Kategorie-Archiv: KBKM

KbkM-extra2

Für Alle, die noch was haben und nicht genug bekommen können
(wobei – mir fällt gerade ein, dass Harald dieses Projekt vielleicht weiterführen wollte)

Heute ist so ein Tag, an dem ich wirklich froh bin, dass das Projekt “eigentlich” rum ist *lach*.  Ich habe nämlich kaum was anzubieten. Aber immerhin habe ich gestern am Main einen schönen Balkon fotografiert und dann habe ich bei meinen Bildern aus Aschaffenburg noch eine Holzschnitzerei entdeckt, von der ich nur nicht mehr weiß, wo ich sie genau fotografiert habe.

BalkonEin schöner Zierbalkon an einem alten Haus am Griesheimer Mainufer – Gebrauchskunst sozusagen,
die auch gut zu “Schlösser, Gitter und Verzierungen” gepasst hätte.

Holzschnitzerei

Und das? – nun fällt es mir beim Betrachten der anderen Fotos wieder ein – das ist eine sehr alte Holzdecke
in einem Kreuzgang der Aschaffenburger Stiftskirche.

Kreuzgang der Stiftskirche

Ein Teil des romanischen Kreuzganges der Aschaffenburger Stiftskirche St. Peter und Alexander aus dem
13. Jahrhundert. An der Decke sieht man die Holzschnitzereien aus dem Foto obendrüber.

*

Habt ihr auch noch was an öffentlicher Kunst?

KbkM extra

Gestern aus Wallau mitgebracht:

Wandmalerei - DruckereiWandmalerei an einem Haus. Ob hier früher eine Druckerei war, kann ich nicht sagen, nur vermuten.

Fensterladen

Malerei hinter einem Fensterladen – fast lebenecht

Wappen von Wallau

Das Wallauer Wappen
In Blau befindet sich zwischen je zwei W-förmigen gekreuzten silbernen Schafscheren ein silberner Schrägbalken, der ein rotes Schwert enthält.

Bei Wikipedia wird ein “Schafstreit” erwähnt, auf den sich sicher die Schafscheren beziehen. Nur erklärt wird dieser Schafstreit nicht. Und wenn man danach googelt, so findet man – wie fast immer – zigfach den exakt abgekupferten Wikipediatext. Für den Schafstreit gibt es keine Erklärung. Soweit ich weiß, hat es aber etwas mit Abgaben an die Obrigkeit zu tun. Ich werde mal versuchen, dass ich das noch herausfinde – vor Ort, ohne Internet!

Nachtrag: Der Schafstreit ist nicht der Grund für die Schafscheren im Wappen.  1959 wurden am Südwestrand von Wallau (heute: Friedrich-Ebert-Straße) zwei Keltengräber gefunden. Das Grab des Mannes enthielt ein Langschwert und eine Schafschere. Das Wappen wurde erst später von einem Heraldiker erstellt, der diese Funde für das Wallauer Wappen nutzte. Vielen Dank liebe Schwägerin! Ich wusste doch, dass du mir das erklären kannst.

Keltengräber sind bei uns keine Seltenheit. Hattersheim ist als Keltenort bekannt, und sicher ist Glauberg in der Wetterau inzwischen überregional bekannt. Auch am Hofheimer Kapellenberg sind derzeit wieder Archäologen am graben.

 

KbkM #30

Hier kommt mein Beitrag zum Projekt KbkM – diesmal aus Sulzbach im Main Taunus Kreis. Auch wenn der Ort nicht sehr groß ist, hat er doch einige hübsche Dinge zu bieten. Und auch insgesamt gefällt mir Sulzbach recht gut.

KäsfraaDas ist die Käsfraa (Käsefrau)

1985 wurde das Denkmal der Käsefraa (Käsefrau) aufgestellt. Im Mittelalter war in Sulzbach die Produktion des Handkäs weit verbreitet. Die Sulzbacher Bäuerinnen verkauften diesen auf dem Mark in Frankfurt. Im Volksmund wurde Sulzbach darum scherzhaft Käsbach genannt. Da haben die Frankfurter also ihren berühmten “Handkäs’ mit Musigg” aus Sulzbach bekommen.

DorfpumpeAn das dörfliche Leben erinnert auch noch diese alte Schwengelpumpe, die für die Wasserversorgung zuständig war,
bevor Sulzbach an ein öffentliches Wasser- und Stromnetz angeschlossen wurde. Das waren noch Zeiten! >>>

Bürgerbrunnen>>> Damals hätte man sich einen so üppig sprudelnden Brunnen nicht leisten können.
Der “Bürgerbrunnen ” auf dem Platz an der Linde

Brunnendetails

Der Bürgerbrunnen zeigt auf beiden Seiten sehr schöne, detailgenaue Szenen aus dem dörflichen Leben über die Jahrhunderte hinweg – großartig gemacht. Hier kommt ein Minivideo:

Was mir in Sulzbach ausnehmend gut gefallen hat, das waren die vielen Hinweistafeln aus beständiger Bronze, wenn sie auch manchmal hinter Büschen und Blumen kaum zu entdecken waren. Natürlich hat auch Sulzbach seinen Hinweis auf die Bonifatiusroute. Aber auch hier hat man sich eine Bronzegusstafel geleistet, die nicht so schnell kaputt zu kriegen ist wie viele andere Tafeln aus Holz oder Plexiglas. Man sollte mal darüber nachdenken, ob sich bei manchen Sachen nicht  der zunächst größere Aufwand letztendlich auszahlt. Man sieht’s ja an den alten Ägyptern *gg*.  Also im Ernst, ich frage mich, was an Texten aus unserer Zeit so lange überdauern wird wie die Hieroglyphen in Ägypten. Dennoch ist es natürlich eine Schande, dass bei uns so Vieles dem Vandalismus zum Opfer fällt. Wobei ich den Eindruck habe, dass es in kleineren Gemeinden vielleicht besser funktioniert, weil es da eine gewisse gegenseitige Kontrolle gibt. Wie ist das bei euch? Sulzbach sieht jedenfalls recht propper aus.

Bonifatiusroute

Die hier erwähnte Elisabethenstraße wurde zur A66, wobei man parallel zur Autobahn einen Feldweg mit dem Rad
befahren bzw. dort laufen kann, der immer noch als Elisabethenstraße bekannt ist.

Die Elisabethenstraße ist eine historische Altstraße von Mogontiacum (Mainz) in die Wetterau, die von den Römern als Militärstraße und Versorgungsweg ausgebaut wurde und eine zügige Versorgung der rechtsrheinischen Gebiete erlaubte. In ihrem Verlauf ist sie auch als Steinerne Straße, Hohe Straße oder Heerstraße bekannt.

So – das war’s von mir. Ich freue mich auf eure Beiträge und wenn ihr kommende Woche weitermachen wollt – nur zu!