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Für Blechi

Vor genau einem Jahr hatte ich hier einen größeren Gratulationsbeitrag für die liebe Brigitte (Blechi) gepostet, die sich damals in einer der schwärzesten Phasen ihres Lebens befand. Nun geht es endlich wieder aufwärts, sogar in den Beruf ist sie gerade wieder zurück gekehrt. Trotzdem kann es sicher nicht schaden, dass ich dir, liebe Brigitte, auch heute nicht nur herzlich zum Geburtstag gratuliere sondern auch alles, alles Gute weiterhin wünsche. Vor allem Gesundheit und noch viel mehr. Gerne denke ich ans Frühjahr zurück, wo ich dich in Bad Nauheim wiedergesehen habe und wir uns zusammen einen schönen Tag gemacht haben.

Vielleicht sollte ich dich anrufen – hm, aber so wie es hier aussieht, suche ich vergeblich nach der Telefonnumer *gg* (nee, ist nur ein Scherz). Also dann -

Alles Liebe und Gute . . .

Dein Geburtstag ist der beste Grund sich an den 11. September zu erinnern!

Endlosschleife?

Vorhin ging’s Telefon, als es bei mir am Herd gerade in allen Töpfen und Pfannen brutzelte. Mein Göttergatte ging dran und sagt: “Elke, die Blechi.” Ich darauf: “Sag ihr, ich ruf zurück.“  Später dann hab ich in Bad Nauheim angerufen . . . bimmelim . . . Ja? Ich: “Ich bin’s -  Elke.” Blechi: “Ach so, ich hab grad Gymnastik, ich ruf dich zurück. Mal sehn, wie oft wir das heute noch so weiter machen. – Nix da, eben hat’s geklappt! Mittwochnachmittag kommt sie mit dem Zug nach Frankfurt rein und dann machen wir uns einen schönen Mädelsnachmittag am Main .

Wenn Engel

. . . reisen, lacht der Himmel!  Einen wunderschönen Tag haben Blechi und ich zusammen hinter Klostermauern verbracht. Wir sind von Bad Nauheim Richtung Lich aufgebrochen, um uns das ehemalige Zisterzienser Kloster Arnsburg anzusehen. Eigentlich nur noch eine Klosterruine (gegründet 1174), aber gewaltig. Sie liegt in einer wunderschönen Umgebung. Ihr wisst ja . . . Lich, im Herzen der Natur ;-)   Es geht aber auch ohne Bier.

Hier hindurch geht es zum Klostergelände – über dem Bogen eine Statue des Bernhard von Clairvaux

Bernhard von Clairvaux war einer der bekanntesten und einflussreichsten Zisterziensermönche

Unser Auto hatten wir etwas außerhalb auf einem Waldparkplatz abgestellt. Wäre gar nicht notwendig gewesen, denn so viele Besucher waren noch nicht unterwegs. Aber bei diesem schönen Wetter haben wir diesen kleinen zusätzlichen Spaziergang auch genossen. Auf dem Gelände befinden sich neben der Klosterruine viele verschiedene Gebäude, über die ich noch berichten werde.

Klostergasse – Eingang zum Kloster

Bevor man ins Kloster selbst eintritt (2 Euro Eintritt, unter Umständen per Automat in Münzen zu bezahlen!), kommt man durch einen Friedhof für die Opfer des NS-Regimes (KZ Hirzenhain) . Diese Gedenkstätte befindet sich im Bereich des früheren Kreuzganges, der nicht mehr existiert. Was uns dabei sehr merkwürdig erschien, war dass dort nicht nur die Opfer ein Grab gefunden haben sondern man auch Gedenksteine für SS-Rottenführer eingesetzt hat. Das müsste mir mal wer erklären.

Im Sommer blüht hier Thymian und es gibt einen im Moment noch abgedeckten Brunnen. An den Wänden des
ehemaligen Kreuzganges kann man noch viele sehr alte, meistens unleserliche Grabplatten aus dem Mittelalter sehen.

Kapitelsaal

Nachdem wir dann unseren kleinen Obulus entrichtet hatten, kamen wir durch die “Konversengasse” (Konversen waren Laienbrüder)  – diese ganzen Namen habe ich mir gerade noch angelesen – in den gigantischen Bereich der eigentlichen Kirchenruine. Diese Mauern und Kapitelle sind wahrlich Ehrfurcht gebietend, da kommt man sich ganz klein vor. Das letzten Mal habe ich in Theben so empfunden, als ich dort durch die Säulenhallen der ägyptischen Pharaonen gelaufen bin.

Leider gibt dieses Foto überhaupt nicht den Eindruck wieder, den man dort bekommt.


*

Die Natur erobert sich Alles zurück, sogar in luftiger Höhe.

Das war’s erstmal. Habt noch einen schönen Abend und morgen einen genau so schönen Sonntag!