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Hörbuch-Rezi

Gerade zu Ende gehört: “Der Hobbit” von J.R.R.Tolkien – Hörbuch, erschienen bei Audible (<<< hier anklicken zum Ansehen)

Sprecher: Gert Heidenreich

Spieldauer: 10 Std. 58 Min. (ungekürzt)

Audioinhalt: Hörbuch

Anbieter: Der Hörverlag – veröffentlicht: 2011

Der Hobbit ist eines der Bücher, die zur Vorgeschichte von “Der Herr der Ringe” gehören (das andere ist das Silmarillion). In dieser Geschichte erfährt der Hörer oder Leser, was Bilbo Beutlin an Abenteuern erlebte, während er den Zwergen half ihr Reich von Smaug dem Drachen zu befreien. Bilbo begegnet Gollum und erlangt  den “einen Ring”, um den sich später alles Weitere drehen wird. “Der Hobbit” hat noch etwas mehr von einer Erzählung für Kinder oder Jugendliche als “Der Herr der Ringe”, gleichwohl lernt man hier bereits alle Gestalten von Mittelerde kennen, auch in ihrer Grausamkeit wie z.B. die Orks oder die wolfsähnlichen Warge. Wenn man “Der Herr der Ringe” kennt, dann ist es mitunter etwas schwierig, die Darstellung der Elben und Zwerge mit den Bildern überein zu bringen, die man im Kopf hat, vor allem wenn sie von der genialen Verfilmung durch Peter Jackson stammen. Wie auch immer, es ist eine hübsche und spannende Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte, zumal in “Der Herr der Ringe” immer wieder darauf Bezug genommen wird.

Nun zum Hörbuch als solchem: Mir hat der Sprecher Gerd Heidenreich gut gefallen. Er hat eine angenehme Stimme, die er einzusetzen weiß. Wie er lispelnd, zischend und schmatzend Gollum verkörpert ist absolut genial. Warum allerdings der Elbenkönig einen slawischen Akzent bekam, weiß ich nicht zu deuten. Auch die moderne Neuübersetzung des englischen Textes finde ich teilweise etwas störend, allerdings weniger als ich erwartet habe. Trotzdem ist die Sprache nicht immer die, die ich gewählt hätte und wage zu bezweifeln, dass sich Tolkien heute so ausdrücken würde.

Fazit:Der Hobbit” ist für alle eingefleischten Fans von “Der Herr der Ringe” ein absolutes Muss und wer das Buch noch nicht gelesen hat, dem empfehle ich das Hörbuch. Ich habe fast nichts daran auszusetzen und deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen: .

Und hier noch eine HÖRPROBE von Audible.

Hörbuch-Rezi

Da sieht man’s mal wieder: wenn mir ein Hörbuch richtig gut gefällt, dann kann ich das auch mehr oder weniger an einem Stück anhören, so wie ich manchmal nächtelang ein Buch lese.

Autor: Rita Falk

Sprecher: Christian Tramitz

Spieldauer: 05 Std. 20 Min. (gekürzt)

Anbieter: Der Audio Verlag

Veröffentlicht: 2011

Obwohl ich dieses Hörbuch diesmal nicht bei Audible runtergeladen sondern mir aus der Bücherei mitgebracht habe, präsentiere ich es auf die übliche Art.  Zu haben ist es jedenfalls auch bei Audible.

Dampfnudelblues ist ein Krimi mit bayrischem Lokalkolorit, bei dem es gewaltig menschelt. Hauptfigur ist  Kommissar Franz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen, der sich gerne von seiner Oma verwöhnen lässt, mit dem Bruder nicht besonders gut auskommt und dem gerade die langjährige Freundin wegläuft. Nebenbei hat er natürlich einen Mordfall aufzuklären, aber wirklich nur ganz nebenbei. Der Krimi ist einfach nur urkomisch und mir scheint, er wurde dem Sprecher Christian Tramitz “auf den Leib” geschrieben. Ich kam manchmal aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Wer zudem Tramitz noch aus Filmen wie “Der Schuh des Manitu” kennt, schmunzelt schon, wenn der Name Uschi fällt, der im Krimi plötzlich aus gutem Grund zu Sushi wird.

Dampfnudelblues ist der zweite Krimi von Rita Falk mit Kommissar Eberhofer. Der Vorgänger heißt “Winterkartoffelknödel “. Ich bin sicher, den werde ich mir auch noch anhören.

 

Fazit     Das Hörbuch ist gekürzt. Aber in diesem Fall möchte ich auf die Stimme von Tramitz wirklich nicht verzichten und kann die Version für “auf die Ohren” wirklich nur wärmsten empfehlen.

Hörbuch-Rezi

     Autor: Kate Morton / Sprecher: Esther Schweins / Spieldauer: 06 Std. 55 Min. (gekürzt) / Anbieter: Random House Audio, Deutschland / Veröffentlicht: 2010

Es ist erst ein paar Wochen her, dass ich eine Rezension über ein anderes Buch von Kate Morton geschrieben habe und ich zitiere mich hier mal selbst:”Nein, ich bin am lesen oder besser gesagt, habe ich gerade mit den sprichwörtlich “glühenden Wangen” ein Buch von Kate Morton beendet: Das geheime Spiel.” Das war damals für mich der zweite Roman dieser australischen Schriftstellerin, auch der erste “Der verborgene Garten” hatte mir gut gefallen.

Nun also der dritte und jüngste Roman von Kate Morton “Die fernen Stunden” und diesmal als Hörbuch von Audible geladen.

Zum Inhalt: Es geht auch in diesem Roman um die Aufdeckung eines alten Familiengeheimnisses, dem eine eher entfernte junge Nachfahrin der Protagonisten zufällig auf die Spur kommt. Und auch diese Geschichte spielt in einem Herrenhaus in England. Und obwohl sich also das Schema der Romane irgendwie ähnelt, sind die Erzähungen dennoch immer wieder sehr verschieden und durchaus spannend. In diesem Fall führt ein Brief, der 5o Jahre lang verschollen war, eine junge Frau aus London nach Millderhurst Castle in Kent, wohin ihre Mutter zu Beginn des Zweiten Weltkrieges als junges Mädchen evakuiert worden war. Warum die Autorin der Mutter in diesem Roman für lange Zeit eine in meinen Augen völlig überflüssige, geheimnisvolle Rolle eingeräumt hat, ist mir bis zum Ende eigentlich nicht klar geworden.

Für mich war dieser Roman eher etwas enttäuschend, konnte mit den beiden Vorgängern nicht mithalten. Allerdings war ich auch bereits nach kürzester Hörzeit sicher, dass es ein Fehler war, ihn als Hörbuch zu genießen oder eben nicht zu genießen. Und das lag eindeutig an der Sprecherin Esther Schweins. Deren Stimme und ihre Art zu lesen hat mich extrem gestört. Wie soll ich das beschreiben? Zunächst ist sie nicht wirklich in der Lage ihre Stimme so zu variieren, dass man das Gefühl hat, es mit verschiedenen Personen zu tun zu haben. Einige der älteren Damen klingen sehr viel eher nach weinerlichen Kindern. Auch rutscht sie immer wieder aus solchen Stimmlagen in den Erzähltext hinein oder übernimmt ihre normale Erzählerstimme in die nächste wörtliche Rede, sodass ich ab und an große Schwierigkeiten hatte, sprechende Personen von der Hintergrunderzählung zu unterscheiden. Als katastrophal empfand ich eine Szene, in der Tante Rita während eines Dialoges mit der Protagonistin rauchte. Diese Paff- und Atemgeräusche waren derart übertrieben und künstlich, dass ich bereits zu diesem Zeitpunkt beinahe mit dem Hören aufgehört hätte. Mir hat jedenfalls das Unvermögen der Vorleserin (für meinen Geschmack Unvermögen) den Spaß am Roman gewaltig verdorben.

Gesamturteil:           So kann ich am Ende maximal drei Sterne vergeben. Der Roman an sich hätte vielleicht sogar vier bekommen können, aber nicht als Hörbuch. Vielleicht werde ich ihn irgendwann doch nochmal als gedrucktes Buch lesen. Aber so berauschend ist die Story auch wieder nicht, obwohl sie mit der schauerlich-schönen Gruselgeschichte vom Modermann einen vielversprechenden Einstieg hat.