Freundschaftsdienst

. . . oder Geschäftsidee? In einem Blog, den ich öfter mal besuche, fand ich heute einen Beitrag, der mit dem Filmtitel “Let’s make money” überschrieben war. Dieser  Dokumentarfilm  lief gerade in der ARD (ich habe ihn leider verpasst). Aber das nur nebenbei. Ich erwähne das überhaupt nur, weil der gleiche Blog in der Sidebar ganz groß einen Hinweis stehen hat: “Du willst auch einen Blog? Ich helfe dir gerne.” Das find ich toll, dachte ich mir. Ich habe zwar auch schon einigen Leuten mit Rat und Tat zur Seite gestanden, die im Blogeinrichten noch völlig ahnungslos waren, aber frau kann ja mal draufklicken. Gesagt, getan und schon tut sich eine Seite auf, auf der man dann erfährt, dass es sich keineswegs um einen Freundschaftsdienst handelt sondern die angebotene Hilfe mit 50 Euro zu honorieren ist. Ups – das hatte ich nun nicht erwartet oder vielleicht doch?

Was haltet ihr von dieser “Geschäftsidee”? Ich find’s ja nicht grundsätzlich verwerflich, in den USA findet man kaum Blogs oder private Webseiten, die irgendwas zur kostenlosen Nutzung anbieten. Ich denke da jetzt an kleine Homepagegrafiken, Hintergründe und so ein Zeugs. Und  bei uns ist es zumindest nichts Besonderes, wenn schönes Webdesign gegen Entgelt angeboten wird. Was also stört mich? Vielleicht nur der Text “Ich helfe dir gerne.”  Für mich assoziiert das einen Freundschaftsdienst, den man sich nicht bezahlen lässt. Aber wie mir scheint, Amerika lässt grüßen. Let’s make money!

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Ich habe übrigens gerade meinen ungenutzten Litblog auf 3.0 upgedated, das ging per automatischem Update tadellos. Im Moment ist er aber nicht zu erreichen, weil ich den Inhalt gelöscht habe (also bewusst, willentlich, hat nix mit dem Update zu tun!) Ich habe wieder ein paar Idee, an denen ich bastele – frau hat ja sonst nichts zu tun *lol* . Es wird vermutlich unter der gleichen Adresse wieder einen Blog für besondere Fotos, Grafiken und Texte geben. An diesen Blog trau ich mich mit dem Update immer noch nicht ran, obwohl bisher immer alles prima geklappt hat, seit es die automatischen Updates gibt.

7 Gedanken zu „Freundschaftsdienst

  1. Helmut

    Wie heißt es doch so treffend: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Nun ja, das Geld unbedingt für einen Blog zu investieren, das mag ich nicht unbedingt. Ich bin mit einem einfachen Blog zufrieden. Mehr ist für mich nicht erforderlich. Hin und wieder gibt es ja Probleme mit dem Anbieter, das ist zwar ärgerlich. Doch was solls.

    Nun ja, was den Filmbeitrag betrifft ist das sicher Schade, daß du ihn versäumt hast. Andererseits geht es im Spielcasino so weiter, als hätte es eine Krise nie gegeben. Vielleicht war das alles nur eine Erfindung der Medien…Denn schon wieder verdienen sich die Banken und Unternehmen (Daimler) dumm und dämlich. Ich bin sehr gespannt wann der erste Staat mal wirklich Pleite geht. Wir in Deutschland haben darin ja Erfahrung. 1929 lässt grüßen.

    Lieben Gruß
    Helmut

  2. Ocean

    Guten Abend, liebe Elke :)

    ja, das empfinde ich auch so – an sich – warum nicht? aber das “helfen” suggeriert eben “gern tun, umsonst” – ist es aber dann doch nicht.

    Klar, warum nicht ein bisschen zahlen für solche Services – und ich find es prinzipiell auch nicht verwerflich, wenn man mit bzw über den Blog oder die Webseite auch Geld verdienen möchte. Man kann es anbieten – was der Leser daraus macht, ist seine Sache.

    Man kann ja komplett kostenlos bloggen (also vom I-Net-Anschluss mal abgesehen) ..aber für den tollen Service bei BLW, und das umfangreiche Foto-Hosting bei Fotki geb ich gern ein bisschen was aus – ist ja letztlich wirklich nicht viel, auf den Monat umgerechnet – und ich hab dadurch komfortable und stabile Plattformen.

    Einen schönen Abend dir ..liebe Grüsse :)
    Ocean

  3. Helga

    Unter Freundschaftsdienst stelle ich mir auch was anderes vor
    Aber es wäre interessant, zu wissen, ob das Geld gut angelegt wäre, wenn man die Dienstleistung denn kaufen würde.
    Steinreiche Grüße
    Helga

  4. Maxxie

    Hallo, Elke,

    ich seh’s ähnlich.
    Es ist ja nicht grundsätzlich verwerflich, für Hilfsdienste Geld zu nehmen.
    Aber mich stört sehr der Einstieg: “Ich helfe Dir gerne” – und dann im nächsten Schritt die Geldforderung. Sieht so aus wie: erst mal auf die Seite locken, das ist dann schon der halbe Auftrag.
    Nein, gefällt mir gar nicht. und wäre für mich ein Grund, dieses spezielle Angebot nicht anzunehmen, egal, wie “toll” ich das Angebot finde.
    Tja, bei Geld hört (hören) halt die Freundschaft(sdienste) auf … ;-)

    LG
    Maxxie

  5. Elke Artikelautor

    @Karl-Heinz: *lol* – geizig ist natürlich auch ein Argument, aber daran dachte ich jetzt weniger.

  6. Karl-Heinz

    Hallo Elke,
    ich bin zu geizig, um Geld für derartige “Freundschaftsdienste” auszugeben.
    Mein Blog und meine vielen Websites mögen nicht unbedingt professionell aussehen, aber mir genügt es und scheinbar auch den meisten Besuchern. Natürlich kann man immer noch Verbesserungen machen und eine Website ist ja in dem Sinne nie fertig, sondern man bastelt daran immer wiedermal etwas weiter.
    Anders wäre es, wenn ich eine geschäftliche Website brauchte, da würde ich mir doch Hilfe nehmen. Immerhin kenne ich die HTML Sprache einigermaßen, obwohl in vielen Fällen nicht einmal notwendig.
    LG KH.

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