Ein Projekt von Blechi und mir
Dann woll’n wir mal wieder! Als ich letzte Woche am Museumsufer unterwegs war, habe ich auch gleich nach Schmiedeeisernem geguckt. So langsam geht’s mir nämlich aus *lach*. Ich denke, dass wir dann zum Jahresende aufhören mit dem Projekt. Wer will, kann natürlich einfach weitermachen – so wie bei Anettes Uhren.
Alle fünf Bilder sind rund um das Liebieghaus bzw. am Haus oder im Park entstanden. Dieser wehrhafte Zaun begrenzt das Grundstück zur Rückseite hin. Ihm fehlen die verspielten Elemente, die der Zaun zum Schaumainkai hin aufweist.
Die durchbrochenen Tore sind immer schlecht zu fotografieren, weil man den Hintergrund kaum eliminieren kann.
Eine der vielen verschiedenen Verzierungen des Zaunes zum Schaumainkai hin.
Blechi hat mehrere davon ganz zu Beginn dieses Projektes gezeigt.
Was immer das ist, jedenfalls kein Kleiderhaken. Von diesen Verzierungen findet man mehrere an der Fassade des Liebieghauses.
Ob da mal ein Fenster dahinter war?
Der böhmische Textilfabrikant Baron Heinrich von Liebieg (1839–1904), Mitglied der Familie Liebieg, – man beachte das doppelte “ie” – ließ 1896 die Villa als Altersruhesitz für sich erbauen; entworfen wurde sie von dem Münchener Architekten Leonhard Romeis. Die Liebiegs waren fast alle erfolgreiche Textilfabrikanten aus Böhmen und gehen auf Peter Liebieg (1670–1723) zurück, der sich noch “Posamentierer” nannte. Ursprünglich waren Posamente = passements (franz.) nur aus (Edel-)Metalldrähten gewirkte Textilien, also Borten und Tressen. Heute zählt man Zierbänder, gewebte Borten, Fransenborten, Kordeln, Quasten, Volants, Spitzen aller Art, kunstvoll besponnene Zierknöpfe und Ähnliches dazu. Das sind alles Begriffe, die man inzwischen kaum noch verwendet, ähnlich wie der “Galanteriewarenhändler”. Auf ihn bin ich zum ersten Mal in der Villa Meister in Sindlingen gestoßen. Dort waren es die italienischen Kaufleute – Andreas und Franz Vaccani – die 1740 ein Hofgut in Sindlingen erwarben und es später an einen Karl Franz Allesina aus dem Piemont verkauften. Eben diese Brüder Vaccani waren “Galanteriewarenhersteller”. Es handelte sich dabei um Brokatbänder in Gold und Silber. Solche Entdeckungen machen mir bei unseren Projekten oder wenn ich zum Fotografieren unterwegs bin, immer besonderen Spaß.













