. . . dürft ihr raten, wo ich heute Nachmittag noch war?
Richtig kombiniert – in Wiesbaden und zwar diesmal in Biebrich. Meine faulen Männer habe ich nach dem Essen zu Hause gelassen. Na gut, so faul waren sie auch nicht, aber mitkommen wollte auch keiner, jeder hatte etwas Anderes im Kopf. Vor allem der GöGa lag mit Stöpseln im Ohr und windgeschützt auf der Terrasse in der Sonne (und hat nun einen Sonnenbrand). Mir war nach Wasser und heute wollte ich mal wieder an den Rhein. Aber fragt nicht, was da für ein Auftrieb war! Erst dachte ich, dass ich nie und nimmer einen Parkplatz bekäme, aber dann fuhr direkt vor dem Biebricher Schloß ein Porsche aus einer auch noch recht großen Parklücke – das war wie ein Sechser im Lotto.
Biebricher Schloss – Rheinfassade
Auch im Schlosscafé war die Hölle los oder besser gesagt draußen im Schlosshof, wo die Leute in der Sonne sitzen und auf den Rhein gucken konnten. Ich habe stattdessen mal kurz innen rein geguckt – sieht sehr nobel aus. Es gibt viele kleine Séparées.
Der Hammer war aber eine Schlange vor einem Eiscafé in der Nähe. Ich wusste erst gar nicht, warum da so viele Leute Schlange standen. Eine Veranstaltung um diese Uhrzeit? Ein Museum mit einer besonders interessanten Ausstellung? Nein, tatsächlich nur ein Eiscafé. Die müssen teilweise bis zu einer halben Stunde angestanden haben.
Seht euch das Bild rechts in der Mitte an. Die Schlange war links noch nicht zu Ende und rechts kam eine
kleine Querstraße und erst danach das Haus mit dem Eis-Café.
Auch im Schlosspark war viel Betrieb und natürlich hörte und sah man wieder überall die Papageien. Aber sie sitzen immer extrem hoch oben in den Bäumen, dass sie schwer zu entdecken und noch schwerer zu fotografieren sind. Mehrere Leute mit Handy oder kleiner Kompaktkamera neideten mir eindeutig mein Tele ;-)
Noch blüht im Park kaum etwas, vorwiegend Kornelkirschen, aber einige Haseln bekommen auch schon Blätter. Die Natur ist in Wiesbaden immer noch einen Hauch weiter als bei uns. Die Brunnen sind noch ohne Wasser und die Kälte empfindlichen Pflanzen stehen noch in der Orangerie. Aber der Spaziergang war trotzdem sehr schön.
Auch in den Seitengassen gibt es immer was zu entdecken. Ich habe das ja neulich erst geschrieben. Da Wiesbaden im Zweiten Weltkrieg nicht in dem Maße zerstört wurde wie Frankfurt, gibt es immer noch viele kleine Gassen mit alten Häusern und teilweise interessanten Verzierungen. Ich habe Biebrichs älteste Schule entdeckt, ein winziges Haus in der Elisabethengasse (oder-straße), das sich in Privatbesitz befindet. Es im Ganzen zu fotografieren war völlig unmöglich, aber ein Detail habe ich schon mitgebracht:
Das war’s dann erstmal. Ich wünsche euch allen noch einen gemütlichen Sonntagabend und morgen einen guten Start in die neue Woche.




