Für Carola
. . . und Alle, die ihn auch gerne hören: Reinhard Mey:
Vorlieben
Für Freunde aufwändig animierter Google Doodles gibt es heute eines zu Ehren Stanislaw Lems, das sich wirklich sehen lassen kann. Mein Mann ist ein Fan von Lems Romanen. Er liest überhaupt sehr viel Science Fiction, während ich mehr der Fantasytyp bin.
Ihr müsst es in Aktion sehen, so sieht es nach nicht viel aus.
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Bei Büchern haben wir also einen recht unterschiedlichen Geschmack, anders bei Musik etc. Neulich wollte ich schon zum Tod von Franz Josef Degenhardt ein paar Worte schreiben, irgendwie passte es aber gerade nicht.Ich hatte zuviele andere Beiträge. Kurz davor hatte Wolf Biermann Geburtstag und nun ist Georg Kreisler gestorben. Alle Drei gehören irgendwie eng zu unserer Jugend. Sie war geprägt von politischen Liedermachern und politischem Kabarett. Es gab noch nicht diese seichte Comedy, wie wir sie heute ständig im Fernsehn angeboten bekommen und die ich total ablehne. Es gibt natürlich auch immer noch gute Sachen oder zumindest solche, über die ich noch lachen kann. Aber spätestens bei Leuten wie Mario Barth rollen sich mir die Fußnägel auf. Wobei ich glaube, dass einige dieser Typen in ihrem privaten Leben ganz anders sind als sie sich auf der Bühne geben. Ist das nicht schade? Ich mag authentische Künstler, Leute bei denen ich weiß, dass sie auch was im Kopf haben und man ihnen das an ihrer Kunst auch anmerkt. Es muss ja gar nicht immer hochpolitisch sein – aber wenigstens intelligent.
Link zu Youtube: Georg Kreisler: “Als der Zirkus in Flammen stand” – eines seiner bittersten Lieder und “Tauben vergiften“: sicher eines seiner bekanntesten
Link zu Youtube: Franz Josef Degenhardt: “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“
Link zu Youtube: Wolf Biermann: “Trotz alledem“ – ein Klassiker mit neuem Text (Trotz alledem ist im Original der Text eines vertonten Gedichtes von Ferdinand Freiligrath. Das Lied entstand kurz nach der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/49, als König und Adel mit militärischen Mitteln versuchten ihre Macht wiederherzustellen.) Ursprünglich kannte ich das Lied von Hannes Wader, auch so ein Wegbegleiter. Die erste Strophe geht so:
Das war ‘ne heiße Märzenzeit,
Trotz Regen, Schnee und alledem!
Nun aber, da es Blüten schneit,
nun ist es kalt, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem –
trotz Wien, Berlin und alledem –
ein schnöder scharfer Winterwind
durchfröstelt uns trotz alledem!
Hach ja …
Höre nebenbei gerade Vintage Rock im Phono Star Radio. Kennt ihr den hier noch: Jimi Hendrix “All along the Watchtower” ? Das waren noch Zeiten.
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Ausgelesen habe ich inzwischen die vier Bände aus der Krimikassette von Andreas Franz. Von den vier Krimis gefiel mir gleich der Erste in der Rückschau am besten. “Tod eines Lehrers” war spannend, stimmig und mir haben die Charaktere gefallen. Das kann ich nicht von allen Bänden behaupten. Als nächstes habe ich “Mord auf Raten” gelesen, der in der Schickimicki Welt der Ärzte, Reichen und Galeristen spielt und sämtliche Klischees bedient. Ohne diese Typen ist es dennoch eine spannende Story. “Schrei der Nachtigall” fand ich sehr gelungen, obwohl da Vieles vorhersehbar ist. Allein schon die Namensgebung des im Koma liegenden Opfers Allegra nimmt den Schluss im Grunde vorweg. Trotzdem auch wieder eine spannende Geschichte, die sicher auf einem tatsächlich passierten Mord beruht. Ich bin überhaupt davon überzeugt, dass sich der Autor grundsätzlich an bekannten, Aufsehen erregenden Kriminalfällen orientiert hat. Was der Spannnung aber keinen Abbruch tut. Als letzten Band habe ich “Teufelsleib” gelesen, eine Superstory, aber da kam ich dann irgendwie in der persönlichen Entwicklung des Kommissars Peter Brand nicht mehr mit bzw. in der ewigen Beziehungsgeschichte zwischen der Rechtsmedizinerin, die er liebte und die immer sehr nett geschildert wurde und der schnippischen Staatsanwältin, mit der er nun zusammen ist – nee, das ist alles irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Insgesamt finde ich inzwischen, dass die Krimis von Andreas Brandt gut lesbar sind, aber irgendwie fehlt ihnen dann doch das Besondere, ein witziger oder origineller oder besonders eindringlicher Schreibstil. Ich hatte nach vier Bänden irgendwann das Gefühl, dass die Bücher direkt aus einem Schreibworkshop kommen, bei der ein Szenario vorgegeben wurde und – gründliche Recherche vorausgesetzt – eigentlich ein druckbarer Krimi herauskommen musste. Aber vielleicht sollte man eben nicht vier Bände hintereinander lesen. Wobei – es gibt Schriftsteller, da habe ich damit keine Probleme.
Fazit: Durchaus spannende Hausmannskost, mehr als eine Portion ist von Übel.
Unbedingt gucken
. . . oder besser gesagt: heute unbedingt googlen. Google erinnert heute mit einem animierten Film an Queen-Sänger Freddie Mercury, der heute 65 geworden wäre. Wenn ihr bisher das Google Doodle schon registriert aber den goldenen Pfeil bislang missachtet habe, dann unbedingt mal draufdrücken. Das kleine Filmchen ist sehens- und hörenswert. Es sei denn, ihr könnt mit Freddie Mercury nichts anfangen.
Draufklicken und ihr seht es bei Youtube
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Und nicht vergessen: am Mittwoch ist wieder Schmiedekunst angesagt. Ich wünsche euch eine gute neue Woche! – - – Mir selbst geht’s noch nicht so berühmt. Das Antibiotikum wirkt noch nicht in dem Maße, wie ich es mir wünschen würde. Dafür ist mir von dem Zeugs inzwischen wieder speiübel. Vielen Dank aber auf jeden Fall für eure guten Wünsche.
Jurowischen
. . . oder so ähnlich. Na klar, habe ich mal reingeguckt in den Grand Prix oder Eurovision Song Contest, wie sich das ja inzwischen nennt. “Jurowischen” oder gleich “Jugowischen” wäre aber auch nicht schlecht. Die Osteuropäer haben sich die Punkte wieder zugeschanzt wie immer, die Westeuropäer und Nordeuropäer auch. Der Süden ist mir irgendwie nicht weiter aufgefallen. Die Qualität des Dargebotenen lag für meinen Geschmack kaum über dem, was uns DSDS seit Jahren antut.
Und Lena – ach, du meine Güte. Ich zitiere mich mal selbst, will sagen einen Kommentar, den ich bei Brigitte (Blechi) hinterlassen habe: “Ich denke, dass man Lena schon immer überschätzt hat, auch bereits im letzten Jahr. Gestern Abend – nee, dass war der Absturz. Vom Fräuleinwunder zur anvisierten Femme fatale oder was? Lena sang ihr Lied mit einer Mimik, die man sonst ab 23 Uhr auf den hinteren TV-Kanälen bei den Damen mit den Telefonnummern geboten bekommt. Wie heißt es bei Wilhelm Busch: “Wenn Einer, der mit Mühe kaum, gekrochen ist auf einen Baum, schon denkt, dass er ein Vogel wär’, so irrt sich der.” Dem ist nichts hinzu zu fügen.
Was ich aber echt nervig fand – und gleichzeitg so total deutsch wie nur irgendwie – wieso wurde eine Sendung, die in Deutschland stattfand, ausschließlich auf Englisch und Französisch moderiert? Da war es fast herzerfrischend, dass sich der französische Punktevergeber genau so benahm, wie es sich für einen Franzosen gehört: Er sprach französisch und zwar ausschließlich. Das hat dann sogar die begleitende Stimme aus dem Off irritiert. Der gute Mann – wer auch immer das war – meinte nur, dass Anke Engelkes ihn wohl verstehen würde. Mal ehrlich, ich kann genug Englisch, um der sowieso nicht sehr anspruchsvollen ESC Moderation problemlos zu folgen, aber war das wirklich nötig?
Übrigens – ESC (Eurovision Song Contest) – Nomen est Omen – oder? Mit der ESC–Taste auf meinem PC flüchte ich normalerweise aus dem Programm, wenn nix mehr geht
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