangen kann, denke ich schon, dass es dorthin passt. Wobei ich außerdem sagen kann, dass mir einige dieser Hochhäuser von ihrer Architektur wirklich gut gefallen.

Vor einem der Glaspaläste fand ich noch diesen Mann, der es offenbar sehr eilig hat:

Mann, laufend - EschbornDiese Figur gehört nicht zur Skulpturenachse sondern vermutlich eher zum Gebäude selbst.
Mir ist auch nichts weiter darüber bekannt.

So, das war’s dann mal wieder von meiner Seite. Ich freue mich auf eure Beiträge! Ach ja – und das Wetter hat auch nicht gehalten. Kaum war ich wieder zu Hause, fing es auch wieder an zu schütten.