Kennt ihr diese Tage, an denen man so rumtrödelt, mal hier was macht, mal da was macht – durchaus Sinnvolles – aber dann guckt man auf die Uhr und sagt: Ups, schon wieder so spät. Und eigentlich wolltest du doch was unternehmen. Es fällt einem ein, dass gleich der Feierabendverkehr einsetzt und es überhaupt schon wieder so früh dunkel wird und – und – und. Aber irgendwie man will raus – unbedingt! Was macht ihr dann?
Ich setze mich dann oft ins Auto und sag zu ihm: “Komm, mein Hübscher, fahr los. Dir wird schon was einfallen. Nicht so weit, aber Spaß machen muss es.” Und dann fährt mein Polo los. Es ist immer spannend, wo wir am Ende raus kommen.
Vor ziemlich genau zwei Jahren war ich zum ersten Mal am Kelsterbacher Staudenweiher. Damals war die heute mehr denn je umstrittene Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens noch im Bau. Inzwischen ist sie in Betrieb. Mehr dazu später. Damals entdeckte ich kurz vor der Abenddämmerung den Eingang zum Südpark, der mir ein bisschen unheimlich schien. Heute habe ich meinen Spaziergang mit dem Südpark begonnen, kam vom anderen Ende her und fand ihn einfach nur toll. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Schwanheimer Waldspielpark und doch wieder ganz anders. Jedenfalls gibt es dort reichlich Wasser, aber nicht nur zum Spielen sondern auch in Form von Teichen, Sprudeln und einem Bach, der die Teiche verbindet.
Es gibt dort wie in Schwanheim eine große Wasserspiel- und Planschanlage für Kinder (in der ich aber heute das Wasser vermisst habe) und auch wieder diverse andere Freizeitmöglichkeiten. Der Park ist leicht hügelig angelegt, so dass man dort an zwei Stellen im Winter sicher auch toll rodeln kann.
Vom Südpark aus bin ich dann zunächst weiter gelaufen bis ich wieder am Staudenweiher ankam – zum Greifen nah die neue Landebahn und entsprechend laut. Trotzdem kann man dort die nervige Geräuschkulisse noch einigermaßen ertragen, weil sich der Weiher in einem tiefer gelegenen Kessel (ehemalige Kiesgrube) befindet und von hohen Bäumen umgeben ist. Aber schön ist anders. Als Großstadtpflanze kann ich Lärm ganz gut ausklinken, aber wohnen möchte ich dort nicht.
Am Staudenweiher – das Wasser ist ganz klar, wie es bei den ehemaligen Kiesgruben fast immer der Fall ist.
Fast wie im Urlaub – Baden ist dort allerdings verboten. Ich bin aber sicher, dass sich an diesen Ministrand doch
der eine oder andere nächtliche Badegast einfindet. Geangelt wird hier auch, es gibt auch einen Anglerverein.
Keine Libellen in Sicht, keine Schmetterlinge außer den üblichen Kohlweißlingen – ich finde in unserem Garten in diesem Sommer mehr Insekten als in der freien Natur. – Zurück ging es wieder durch den Südpark aber auf der Suche nach einem Weg, von dem ich mal einen Blick auf die ankommenden Flieger erhaschen konnte. Wenn ich sie schon hören muss, dann will ich sie auch sehen.
Und dann sind sie plötzlich da, so nah, als könne man die Hand danach ausstrecken – jede Minute einer, dicht auf dicht – der Wahnsinn.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und eine ruhige Nacht – ohne Fluglärm über dem Kopf. Ich werde mir selbigen noch etwas zerbrechen und überlegen, was ich mit meinem noch recht neuen Logo mache. Da ich mit dem Fotoblog auch die Domain RheinMainArts aufgebe, werde ich wohl auch das Logo nochmal ändern. Ich bin sicher, dass sich früher oder später jemand diese UL sichert, vielleicht sogar eine Galerie – da wären Scherereien vorprogrammiert. Ich schätze, ich werde auch hier den einfachsten Weg nehmen: entweder nur Copyright ElkeHeinze oder Mainzauber. MainPics hat mir nie so gut gefallen. Klingt zu sehr nach dem englischen Wort für Schweinchen
.















