Noch selten habe ich die ehemalige Kiesgrube Weilbach – inzwischen Naturschutzgebiet – so grün erlebt. Im Juli war ich dort nicht unterwegs und möchte auch nicht wissen, wie es da ausgesehen hat. Zu oft habe ich es schon erlebt, dass im Sommer alles austrocknete und das Leben zum Stillstand kam. Ganz anders heute. Es war ja klar, dass ich bei diesem schönen Wetter mit der Kamera losziehen musste. Etwas scheinbar Ausgetrocknetes habe ich aber doch mitgebracht > ein (wie ich finde) schönes Kardenmotiv. Die Karde ist eine optisch der Distel ähnliche Pflanze, die violett blüht und später sehr dekorative Samenstände ausbildet.

Wenn ich hier eintauche:

. . . Entschuldigung, ich meinte HIER eintauche:
. . . kann ich immer kaum glauben, dass ich mich Luftlinie keinen Kilometer
von der nächsten Autobahn entfernt befinde.
Allerdings – ich erwähnt es vor ein paar Wochen schon einmal, weiß ich nicht, wie lange sich diese Idylle halten wird. Der große Bau des neuen Regionalparkhauses mit geplanter Gastronomie und Parkplätzen schreitet zügig voran und heute sah ich, dass der bis vor Kurzem noch halsbrecherisch schmale Geröllpfad hinunter in die ehemalige Kiesgrube Vergangenheit ist. Inzwischen ist daraus ein breiter, gewalzter Weg geworden, den schon jetzt die Radfahrer hoch und runter fahren, was vorher undenkbar war.
Vermutlich eine Glänzende Binsenjungfer (Lestes dryas)
So schön können Wildblumenwiesen aussehen
Und noch ein schönes Motiv zum Schluss: Blutweiderich am großen Teich
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Ganz was anderes: Habt ihr zufällig gestern Abend den französischen Spielfilm “Wahnsinnig verliebt” gesehen oder früher schon mal? Er ist nicht mehr neu, von 2002. Ich bin ja der Meinung, dass nach wie vor die Franzosen die besten Filme drehen. Das ist einfach keine Massenproduktion, die auf einen möglichst globalen nach unten nivellierten Geschmack abhebt wie meistens in Hollywood. Nichts gegen deutsche Kinoproduktionen der letzten Jahre, aber unsere französischen Nachbarn haben’s einfach drauf – jedenfalls für meinen Geschmack. Wer den Film nicht kennt, sollte sich den Titel mal für den nächsten langen Winterabend merken, den gibt es sicher auch in der Videothek zum ausleihen. Ich würde ihn als typischen Film noir bezeichnen. Das Problem dürfte für einige Zuschauer sein, dass er erstmal anfängt wie eine zuckersüße, überdrehte Liebesgeschichte und man möglicherweise abschaltet. Wer die Geduld verliert, wird aber nie dahinter kommen, was am Ende Wirklichkeit ist. Für mich war das Abschalten eigentlich zu keiner Zeit eine Option, obwohl der Film lange nach Mitternacht lief. Dafür ist er einfach zu gut gemacht.