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Die Insel …

Ausgehört habe ich “Die Insel der besonderen Kinder” aus dem Audible Hörbuch Verlag.

Hörbuch – Rezi

von Ransom Riggs

Die Insel der besonderen Kinder

Jugendbuch, Mystery

Dauer: 11 Std., 7 Min (ungekürzt) – gelesen von: Simon Jäger

 

Zum Inhalt :

Zum Inhalt: Die Geschichte beginnt in Florida, wo Jacob, Spross einer schwerreichen jüdischen Familie lebt, wenig Freunde und in seinem Großvater die Hauptbezugsperson hat. Dieser erzählt dem kleinen Jacob außerordentlich fantastische Geschichten aus der eigenen Kindheit. Der Großvater polnischer Herkunft will als kleiner Junge auf der Flucht vor den Nazis – oder sind es etwa doch Monster? – von den Eltern in einen Zug nach England gesteckt worden sein, wo er dann in Wales auf einer kleinen Insel in einem Kinderheim aufgenommen wurde, in dem neben ihm Kinder mit ganz außergewöhnlichen Fähigkeiten lebten. Diese Insel scheint so etwas wie die Insel der Glückseligen zu sein, wenn da nicht immer wieder diese Monster wären.

Als kleiner Junge glaubt Jacob an diese Geschichten, doch die Zweifel mehren sich, je älter er wird. Als Jacob 16 Jahre alt ist, findet er den Großvater sterbend und grausam verstümmelt im Wald und dieser flüstert ihm einige kryptische Hinweise ins Ohr, die auf diese alten Geschichten Bezug nehmen. Jacob wird von da an von Albträumen verfolgt, denen er irgendwann entgegentritt, indem er mit seinem Vater eine Reise nach Wales antritt . . .

Es gibt eine Hörprobe zum Buch < Hier klicken!

 

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch ist zweifellos als Jugendbuch konzipiert, das ebenso gut von Erwachsenen gelesen werden kann, die gerne fantastische und schaurig-schöne Geschichten lesen. Die Geschichte hat mich fasziniert, wenn sie auch erst mal schwer in die Gänge kommt und einige Konstruktionen ziemlich durchsichtig sind wie der Vater, der nie der Reise zugestimmt hätte, wäre er nicht zufällig Hobbyornithologe gewesen und die walisische Insel zufällig bekannt für ihre ganz besonders interessanten Vogelpopulationen. Spannung wird manchmal sehr künstlich erzeugt, was einem erst am Ende richtig klar wird. So wird nie erklärt, wieso Jacob bei seinem ersten Besuch im Keller der Ruine Organe in Formalin gefüllten Gläsern vorfindet. Das ist mit nichts zu begründen. Eher hatte ich am Anfang das Gefühl, dass der Autor den Leser auf eine falsche Spur zu führen versucht, die sich sehr leicht ergibt, wenn man polnische Juden, Zweiter Weltkrieg und Nazis addiert.

Also mit Logik darf man an die Story auf keinen Fall heran gehen, aber das kennen wir ja seit den „Biss“-Büchern von Stephenie Meyer zur Genüge. Man kann dem Autor vielleicht sogar unterstellen, dass er versuchte den vorwiegend für weibliche Jugendliche konzipierten Schmachtromanen etwas ähnlich Fantastisches für jugendlich-männliche Leser gegenüber zu stellen.

Wie auch immer, ich habe das Hörbuch verschlungen. Es ist spannend, es ist gruselig, es ist fantastisch und durchaus auch mit Humor geschrieben. Und man hat das Gefühl, dass sich Autor durchaus auskennt mit den manchmal schwierigen Interaktionen zwischen Eltern und Kindern. Diese psychologischen Aspekte haben mir besonders gefallen und über vieles hinweg geholfen, was mir eher suspekt war.

Zu Simon Jäger, den ich sehr schätze, muss ich nicht viel schreiben. Er klingt hier zwar doch ziemlich märchenonkelhaft, aber das passt schon.

Fazit: Ich fand’s gut, wenn auch nicht perfekt. Da ich die Geschichte aber wirklich verschlungen habe, kann ich fast nicht anders als 5 von 5 Sternen zu vergeben. Ein bissl tendiere ich auch zu 4 von 5 – aber nein, es bleibt bei .

Es gibt auch einen Trailer zu diesem Buch, und wer partout was zum Umblättern haben möchte, dem kann man sicher auch das gedruckte Buch wärmstens empfehlen.