Eisig
Es wird doch wohl nicht Winter werden? Während unser Außenthermometer immerhin noch +5°C zeigt, waren es am Main unten eben gefühlte – 5°C, wenn’s mal reicht. Ein bisschen Sonne gegen 15 Uhr hat mich zu einem Spaziergang am Main verlockt. Bis ich dort war, war die Sonne wieder weg und es wehte ein eiskalter Wind. Wenn ich nicht gerade fotografiert habe, habe ich die Hände tief in die Manteltaschen gesteckt und mir die gefütterte Kapuze über den Kopf gezogen. Es wird wohl Zeit für Handschuhe, Schal und Mütze. Windig bis stürmisch ist es nun überhaupt und möglicherweise wird’s in der Nacht Schnee geben. Wäre ja auch mal an der Zeit.
Mein Auto habe ich unten am großen alten Kohlekran unterhalb der Leunabrücke geparkt, wo vor ein paar Monaten das neue Süwaggebäude fertiggestellt wurde. Die Süwag ist einer der beiden großen regionalen Energieversorger. Der andere ist die Mainova (nur dass niemand denkt, ich mache hier Schleichwerbung). Vom Parkplatz führt eine große Freitreppe zum Gebäude, es ist alles sehr offen gestaltet, ganz anders als früher. Ich bin natürlich mal die Treppe hoch und dachte mir, ich guck mal nach “Kunst am Bau” – für’s neue Projekt. Das war aber Fehlanzeige. Nix mit Kunst :-( Aaaaaber: man kann nun auch die wunderbare Vorderseite des alten Umspannwerkes wieder bewundern (oder überhaupt, ich weiß nicht, ob das vorher jemals zugänglich war). Nun führt ein Weg daran vorbei, der im Brüningpark gegenüber dem Neuen Schloss endet. Diese Bilder wären an sich schon was für mein neues Projekt *gg*, aber ich zeig mal eins davon, damit ihr wisst, was für mich Alles unter “Kunst braucht kein Museum” fällt:
Alte Kraftwerksgebäude mit Bemalung aus der Zeit des Jugendstils
> KBKM < kann also auch ein Architekturdetail sein
Ich habe mich dann am Main entlang gebibbert, hier und da ein Foto geschossen, aber diese ganzen Stadtmauer-Schlossturm-Justinuskirche-Bilder kennt ihr ja. Ich habe allerdings mal eine Ansicht von der Westfassade des Neuen Schlosses, das ich so noch selten gezeigt habe. Ganz rechts sieht man dann wieder den Turm vom Alten Schloss.
Bitterkalt und die Sonne geht schon wieder unter – an der Wörthspitz’
*
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Boah – inzwischen stürmt’s und regnet es hier. Bin froh, dass ich im Warmen und Trockenen sitze. Noch ein paar Grad weniger und da wird Schnee draus. Ich wünsche euch einen gemütlichen Abend.
S/W für Laura
. . . und außerdem Impressionen aus unserer Landeshauptstadt Wiesbaden. Zunächst zwei Motive, die per se schon viel Schwarz und Weiß zeigten und von mir noch zum S/W-Bild umgewandelt wurden:
. . . und ein Denkmal für Wilhelm I. in Wiesbaden . . .
. . . womit wir auch schon bei Teil 2 angekommen wären.
Heute Morgen war’s echt hässlich. Als ich den GG nach Sulzbach zum Tennis gefahren habe, bedeckten fette Wolken den Himmel und es war reichlich kalt. Meine erste Idee eine Walkingrunde durch den nebenan liegenden Eichwald zu drehen, habe ich deshalb verworfen – zu finster. Meine Tankuhr zeigte eh blank, also erstmal Richtung MTZ zum Tanken. Und wenn man dann die nächste Ausfahrt nimmt, zeigt die automatisch Richtung Wiesbaden – also nix wie hin. Während ich dann in Wiesbaden auf Parkplatzsuche war – wenn man in kein teures Parkhaus will, dann muss man echten Sportsgeist an den Tag legen – kam die Sonne heraus. Und während ich dann munter von einer recht hoch gelegenen Ecke – ich wundere mich immer, wie hügelig Wiesbaden ist - Richtung Kurpark und Wilhelmstraße lief, kam ich an vielen, vielen tollen alten Villen vorbei. Eine der verspieltesten Exemplare, fast schon ein Märchenschloss, fand ich gleich zu Anfang:
Übrigens eine der wenigen Villen, die nicht weiß verputzt war
Ohne ein extremes Weitwinkelobjektiv habe ich bei solchen Motiven echte Schwierigkeiten
(ich habe schon mit Photoshop ein bisschen entzerrt, aber alles geht nicht)
Es gab auch tolle Jugendstilfenster, die ich gerne mal von innen beleuchtet
gesehen hätte.
Die meisten dieser wirklich aufwändigen Villen, an denen ich vorbeigekommen bin, beherbergten entweder Versicherungs- oder Rechtsanwaltsassekuranzen, hatte ich den Eindruck. Ich bin aber auch auf der Suche nach einem Parkplatz durch eine verträumte kleine Straße gekommen, da hat’s mir echt den Atem verschlagen. Wunderschöne kleinere Villen, die ganz sicher Leuten mit sehr viel Geld gehören. – Nun, wie auch immer, da das Fotografieren ganzer Gebäude recht schwierig war, habe ich mich meistens an Details gehalten. Ich zeig euch einfach ein paar Bilder – auch was Blumiges – und hoffe, ihr habt eure Freude daran.
Fries mit Füllhörnern und Göttin
Die Gründerzeit Ende des 19. Jahrhunderts muss für die Architekten und Baumeister eine wunderbare Zeit gewesen sein. Sie konnten eindeutig aus dem Vollen schöpfen. Das Bürgertum besaß inzwischen Geld genug, um sich herrschaftliche Wohnsitze bauen und auf’s Schönste verzieren zu lassen. Das Füllhorn ist ein immer wiederkehrendes Motiv.
Die Parkanlagen sind sehr gepflegt und hier blüht es auch noch
Und nun zum Schluß noch ein fast Schwarz-Weiß-Foto
Und die Sonne scheint noch immer, ich werde nochmal in den Garten gehn. Vor meiner Nase zirpt und flattert es herum und auch ein Eichhörnchen hat sich schon wieder in Szene gesetzt.
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