Denglisch

. . . bezeichnet bekanntermaßen einen deutsch-englischen Mischmasch in unserer Sprache, den vor allem einige Promis gerne von sich geben, die damit ihre Weltgewandheit zur Schau stellen wollen. Wie sprecht ihr eigentlich englische Begriffe aus, die euch beispielsweise in eurer Kindheit noch nicht geläufig waren? Oder anders gesagt – es gibt für mich Wörter, die ich von Kindheit an nicht in perfektem Englisch ausspreche und eigentlich sehe ich auch nicht ein, dass ich mittlerweile aus  A r i z o n a  “Aerisona” machen soll. Es sei denn, ich bin in den USA unterwegs und spreche dort komplett Englisch. Genau das veranlasste heute unseren jüngeren Sohn (der inzwischen Anglistik und Amerikanistik studiert) zu einem “also Mutter” *gg*. Okay, ich sage zu Utah auch nicht “Uta” sondern schon “Jutah”, aber ich weiß erst seit Kurzem, dass sich Arkansas etwa wie  “Oakensoa” ausspricht und auf der ersten Silbe betont wird. Kalifornien ist hingegen ein deutscher Begriff und kein Mensch sagt in Deutschland deshalb “Kaeliforniae”.

Ich schätze, ich werde weiterhin Arizona sagen, aber vermutlich ins Schleudern geraten, wenn es um Arkansas geht. Blöd will frau ja auch nicht aussehen. Früher hat sich kein Tagesschausprecher verbogen um “Mexiko” richtig auszusprechen, heute gehört es zum guten Ton und für mich hört es sich manchmal nach Halskrankheit an. Engländer sprechen jeden deutschen Begriff englisch aus, Franzosen vermutlich auch. Nur wir Deutschen bekennen uns nicht dazu. Das ist doch wirklich doof. Da sagen wir einerseits zwar zu Mallorca “Majorca” aber schon die Paella wird bei den meisten wieder zu “Paelja” – ein “L” brauchen wir noch. Ach ja – gebildet auszuschaun ist schon schwer . . .

4 Gedanken zu „Denglisch

  1. minibar

    Arkensoa sage ich schon recht lange. Welcher Präsident kam daher? Ich bekomme es im Moment nicht auf die Reihe.
    Ich neige schon dazu, mehr die englischen Begriffe zu nehmen und zu sprechen.

  2. Jutta

    Liebe Elke,

    meine Englischkenntnisse sind ja sowieso sehr bescheiden, da ich es ja nie richtig gelernt habe. Außerdem bin ich sowieso kein Freund davon, englische Wörter zu benutzten, wenn es deutsche dafür gibt. Da bin ich auch ziemlich eigensinnig. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt und ich weiß nicht, wie ein Wort ausgesprochen wird, dann frage ich. Ich glaube, das ist immer noch besser, als sich irgendwelche Verrenkungen abzubrechen.

    Liebe Grüße
    Jutta

  3. Pia-Marie

    Wir hatten eine gebürtige Engländerin als Englischlehrerin und die war der Ansicht, dass man ein unbekanntes Wort einer anderen Sprache lieber so aussprechen soll wie es geschrieben steht, als das man irgendwelche komischen Wortneuschöpfungen von sich gibt, dass wäre dann erst recht peinlich. Daran habe ich mich bisher gehalten und bin eigentlich nicht komisch aufgefallen. Ich scheue mich aber auch nicht nachzufragen wenn ich nicht sicher bin. Ansonsten finde ich es das ganze “Denglisch” das in Deutschland Einzug hat schon verdammt peinlich. Wir haben eine Sprache und verunzieren sie durch englische Begriffe nur damit es wunder wie toll und weltgewandt klingt. Ich kenne kein Land das seine Muttersprache so aufweicht. Schade um die deutsche Sprache, die früheren “Dichter und Denker” rotieren wahrscheinlich bei jeder Werbepause in ihren Gräbern

    also dann bye,bye Elke

  4. moni

    …und bedarf der ständigen Übung, oder auch in Denglisch “try it again and again…..”, liebe Elke!

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