Alte Schätze
. . . gibt es bei uns leider kaum zu entdecken. Schon meine Eltern waren vom Fortschritt so angetan, dass sie alles entsorgt haben, was ihnen nicht mehr nützlich erschien und lieber zu modernen Produkten griffen, die das Leben leichter machten. Das galt dann für mich erstrecht. Ich habe eigentlich nie etwas aufgehoben, nur weil es alt war, denn mir fehlt jeglicher Sinn für “Flohmarkterinnerungen”. Deshalb fällt es mir auch schwer Fotos für Brigittes Projekt “Krempel, Chaos, alte Schätze” zu finden – jedenfalls im persönlichen Bereich.
Aber natürlich kommt mir unterwegs schon ab und an mal was vor die Linse, das aus alter Zeit stammt und mir gut gefällt . . . Dampfmaschinen beispielsweise.
Diese Dampfmaschine wurde mal im Hessenpark gezeigt – sie hatte also sicher eine
Funktion in der Landwirtschaft, aber ich habe keine Ahnung welche.
Oder wie wäre es mit diesem schönen alten Manometer aus dem
Historischen Wasserwerk in Hattersheim?
Auch für Oldtimer kann ich mich natürlich begeistern, deshalb bin ich alljährlich
in Hattersheim beim Oldtimerfestival dabei – leider ohne ein eigenes Schätzchen
Das ist ein über 5m langer Oldtimer: La France Red Baron
und so sieht er von vorne aus:
* * *
Bei uns kämpft sich im Moment die Sonne durch die Wolken. Heute Morgen hat’s noch geregnet und dicke graue Wolken bedeckten bis zum frühen Nachmittag den Himmel. Jetzt reißt es auf, ich kann blauen Himmel sehen! Es wird doch nicht wirklich nochmal schön werden? *hoff*
* * *
Und hier noch Annelies Inside 7 am Mittwoch
manchmal… bin ich internetmüde
in meiner Tasche… ist alles ziemlich aufgeräumt
neulich… hatte ich soviele Ideen … und hab wenig davon umgesetzt
das fand ich toll… meinen neuen Akkurasenmäher natürlich
ich liebe es… mit meiner Kamera in der Natur unterwegs zu sein (das wisst ihr aber schon)
aber ich wollte doch… endlich den neuen Perso beantragen (oder soll ich bis zum 1.November auf den ganz neuen warten?)
vielleicht sollte ich… wirklich weniger Zeit am PC verbringen (und deshalb mach ich jetzt hier Schluss!)
* * *
Ein neues Projekt gibt es bei Frau Kunterbunt ab dem 1. September: The New Challenge 2010 - und auf Deutsch dürfen Blätter fotografiert und präsentiert werden. Das ist mal eine sehr reizvolle Idee, ich überlege nur noch, ob ich das dann nicht im Gartenblog angehe. Wie dem auch sei – ich bin dabei und die Bilder werden dann auch wieder in einem Picasa-Album gesammelt werden.
Projekte
Ja ich weiß, ich bin zu spät dran, aber ich bemühe mich ;-) und winke mal zu Annelie.
überraschend … ist das Wetter heute leider auch nicht
ich brauche … immer wieder etwas, worauf ich mich freuen kann (so steht’s bei Annelie und das lass ich grad so)
ich lese… “alle, alle lieben dich” – ein sehr merkwürdiges Buch
ich bemerke … dass der Rasen schon wieder gewachsen ist (und ich jeden Morgen einmal in den Quellcode des Blogs gucke, ob sich dort auch bloß kein neuer bösartiger Code angesiedelt hat).
ich rede… nicht mehr viel, seit ich nicht mehr im Beruf bin
ich trage… für diese Familie immer noch viel zu viele schwere Einkaufskörbe nach Hause
manchmal… würde ich gerne aus dem Alltagstrott total aussteigen
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Zum Buch: “alle, alle lieben dich” :

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass ich als ausgesprochen “merkwürdig” bezeichnet habe. Ein Buch war für mich bisher entweder langweilig oder spannend, intelligent oder dumm geschrieben aber selten “merkwürdig”. Der Autor – Stewart O’Nan – beschreibt das Verschwinden einer jungen Frau, fast noch eines Mädchens aus dem ganz normalen Umfeld amerikanischer Mittelmäßigkeit. Für die Familie und Freunde beginnt eine über zweijährige qualvolle Suche parallel zu den Ermittlungen der Polizei. Der Autor nimmt dabei – etwas wovor in Schreibworkshops eigentlich immer gewarnt wird – ständig einen neuen Blickwinkel ein, mal den der Mutter, mal den der Schwester … des Vaters … des Freundes … usw. Beschrieben wird im Grunde, was dieses Verschwinden mit den Personen macht, die der jungen Frau nahe standen. Es ist kein spannendes Buch, schon gar kein Thriller (wie uns die Rückseite weis machen will) sondern ein sezierendes Psychogramm. Man liest, manchmal fängt man an sich zu langweilen, kann aber das Buch auch nicht weglegen, weil es einen packt; es erzeugt im Leser Emotionen und man fragt sich plötzlich, wie man selbst reagieren würde. Und dann legt man es doch bis zum nächsten Tag weg, weil es sehr stark berührt. Der Schluss zieht sich dann allerdings für meinen Geschmack quälend lang hin, da habe ich angefangen diagonal zu lesen. Insgesamt aber fand ich, dass es nicht nur ein merkwürdiges Buch ist, sondern vor allem ein bemerkenswertes.
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Krempel, Chaos, alte Schätze

. . . so heißt ein neues Fotoprojekt, dass sich Blechi ausgedacht hat. Ich finde, das ist eine tolle Idee und deshalb will ich hier auch darauf hinweisen. Blechi schreibt (ich zitiere): “Gezeigt werden kann quasi alles, was alt ist, seien es alte Gegenstände aus Großmutters Zeiten, Krempel und Chaos in der Natur oder auch alte Gemäuer. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.”
Ich muss mal überlegen, was mir dazu einfällt. Echte alte Schätze habe ich zu meinem großen Bedauern leider nicht.
Eine sehr kleine Spieluhr. Sie spielt “Zum Geburtstag viel Glück”.
Diese winzigen Spieluhren waren irgendwann in den 1970ern mal total “in”. Sie wurden überall verkauft und man musste so ein Teil haben. An sich waren sie dafür gedacht in Gehäuse verbaut zu werden. Das sieht man an den kleinen Schraublöchern. Aber das wäre ja spießig gewesen. Um das Lied zu hören musste man daher das Teil irgendwo auf einer Kante platzieren, die es einem ermöglichte die Kurbel überhaupt zu drehen. Schon verrückt! Ich habe das Teil in meinem alten Setzkasten aufgehoben.
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Linktipp heute in die andere Richtung: Alles über den neuen Arzneipflanzengarten (im Botanischen Garten) und viele interessante Informationen gibt es heute im Gartenblog.
Inside7
Da ich gerade von Annelie komme, mach ich mal wieder mit:
aus der Küche…kommt grad gar nichts (ich müsste mal Mittagessen machen)….
Bücher…sind ein ganz großer Bestandteil meines Lebens
ich bin dankbar für…die Freiheiten, die ich habe
mein Leben…plätschert im Moment ein bisschen so dahin, aber das auch mal ganz nett.
ich müsste…endlich abnehmen und was für die Fitness tun
mein Glück…das ist meine Familie, meine Katzen, mein Garten und Gesundheit
ich wünschte mir…dass der Regen nun mal wieder aufhört *lach*
* * *
Tja – also die Sonne kämpft sich durch. Heute morgen bzw. Vormittag hat es mal wieder dauergeregnet, aber jetzt (13:30 Uhr) wird es heller. Unser Garten erstrahlt zumindest wieder in knackig frischem Grün. Und den Akku Rasenmäher hab ich nun bestellt!
Wolfsgarten3
. . . es soll ja eh demnächst wieder kühler und auch nass werden . . . hab ich gestern noch geschrieben – tja, es ist erheblich kühler geworden und es hat sich eingeregnet. Zeit also, sich an ein paar weiteren Bildern vom schönen Pfingstmontag zu erfreuen (bevor ich mich auch heute nochmal ans Bügeln mache *gg*). Stefan ist vom Wetter alles andere als “amused”, denn der Split kam gerade erst am späten Vormittag als es auch zu regnen anfing. Nun muss die Arbeit an der Terrasse pausieren. Unsere Katzen finden die Splitauflage auch toll, irgendwie scheinen die das für ein herrlich großes Katzenklo zu halten .![]()
So – zurück zum Schloss Wolfsgarten. Gestern habe ich euch durch das innere Geviert mit den Gebäuden und dem Innenhof geführt. Eine weitere schöne Leuchte hab ich noch:
Ein letzter Blick in den Innenbereich – links nochmal die Rosenlaube
und nun schlagen wir uns seitwärts in die Büsche – in den folgenden aber besser nicht:
Kennt ihr Diptam, den “Brennenden Busch”? Ich habe ihn hier zum ersten Mal gesehen und ein Mann, der mich beim Fotografieren beobachtete, warnte mich gleich vor den hautreizenden eigenschaften dieser Pflanze. Hier mal ein Ausflug zu Wikipedia: “Die Pflanze enthält in ätherischen Ölen gelöst hautreizende Furanocumarine wie Bergapten, Xanthotoxin und Psoralen sowie Furochinolinalkaloide . . .(es folgen .zig weitere.) Die vor allem in der drüsigen Beborstung enthaltenen Furanocumarine (i.W. Bergapten) sind phototoxische Stoffe, die bei Berührung mit der Haut, diese gegen Sonnenlicht sensibilisieren und bei nachfolgender Besonnung zu schweren, oft langwierigen verbrennungsartigen Verletzungen führen können.” Also – schön sieht er aus, aber man sollte sich wohl besser von ihm fernhalten.
Trockensteinmauer mit Mäandermuster (Semperviven)
Am Übergang vom Innenbereich mit kleineren Gärtchen hinaus in den großen Park im englischen Landschaftsgartenstil fällt noch der Weg mit den erst kürzliche angelegten Trockensteinmauern an. Sie sind etwa hüfthoch und mit tausenden von hellen und dunkelroten Semperviven bepflanzt, die ein Mäandermuster ergeben. Letztes Jahr bei der Doku im TV konnte man noch den Gärtner samt Graf beim Bepflanzen sehen.
Bevor “die Russen” im letzten Jahrhundert zum Schreckgespenst Mitteleuropas wurden, war zumindest der russische Adel bei unseren Fürstenhäusern gern gesehen. Kaum ein Nobelort oder -bad in Hessen ohne eine russische Kapelle aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. So hat auch Schloss Wolfsgarten eine allerdings kleine und bescheidene Kapelle für die russisch-orthodoxen Gäste gebaut.
Mal ein paar Blümschers zwischendurch
Ich bin dann einem ewig langen einsamen Pfad gefolgt, der irgendwie außen um den Park und mitten durch ein Wäldchen führte. Als ich schon etwas beunruhigt überlegte, ob ich nicht besser umdrehen sollte, kam ich dann plötzlich in dem Teil wieder heraus, den ich als den Rhododendronwald bezeichne. Und hier tauchten dann auch wieder jede Menge anderer Besucher auf, die sich diese Parkecke wohl vom großen Teich her erschlossen hatten.
Ich habe schon vorgestern geschrieben, wie sehr mich dieser Teil begeistert hat. Aber das muss man man einfach gesehen haben, beschreiben alleine genügt eigentlich nicht. Und ich bin mir sicher, dass ich für unseren eigenen Garten ein neue Leidenschaft entdeckt habe.
So – der Rest folgt morgen!
* + *
Mal wieder bei Annelie mitgemacht:
Regenwetter… hatten wir in diesem Jahr schon entschieden zuviel
Ein Lächeln… ist etwas Wunderbares und wird meistens erwidert
Ausgemustert… hab ich schon länger nichts mehr
(An)mustern … ist das ein nicht ein Ausdruck bei der Bundeswehr?
nicht vergessen… morgen muss ich zum Friseuer!
Bemerkenswerte Worte… nennt man meistens auch Aphorismen. Aber viele, die sich als Aphoristiker bezeichnen machen nur Sprüche. Deshalb zitiere ich hier weise Worte von Orson Welles: “Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun.”
Gerade gemacht… Mittagessen mit Verspätung, es gab eh nur Reste. Aber nun gibt’s noch einen feinen kleinen Espresso.
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