Ohrwurm
Gestern im Autoradio gehört . . . geht mir nicht mehr aus dem Kopf: Die Pointer Sisters – Slow Hand
Montagsmemories
. . . heißt ein Projekt, das ich jetzt schon in vielen Blogs regelmäßig sehe und es stammt von Angela. Da will ich mich doch auch mal einklinken.
Mein erster Plattenspieler bzw. Cassettenrekorder und für die jüngeren unter uns, die solch tolle Antiquitäten nicht mehr kennen, CD/mp3 Player.
Hattet Ihr Schallplatten? Cassetten? Welches war Eure erste Scheibe?
Oh ja, da muss ich weit zurück gehen. In meiner Kindheit gab es noch Schelllackplatten. Das waren vor allem Platten mit Weihnachtsliedern und deutschen Kunstliedern (Schubert, Brahms usw.), Oper und Operette und ein paar amerikanische Sachen (eventuell von den Amis im besetzten Haus zurück gelassen). Meine Eltern besaßen eine Musiktruhe mit Radio und Plattenspieler, der alle drei Geschwindigkeiten konnte, die damals üblichwaren: 78 – 45 -33. Darauf spielte ich meine Märchenplatten und auch noch die ersten Schlager ab. Weil ich schon sehr früh erwachsen wurde und mir mit Ferienjobs ab 14 das erste Geld verdiente, kam ich dann aber auch schnell zu besseren Geräten. Ich erinnere mich noch an das große Tonbandgerät mit Spulen und oft verhedderten Bändern – Wahnsinn. Da saß ich dann mit dem Mikrofon vor dem Radio und nahm Schlager bzw. dann Beat auf, Sachen die auf den Bändern gespeichert wurden. Das war billiger als Schallplatten zu kaufen und von Raubkopien sprach man damals noch nicht. Allerdings quatschten die Radiomoderatoren immer in die Songs rein, so dass man selten astreine Aufnahmen bekam. Mal gucken, wie sowas aussah? (für die Jüngeren unter euch): Tonbandgerät
Später leistete ich mir dann so ein modernes Musikcenter von Braun, den ersten “Schneewittchensarg” hab ich leider verpasst oder konnte ihn mir halt damals noch nicht leisten. Die hießen so, weil über einer Kombination aus Plattenspieler und Radioempfänger eine Klarsichthaube lag. Schneewittchensarg? >>> guckst du HIER Meine Anlage war dann schon eleganter, weil abgerundet, ganz aus Kunststoff und Plexiglas. Damals in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern hatte Musik für mich einen wesentlich höheren Stellenwert als heute. Irgendwann war das vorbei, heute konsumiere ich Musik eher als Hintergrundrauschen aus dem Radio. Cassetten hatte ich natürlich auch, wobei das Problem mit den verhedderten Bändern blieb, nur warfen die Player viel kleiner als die großen Spulengeräte bis es schließlich auf den kleine “Walkman” hinauslief. Und ich wette, so einer liegt auch irgendwo noch rum, obwohl ich kaum noch Cassetten haben dürfte. Denn mit den CDs kam dann plötzlich eine ganz andere Qualität auf. Mit mp3′s hab ich wenig am Hut. Es ist nicht die Technik, die mir nicht liegt (dass mir hier keiner rumfeixt vonwegen Alter oder so), es ist das, was ich vorhin schon schrieb – Musik ist mir per se nicht mehr so wichtig und Hörbücher mag ich nicht – ich lese lieber. Aber klar, wenn ich dann im Radio die Oldies aus den Sechzigern, Siebzigen und auch noch Achtzigern höre, dann find ich das schon g*il – da werden ja auch Erinnerungen wach.
An die erste “Scheibe” kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Aber ich fürchte, es war sowas wie Roy Black “Ganz in Weiß”, vielleicht war es auch die Winnetoumelodie *gg* ( die Links führen zu youtube). Ja wenn ich mir das jetzt wieder so anhöre . . . ich besitze zumindest einen mp3-player – doch, wirklich!
Nachtrag: Ach ich schmeiss mich weg – bin da gerade auf einer dollen Seite gelandet mit allen alten Songs rund um Winnetou, auch mit den Schlagern, die Pierre Brice und Lex Barker gesungen haben: Hitparade.ch – Winnetou
Tischmusik
Heute also Tischmusik – Wolfgang ist wieder aus Nauheim zurück und während ich in der Küche werkele, sind die Mannen am Gitarre spielen, zumindest Flo und Wolfgang. Die Beiden verstehn sich seit jeher. Mein Mann hält sich vornehm zurück und Andi taucht gar nicht erst auf. Der kann mit seinem Onkel bei weitem nicht so gut wie sein großer Bruder. Dabei müsste er sich mit seiner Musikalität und seinen Basskünsten nicht verstecken. Und vielleicht ist es auch besser, wenn’s am Sonntagmittag auf der Terrasse nicht ganz so laut wird ;-) Aber irgendwie macht das schon immer Spaß, denn meine Jungs haben zwar nicht grundsätzlich unseren Musikgeschmack – das wär auch komisch – aber zumindest mögen sie die guten alten Sachen aus den Sechzigern auch. Wolfgang hat natürlich ein irres Repertoire an alten, neuen und eigenen Sachen.
Mmmh – Essen war lecker, alle Raubtiere sind gesättigt und zufrieden. Ich habe einen Hackbraten im mediterranen Stil gemacht, also mit Schafskäse, Kräutern, Oliven, Knoblauch und eingelegten Tomaten gefüllt. Außerdem Lendchen, die ich erst mit Senf, Salz und Pfeffer eingerieben und dann mit Frühstücksspeck umwickelt habe. Die wurden kross angebraten und durften dann im Ofen fertig garen. Dazu gab es Tagliatelle aus Frischteig und eine Schüssel Salat mit allem, was der Markt gestern so hergab. Im Grunde ein prima Gästeessen, weil es gut schmeckt und nicht sehr aufwändig ist. Im Moment herrscht Stille. Flo ist weg zu Proben mit seiner Band, Wolfgang hat sich mal kurz hingelegt, Andi höre ich sehr dezent Bass üben und Stefan liest. Ich glaub, das werde ich nun auch mal tun. Der Geschirrspüler läuft, die Küche ist aufgeräumt – alles bestens.
Purple Rain
Ja klar, ist ja auch ein toller Song. Wie ich drauf komme? Bei Katinka einen Test gefunden > Welcher 80er-Song sind Sie? – mein Ergebnis:
Die Romantikerin: “Purple Rain” von Prince
Sie sind hoffnungslos romantisch und sind deshalb am ehesten der superschöne Song “Purple Rain” von Prince. Außerdem passen die Songs der 80er-Ladys wie Whitney Houston (“How will I Know”) zu ihnen. Schööön!
Jo – da kann ich mit leben *lach*! Der Witz ist, dass ich in den 80igern so sehr mit Praxis und Familie beschäftigt war, dass ich mir einbilde Musik gar nicht bewusst wahr genommen zu haben. Stimmt aber überhaupt nicht. Ich könnte zwar aus dem Stehgreif keine Musik aus den Achtzigern nennen, aber jeden Titel, der mir genannt wird, kenn ich dann doch.
17°C
. . . im Moment auf der Südostseite – allerdings nur in der Sonne. Den Morgen nutze ich, um das Haus wenigstens teilweise auf Vordermann zu bringen – das, was ich mir ja eigentlich am Montag vorgenommen hatte. Später geht es in den Garten.
Beim Putzen – und eigentlich immer – läuft bei mir das Radio nebenher. Ist euch schonmal aufgefallen, dass “Heavy Cross” von Gossip hoch und runter genudelt wird, seitdem Jennifer Braun das Lied bei Raab gesungen hat? Die Gruppe müsste Jennifer eigentlich einen Teil ihrer Einnahmen dafür abgeben. Ob sie wenigstens Danke sagen? Außerdem finde ich nach wie vor, dass Jennifer es wesentlich besser gesungen hat als die Sängerin von Gossip.
Es heißt, dass die – kostenpflichtigen- Downloads von “Satellite” gesungen von Lena Rekorde brechen. Eigentlich ist es eine Unverschämheit, dass man für den Download jetzt auch noch was bezahlen muss. Es waren die Fernsehzuschauer, die mit ihren – kostenpflichtigen! – Telefonanrufen dieses Lied erst zum Hit gemacht haben. Auch wenn ich die Sendungen gerne gesehen habe – angerufen hab ich nicht – ist das Ganze eine einzige Abzocke, an der sich Stefan Raab, die Telefongesellschaften und der Sender eine goldene Nase verdienen.
So, jetzt geh ich einkaufen – bei Al*i gibt es Blümchen – und dann ab in den Garten!

















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