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Bethmannpark & Berger Straße

Heute war das Wetter nicht hü und nicht hott, hat aber bislang tapfer durchgehalten. Trotzdem konnte ich mich nicht entschließen zu einer Taunuswanderung aufzubrechen, irgendwie war’s unsicher, was sich da oben zusammenbrauen könnte. Aber nachdem der Göttergatte sich mal wieder Richtung Tennisplatz verabschiedet hatte und die Jungmänner bis 11 Uhr noch kein Lebenszeichen von sich gegeben hatten, habe ich das Mittagessen gecancelt und bin Richtung Frankfurt-Nordost gefahren. Ihr erinnert euch an “Moderholz” – den Krimi, den ich gerade besprochen habe? Er spielt ja im Bethmannpark, der sich an der unteren Berger Straße, der Hauptstraße von Frankfurt-Bornheim – oder Bernem, wie der echte Frankfurter sagt – befindet. Ich hatte Glück und bekam einen Parkplatz am Merianplatz und bin von dort aus die Berger Straße Richtung Park spaziert und später auch nochmal in die umgekehrte Richtung ein Stückchen weiter.

Berger StraßeBlick in die Berger Straße Richtung Innenstadt

Die Berger Straße hat das, was den meisten anderen Frankfurter Straßen heutzutage fehlt: sie hat Flair und sie lebt. Viele kleine, individuelle Läden reihen sich mit Kneipen aneinander. Jetzt im Sommer sitzt man überall im Freien, trotzdem ist glücklicherweise noch niemand auf die Idee gekommen, sie zu einer Fußgängerzone zu machen. 30 km sind Richtgeschwindigkeit und jeder fährt vorsichtig, ein paar Bodenschwellen helfen dabei.

Collage Berger StraßeEin paar Eindrücke – kann etwas vergrößert werden – bitte klicken

Die Berger Straße ist nach Osten raus noch sehr viel länger. Irgendwann werde ich sie mal komplett erkunden. Nun aber zum Lieblingspark des Hauptkommissars a.D. Max Horner aus dem Krimi “Moderholz”: dem Bethmannpark. Eins muss man dem Autor des Buches lassen, der Park ist wirklich schön, aber das wusste ich auch schon vorher. Und für mich ist er nicht unbedingt der schönste der Frankfurter Stadtparks. Sicher aber mit seinem separaten Chinesischen Garten etwas ganz besonderes.

1783 erwarb Johann Philipp Bethmann einen Garten „vor dem Tore“, dem Friedberger Tor, das zur damaligen Frankfurter Stadtbefestigung gehörte. Auf die Familie Bethmann gehen auch die Frankfurter Bethmännchen zurück, ein Marzipangebäck nach Art der Frankfurter Brenten.

Der Park wurde mehrfach nach der neuesten Mode umgestaltet (Rokoko, Englischer Garten, Historismus). 1941 ging er in den Besitz der Stadt Frankfurt über. 1953 wurde er zu einem Schau- und Lehrgarten umgestaltet, als ein „praktischer Ratgeber“ für Blumen- und Pflanzenfreunde. Seit 1976 steht der Park unter Denkmalschutz. 1989 entstand im südwestlichen Teil ein Chinesischer Garten, der Garten des Himmlischen Friedens.

Eingang Park und KaninchenEingang von der Berger Straße aus und – mitten in der Stadt! – ein Kaninchen. Fehlt nur noch die fast immer
gegenwärtige Nilgans – würde mich auch nicht weiter wundern.

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Kleiner Brunnen mit verschlungenen Fischen

Jetzt zur Rosenzeit zeigt sich die Anlage zauberhaft bunt, duftend und gut gepflegt

Callistemon citrinus - ZylinderputzerstrauchCallistemon citrinus – Zylinderputzerstrauch (wenn ich mich richtig erinnere, eine der Lieblingspflanzen
des Hauptkommissars a.D.)

Rosenweg

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Ein Eingang zum Chinesischen GartenEiner der Eingänge zum Chinesischen Garten

Löwe mit Kugel

Vor dem Haupteingang zum Chinesischen Garten stehen rechts und links zwei Löwen. Der linke trägt eine bewegliche Kugel im Maul. Wenn man sie dreht, kann man sich dabei etwas wünschen (und dran glauben, dass der Wunsch in Erfüllung geht).

Ich habe im Chinesischen Garten heute sehr viele Bilder gemacht. Man begegnet hier aber auch auf Schritt und Tritt einem neuen interessanten Motiv. Ein paar zeige ich noch, der große Rest kommt dann in eine Galerie auf meiner Homepage – irgendwann . . . wenn das Wetter wieder schlechter wird . . . also hoffentlich nicht so bald.

OdeonweiherEin interessanter Blick auf den Bethmann/Odeonweiher

Auf einer kleinen Anhöhe steht ein Tempel – “Der Tempel im schimmernden Grün” – direkt an der angrenzenden Friedberger Landstraße. Von dort oben hat man einen tollen Blick und schaut direkt auf einen Weiher in der nächsten Grünanlage, der eigentlich mal “Bethmannweiher” hieß, als er noch zu dem großen Anwesen der Familie Bethmann gehört. Irgendwo bei Wikipedia steht auch, dass zum Bethmannpark ein Weiher mit Wasserspielen gehört. Da kann man aber im eigentlichen Bethmannpark lange suchen. Deshalb heißt dieser Weiher mit seinen tollen Fontänen inzwischen auch in Anlehnung an das Café Odeon Odeonweiher.

WasserfallWasserfall im Chinesischen Garten – klar, hier gibt es natürlich auch Wasser und einen kleinen See,
über den einige Brücken führen . . .

Brücke des halben Bootes und Brückenwächter. . .  wie die “Brücke des halben Bootes” mit den vielen kunstvollen Brückenwächtern

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So, das soll zunächst mal reichen, es gibt aber noch einige zauberhafte Blütenfotos im Gartenblog!
. . . und nicht vergessen: morgen wieder:

KbkM – Woche #24

Schwanheimer Himmel

# 23 – Wie jeden Mittwoch ab 18 Uhr – ein Projekt von Tina

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Natürlich habe ich gestern bei meinem Spaziergang über die Schwanheimer Düne auch an das Projekt “Ein Stück Himmel” von Tina gedacht. Und da der Himmel heute wieder eher bedeckt als blau und sonnig ist, bin ich froh noch ein paar Fotos von gestern präsentieren zu können.

Vom Parkplatz zur Düne

Das hier ist sozusagen der “Einstieg”, wenn man von Unterliederbach kommend über die Leunabrücke fährt und das Auto gegenüber auf dem großen Parkplatz vom Industriepark ganz hinten abstellt. Das geht ganz gut, auch wenn man sich dann etwas durch’s Gebüsch hangeln und die zeitweise vielbefahrene Leunastraße überqueren muss.  Besser ist es, man kommt von vornherein mit dem Fahrrad oder von Schwanheim aus und stellt das Auto an den Schrebergärten ab. So oder so – es ist im Grunde keine offizielle Parkmöglichkeit vorgesehen und das ist vielleicht ganz gut so. Hier geht es zunächst an Streuobstwiesen entlang, linker Hand erhebt sich ein Hügel, hinter dem der einzige zugängliche See liegt. Alle anderen Seen (ehemalige Baggerseen/Kiesgruben) haben irgendwelche Anglervereine gepachtet.

WildroseNeben den vielen, teils seltenen Wildblumen auf den Magerwiesen blühen auch überall Wildrosen

DünenlandschaftHier befinden wir uns schon im Naturschutzgebiet der Schwanheimer Düne

Himmel pur mit SchäfchenwolkenFür’s Projekt ein bisschen Himmel pur ;-)

Blühender HolunderBlühender Holunder und ein abgestorbener Baum recken sich gen Himmel

VogelbaumHier sitzen gerne Vögel drauf: Krähen, Bussarde oder Tauben

Elster vor blauem Himmel

Wenn sich Elstern so gar nicht verscheuchen lassen oder zumindest erst sehr spät wegfliegen, dann hat das seinen Grund. Gestern lag ein totes Kaninchen auf dem Weg, eine willkommene Mahlzeit für Krähen und Elstern.

Meine Bilder von der Schwanheimer Düne stelle ich auch wieder auf die Homepage. Da gibt es ja schon einige zu sehen. Ein paar mehr habe ich noch. Oh, das stimmt gar nicht. Ich habe die Bilder von der alten Homepage nicht übertragen – Schande über mich. Aber ich habe sie alle im Archiv.

KbkM #20

Auf in die 20. Woche! Habt ihr eigentlich noch Lust?
Ich habe mir bisher noch keine Gedanken über einen zeitlichen Rahmen gemacht.
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Heute gibt es ein Sammelsurium an Metallkunst. Angefangen hat es am Wochenende mit einem Blick in die Zeitung, in der Bilder von Kunstwerken gezeigt wurden, die im Moment auf der Wiese vor dem Campus Westend der Frankfurter Uni installiert werden. Mein Blick fiel auf einen Torso und ich wusste sofort: Den kenne ich. Den habe ich sogar schon mal fotografiert. Damals stand er allerdings vor einer Galerie in der Nähe des Grüneburgparks. Dort erschien er mir ziemlich deplatziert. Ich denke, auf der großen Wiese vor dem ehemaligen Poelzigbau wird er sich besser machen.

“Corazza” von Igor Mitoraj / Frankfurt am Main

Mitoraj ist ein Bildhauer polnischer Abstammung. Seine Werke haben eigentlich immer etwas mit dem menschlichen Körper in seiner Zerbrechlichkeit zu tun. In Bamberg habe ich vor Jahren mal den “Centurione”, einen zerbrochenen Kopf fotografiert. Man erkennt die Werke dieses Künstlers sofort. Das Bild habe ich im Archiv noch gefunden. Es ist vom 4. Oktober 2003 – Blechi erinnert sich vielleicht noch daran.

“Centurione” von Igor Mitoraj / Bamberg

Ich habe mir schon vorgenommen, mir diese Skulpturen demnächst mal anzusehen, zumal mich auch der Bau und der Campus Westend interessieren. Dort studiert nun unser Jüngster, zu meiner Zeit war die Uni noch ausschließlich in Bockenheim angesiedelt bzw. für die Mediziner auch auf der Niederräder Mainseite. Der Bau ist auch als ehemaliges I.G. Farbenhaus bekannt. Die 1925/1926 in Frankfurt am Main gegründete I.G. Farbenindustrie AG brauchte für ihre Zentralverwaltung ein repräsentatives Bürogebäude. Der Raumbedarf des damals viertgrößten Unternehmens der Welt war enorm, und so entstand auf einem Teil des Grüneburggeländes eines der größten Bürogebäude der damaligen Zeit, das noch bis in die 1950er Jahre als hochmodern galt. Demnächst also dazu mehr.

Vor der Galerie am Grüneburgpark oder besser gesagt in einem Hauseingang fiel mir im letzten Jahr auch ein “verrosteter” Kronleuchter auf – sicher auch ein Kunstwerk. Leider hebt er sich fotografisch nur ganz schlecht vom Dach obendrüber ab. Ich habe ein bisschen am Bild rumprobiert, aber es nicht wirklich was Tolles dabei herausgekommen. Das ist so ein Motiv, da müsste man Stunden sitzen und ganz akribisch Pixel für Pixel freistellen, wenn man es von der Umgebung  isolieren wollte.

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Nun noch etwas ganz handfestes, am Freitag im Opelzoo fotografiert:

Bronzeguss: Wisentkuh mit Kälbchen / Opelzoo