Unsere schöne neue Technikwelt produziert auch Probleme, die man früher nicht hatte. Wer sich heute blind auf sein Navigationsgerät verlässt, landet schneller mal im Abseits – oder gar im Main – als wenn er nach Karte gefahren wäre.
In letzter Zeit kommt es immer öfter vor, dass ortsfremde Autofahrer per Navigationsgerät durch’s schöne Unterliederbacher Vogelviertel irren, weil ihnen das Gerät vorgaukelt, dass am Ende des Wachtel – oder Nachtigallenweges ein Bahnübergang kommt, der sie Richtung Industriepark oder Ballsporthalle weiterführt – per Auto wohlgemerkt. Solange es sich um normale PKWs handelt, bringt das den Leuten nur Ärger und Zeitverlust ein, aber zunehmend handelt es sich um tonnenschwere Laster, die schon auf breiten Hauptverkehrstraßen nur mit Mühe zu wenden sind. Und wenn dann noch – wie heute geschehen- Fahrer darin sitzen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, wird’s richtig kompliziert. Heute wurde nur ein Baum beschädigt und ein Zaun angekratzt, aber es könnten genauso gut geparkte Autos oder – viel schlimmer – Menschen dabei zu Schaden kommen.
Stefan wird wohl später am Baum den gebrochenen Ast absägen, damit niemand zu Schaden kommt, der Nachbar stört sich vermutlich nicht groß an den Kratzern an seinem alten Jägerzaun, aber damit ist das Problem nicht gelöst. Ich hätte nie geglaubt, dass der Fahrer es überhaupt schaffen würde, seinen Brummi noch zu wenden. Und dummerweise verirrte er sich auch noch ein zweites Mal auf die gleiche Ecke am Ende unseres Gartens. Vermutlich kam er woanders auch nicht weiter.

Neulich stand mal in der Zeitung, dass ein Autofahrer in der Stadt eine Treppe hinuterfahren wollte und dabei natürlich steckengeblieben ist.
Grüßle Bellana
Auf die Art und Weise sind sogar schon Autos im Wasser gelandet. Da frag ich mich echt, ob die Fahrer blind sind. Technik ist gut und Navi ist eine feine Sache, aber man sollte dennoch mitdenken und – wie habenn wir es gelernt – vorausschauend fahren.
Liebe Grüße von Kerstin.