Bevor
. . . der Tag dann auch schon wieder vorbei ist:
Heute ehrte Google den Architekten Mies van der Rohe mit einem sehr schönen Google Doodle:
Google Logo zum 126. Geburtstag von Mies van der Rohe
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Und nach der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl vom Sonntag gibt es für die Medien in Hessen ein neues Lieblingswort: “Rhein-Gau”. Keine Ahnung, wie Frankfurt mit dem neuen OB – wie heißt er gleich? – ach ja Peter Feldmann – zurecht kommt oder er mit der Stadt und der schwarz-grünen Koalition im Römer, aber ich denke, dass sich Frau Roth und Boris Rhein gewaltig verschätzt hatten. Eigentlich war mir das Ergebnis schon klar, als vor der Stichwahl plötzlich nicht mehr das Konterfei von Boris Rhein auf den Plakaten prangte sondern Petra Roth für ihn in die Bresche sprang: “Meine Wahl – Boris Rhein”. Wie peinlich war das denn? Mal schaun, wie lange er sich nun noch als Innenminister im Rheingau – pardon – in Hessen halten kann. So – nun ist ja doch schon der 28. März – egal. Gute Nacht erstmal.
Schwanzmeisen
. . . haben mir den ganzen Winter über gefehlt. In den beiden letzten Jahren sind sie immer in ganzen Schwärmen aufgetaucht und diesmal nicht eine Einzige. Aber heute – heute höre ich sie im Nachbargarten irgendwo und zu uns hat sich immerhin mal eine verirrt.
Im Ofen schmoren meine Rouladen mit Schafskäse und Gemüsefüllung – ich krieg langsam Hunger. Und wie es scheint, kommt sogar allmählich die Sonne durch – wow! Dann werde ich nach dem Mittagessen meinen Gang zur Wahlurne – OberbürgermeisterIN-Wahl – mit einem anschließenden Spaziergang verbinden. Komischer Gedanke, dass es nicht mehr Petra Roth sein wird, die siebzehn Jahre lang als OB auch ein bisschen Frankfurts Aushängeschild war – eine optisch kühle, elegante und dennoch sehr sympathische Hanseatin, die längst zur Frankfurterin geworden ist. Ich mag und mochte sie sehr. Und nun? Die Alternativen sagen mir wenig. Am bekanntesten ist noch Boris Rhein, der hessische Innenminister. Aber der ist doch gerade erst Innenminister geworden. Mir widerstrebt es ihn nun zum OB zu wählen. Der sollte sich doch erstmal in dem Amt bewähren, dass er inne hat. Peter Feldmann von der SPD ist für mich ein total unbeschriebenes Blatt. Das gilt im Grunde auch für alle anderen Kandidaten. Kommt noch Rosemarie Heilig vom Bündnis 90/Die Grünen in Frage. Sie wäre tatsächlich eine brauchbare Alternative. Es wird sicher sowieso bei der schwarz-grünen Koalition in Frankfurt bleiben, wobei das heute nicht zur Debatte steht. Es ist immer das Gleiche, jedenfalls für mich, ob Landtagswahl, Bundestagswahl, OB-Wahl . . . unabhängig von den Parteien gibt es eigentlich schon lange keine Politiker mehr, von denen ich sagen kann: Jawohl, er oder sie ist es.
Womit hatte ich angefangen? Ach – mit Schwanzmeisen *gg*. Da bin ich aber ganz schön vom Thema abgekommen. Na, ich geh mal gucken, was meine Rouladen machen.
KBKM #10
KbkM – ab sofort in der 10. Woche
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Meine beiden Fotos haben manches gemeinsam – es sind Bronzegussplastiken, sie haben einen politischen Hintergrund und sie wurden auch beide letzten August fotografiert – eins in Berlin, eins in Danzig.
Diesen Herrn kennt ihr sicher alle, selbst wenn ihr erst nach seinem Ableben geboren wurdet: Er war der erste Bundeskanzler der BRD und zwar von 1949 bis 1963. Geboren wurde Adenauer noch im Kaiserreich, am 5. Januar 1876 und er starb am 19.April 1967, wurde also stolze 93 Jahre alt. Er war wohl zum Ausnahmepolitiker bestimmt. Schon 1917 wurde er zum jüngsten Oberbürgermeister der Großstadt Köln gewählt. Während der Weimarer Republik war er für das Amt des Reichskanzlers im Gespräch. Als Gegner der Nationalsozialisten war er während des Dritten Reiches häufig bedroht.
Die Bronzeplastik steht in Berlin am Adenauerplatz. Die Statue zeigt einen dynamischen Adenauer mit wehendem Mantel und Hut in der Hand. Als Vorbild diente ein Foto vom 21.9.1949 beim Verlassen des Sitzes der Hohen Kommission auf dem Petersberg in Königswinter bei Bonn. Dabei hatte er bewusst die Anweisung missachtet, nicht auf den Teppich zu treten, auf dem die Vertreter der Besatzungsmächte standen.
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Und hier noch eine Gruppe “Reisender” mit einem speziellen Hintergrund
Kindertransport – vor dem Danziger Hauptbahnhof
Als Kindertransport (auch Refugee Children Movement) wird international die Ausreise von über 10.000 Kindern, die als „jüdisch“ im Sinne der Nürnberger Gesetze galten, aus dem Deutschen Reich, beziehungsweise aus von diesem bedrohten Ländern zwischen Ende November 1938 und dem 1. September 1939 nach Großbritannien bezeichnet. Auf diesem Wege gelangten vor allem Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei ins Exil. In Zügen und mit Schiffen konnten die Kinder ausreisen, wobei die meisten ihre Eltern nie wieder sahen. Oftmals waren sie die einzigen aus ihren Familien, die den Holocaust überlebten. (Quelle: Wikipedia) Der Künstler dieser Gruppe – Frank Meisler, ein israelischer Bildhauer, Schoepfer vieler Werke in Europa, – ist damals am 25. August 1939 als Kind mit dem letzten, vierten Transport aus Danzig weg gefahren.
Wenn man den Hintergrund nicht kennt, sieht die Gruppe auf den ersten Blick eigentlich nach ganz normalen Reisenden aus, aber sie hat mich gleich berührt, als ich sie gesehen habe. Die Informationen dazu habe ich mir erst zu Hause aus dem Internet geholt.
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Ich freue mich auf eure Beiträge!
Economou
. . . oder die griechische Tragödie – äh - Komödie oder doch nicht?
“Der deutsche Handelsriese Metro hat das Interesse von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen an einer Übernahme von Galeria Kaufhof bestätigt. Wie Metro als Kaufhof-Eigentümer am Mittwoch sagte, ist ein Angebot vorgelegt worden. Für das operative Geschäft habe Berggruen alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerte abgegeben, hieß es aus Unternehmenskreisen. Nach einem Zeitungsbericht hat auch der griechische Reeder George Economou ein Angebot für die Warenhauskette abgegeben.” – so stand es gestern in meiner Tageszeitung zu lesen. Ich hatte es schon wieder vergessen, obwohl ich mich kräftig amüsiert hatte. Erst als ich heute Morgen Alles über den nächsten Akt in der griechischen Tragödie las, fiel es mir wieder ein. Wenn ich an das wirtschaftlich desolate Griechenland denke, stößt es mir schon sauer auf, wenn ich gleichzeitig lesen muss, dass ein milliardenschwerer griechischer Reeder den deutschen Kaufhof übernehmen will. Von diesen steinreichen Griechen muss es eine Menge geben. Könnten die nicht mal in Griechenland selbst investieren? Und dann heißt der Bursche auch noch Economou – klingt doch sehr nach Economy oder auf gut deutsch Ökonomie. Stattdessen werden europäische Investoren für Griechenland gesucht. Irgendwas läuft hier aber gewaltig schief.
Ausgelesen: Drop City
Drop City – das Buch, das mein Sohn für eine Abipräsentation auf englisch gelesen hat, habe ich nun ebenfalls, aber auf Deutsch, gelesen. Im Großen und Ganzen hat es mir gefallen. Es ist eine sehr gute Gesellschaftsstudie der amerikanischen Hippiezeit in den 1960er Jahren. Es ist in der Wortfall manchmal sehr deftig, aber mittlerweile ist man Schlimmeres gewohnt. Ich musste nur ab und an schmunzeln bei dem Gedanken, dass dies Abilesestoff ist – allerdings sind diese Abiturienten ja allesamt Erwachsene auf dem zweiten Bildungsweg. Für mich war das Buch deshalb interessant, weil ich ja in dieser Zeit aufgewachsen bin und die Hippiekultur irgendwie doch zumindest über die Musik mitbekommen habe. Und bis heute krieg ich romantische Gefühle, wenn ich Scott McKenzies “San Francisco” im Radio höre (obwohl ich inzwischen in San Francisco war und die Flower Power Zeit längst vorbei ist.) Die Hippies in meiner Erinnerung sind aber sicher keine realen Hippies. Sie vermischen sich mit der Studentenbewegung in Deutschland, mit John Lennon und Yoko Ono, sie sind vor allem ziemlich politisch und nur eher nebenbei bekifft. Die amerikanischen Hippies in Drop City sind hingegen meistens bekifft und ziemlich – um nicht zu sagen – total unpolitisch. Ich fand das Buch extrem ernüchternd. Ich will das jetzt nicht weiter ausführen – der Teufel will’s und irgendwer liest das dann hier und wirft Andi schließlich noch irgendwas vor, bevor er seine Präsentation über die Bühne gebracht hat.
Aber ich glaube, ich werde mir nach Drop City noch weitere Bücher von T.C. Boyle vornehmen. Ich habe mich inzwischen etwas mit dem Autor befasst, von dem ich vorher allenfalls mal den Namen gehört habe, und ich denke es lohnt sich, ihn näher kennen zu lernen. – Amerika ist sowieso immer wieder so ein Thema. Gestern Abend sah ich eine Sendung, in der ich Reden des im Moment aussichtsreichsten republikanischen Präsidentschaftsbewerber hörte. Der Mann heißt Rick Perry, ist derzeit Gouverneur von Texas und ein absoluter Anhänger der Bushs. Er ist für die Todesstrafe, gegen Abtreibung und Homosexuelle – vermutlich auch gegen Farbige, nur kann er das im Moment noch schlecht sagen. Mir wird übel, wenn ich mir vorstelle, dass so einer nach Obama Präsident wird. Schlimmer wäre vermutlich nur noch so eine Tea-Party Hausfrau.
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Die Blätter der Zaubernuss (Hamamelis) im Vorgarten
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Zum Thema Wetter heute siehe “Mogelpackung” im Gartenblog
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