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Satte Vögel

. . . oder einfach nur genügend  Nahrungsangebot in freier Wildbahn – sowas habe ich im Dezember auch noch nie erlebt. Ich habe heute Morgen sowohl den ersten Meisenknödel als auch den Energieblock abgenommen und entsorgt. Besonders der Energieblock sah mehr als unappetitlich aus, vermutlich war er auch bei diesen Temperaturen längst ranzig. Einen frischen Meisenknödel habe ich rausgehängt, aber den nächsten Energieblock gibt es erst, wenn Schnee fällt oder wir Minusgrade erreichen. Das Futterhäuschen interessiert auch kaum mal einen Vogel, stattdessen sieht man munter morgens und abends Amseln über den Rasen trippeln, die einen Regenwurm nach dem anderen aus der feuchten Erde ziehen.

So – ich werde mich nun mal wieder an die nie versiegende Bügelwäsche machen. Irgendwann mache ich heute auch wieder einen Spaziergang. Der Sauerstoffbedarf ist hoch und immerhin regnet es nicht, auch wenn es grau in grau ist da draußen.

Felsenkellerbrunnen in Oberursel – der merkwürdige Knubbel ist eine Sandrose (Baryt),
gefunden am Rockenberg in der Wetterau

Während die Brunnen in Oberursel im Winter natürlich wie überall abgestellt sind, sprudelt das Wasser bei uns im Garten munter weiter. Und auch wenn die Vögel keine Futterstellen aufsuchen – oder sehr selten – als Badegäste kann man sie nach wie vor beobachten.

Passend zum Felsenkellerbrunnen die Felsentaube ;-)

Amsel am Teich (im Hintergrund rechts unscharf noch ein Spatz)

Eiszeit

. . . hat den Frühlingszauber wieder abgelöst, aber auch das soll nicht lange halten. Lt. Wettervorhersage dürfen wir zum Wochenende hin mit +9°C rechnen. Das Ende des Winters wird das aber wohl kaum sein. Heute jedenfalls ist es wieder grau in grau und ziemlich kalt, wobei es eisiger aussieht und sich damit anfühlt als die -3°C, die wir tatsächlich haben. Die Amseln und Tauben – nicht etwa die Rotkehlchen – haben den zum Futterkranz umfunktionierten Adventskranz inzwischen entdeckt und auch schon geplündert. Darüber hinaus tut sich draußen nicht sehr viel. Irgendwie ist wieder alles in Kälte erstarrt.

Mein Auge macht mir immer noch Probleme, aber es ist schon besser als gestern früh. Mal sehn, ob das dann endlich das letzte Aufbäumen meines Infektes war. Es reicht! Aber immerhin ist nun meine Laune wieder besser als gestern.

Gestern Abend habe ich noch den größten Teil meiner Fotos von 2010 auf die externe Festpaltte geschaufelt und die ist nun voll. Es war meine erste externe Platte und sie besitzt 40 GB Aufnahmevermögen. Die Neue – sie liegt schon fast ein Jahr bei mir rum – hat inzwischen 500 GB ( für den Preis von vor einem Jahr bekäme ich inzwischen vermutlich eine mit 1 TB). Mal sehn, wie lange sie nun reicht. Aber ich habe auch von den alten Fotos der vergangenen Jahre wieder einige gelöscht. Alles muss ich nun wirklich nicht aufheben. Noch hebe ich ja sowohl die Originale als auch die meisten für Blogs und HP bearbeiteten Bilder auf. Was ich hin und wieder lösche, das sind die bearbeiteten Versionen.

Nachtrag: Bilder von der partiellen Sonnenfinsternis heute morgen hab ich bei Blechi gefunden – echt stark!


* * *

Über die Amseln kann ich mich endlos amüsieren. Sie sind bisher die einzigen, die sich ihr Futter am Kranz zusammen suchen und sind ständig damit beschäftigt sich zu jagen. Dabei ist wirklich genug für alle da.

Primetime

Zur besten Tagesschauzeit wurde der Himmel rabenschwarz. Stefan und ich saßen noch mit Buch und (ich) Kamera im Garten, als es von Westen  her immer finsterer wurde. Wir konnten kaum noch schnell genug unsere Sachen zusammenpacken, da brach das Gewitter los – aber fragt nicht wie! Die reinste Wilde Jagd ging da draußen ab. Mein Jeanie-Katzl konnte ich gerade noch ins Haus zurückrufen, die war nämlich voller Angst raus gerast – eine ziemlich idiotische Reaktion, aber so sind sie halt, die Katzen. Gleich darauf saßen Garfield und Jeanie total verängstigt eng beieinander im Flur auf dem Boden. Das habe ich so auch noch nie erlebt, außer als die beiden Katzenbabies waren. Viel Wasser ist runter gekommen, glücklicherweise kein Hagel. Dennoch bin ich mal gespannt, wie morgen meine Tomaten, Gurken und Johannisbeeren aussehen. Jetzt ist es 21:30 Uhr und mehr oder weniger dunkel, aber der Regen hat aufgehört und am Horizont ist es sogar ein bisschen hell.

Kein Wunder, dass ich gestern Abend mal wieder eine Volt*ren gegen massive Schmerzen in den Armen nehmen musste und es mir heute früh ziemlich schwindlig war. Kein Barometer ist zuverlässiger als ich – leider!

Im Garten habe ich heute Mäusebussarde beobachtet. In den letzten Jahren sahen wir oft Familien weit oben am Himmel kreisen, aber seit diesem Jahr müssen sie irgendwo in der Nachbarschaft genistet haben. Allmählich haben wir den reinsten gefiederten Zoo zusammen und das ganz ohne Volière drumrum.  Zunächst waren sie zum Fotografieren zu weit weg, aber kurz vor dem Gewitter ließ sich Einer doch tatsächlich auf der anderen Straßenseite auf dem niedrigen Dach des Nachbarhauses nieder.

Mäusebussard (Buteo buteo)

Ein prächtiges Exemplar

Ich würde gerne mal einen der Bussarde an unserem Teich trinken sehen. Ob das mal irgendwann klappt? Wer weiß – denn dass ich diese Greifvögel mal so nahe im bzw. über unserem Garten sehen würde, das hätte ich mir früher auch nicht vorstellen können.

Mehr Idylle gibt es im Vogelpark bestimmt auch nicht

Oder was meinst du, Frau Amsel?