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KbkM #27

KbkM – Woche 27

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Wie ihr euch vermutlich denken könnt, kommen heute noch ein paar Fotos aus Speyer. Ich hatte ja schon erzählt, dass wir die Maximilianstraße vom Dom bis zum Altpörtel – dem westlichen Stadttor – und auch durch die Nebengassen wieder zurück gelaufen sind. Die Maximilianstraße – die einstige Prachtstraße der Stadt Speyer – ist auch heute noch sehr schön anzusehen. Es gibt zahlreiche schöne alte Häuser, Restaurants und auch – extra für mich!!! – Kunst im öffentlichen Raum ;-)

Erst aber noch mal zum Dom zurück. In der prächtigen Vorhalle finden wir diverse Herrscher verewigt wie beispielsweise das Denkmal Herzog Adolfs von Nassau, das früher einmal im Königschor stand.  Adolf von Nassau (* vor 1250; † 2. Juli 1298) war von 1292 bis 1298 römisch-deutscher König. Wir kennen ihn in unserer Gegend gut. Adolf wurde 1277 Graf von Nassau. Sein Erbe umfasste die nassauischen Länder südlich der Lahn im Taunus. Zu seiner Herrschaft gehörten als Lehen des Reiches Wiesbaden und Idstein. Weilburg verlieh er  am 29. Dezember 1295 das Stadtrecht.

Nördliche Vorhalle des Speyerer Doms mit Adolf von NassauNördliche Vorhalle des Speyerer Doms mit Adolf von Nassau

Was hier eigentlich kommen müsste, wäre der “Domnapf” auf dem großen Platz vor dem Domportal. Aber da war gerade ein Menschenauflauf, der das unmöglich machte. Den werde ich sicher mal fotografieren, wenn ich nochmal nach Speyer komme. Der Domnapf ist eine steinerne Schale, die bei jeder Neuwahl eines Bischofs „für das gesamte Volk“ mit Wein gefüllt wurde. Der Napf fasst 1580 Liter.

Dann also zum Stadthaus, einem der prachtvollen Häuser auf der Maximilianstraße mit einem wunderschönen Eingang (erbaut um 1900).

Stadthaus Speyer

Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Stadthaus etwa das Selbe sei wie ein Rathaus, aber das stimmt wohl so nicht, denn es gibt dann im weiteren Verlauf der Straße auf der anderen Seite auch noch ein Rathaus.  Zunächst aber begegneten wir einer eher düsteren Gestalt, die sich dann als Jakobspilger entpuppte:

Jakobspilger

Ich habe die Statue gewaltig aufgehellt. Sie ist derartig dunkel, dass man sonst kaum die Gesichtszüge erkennt. Sie ist auch sehr groß (3m hoch), so dass vermutlich niemand ihr Gesicht berühren wird. Ganz anders die Füße – da sieht man die hellere Bronze schimmern. Die Jakobsmuschel am Hut ist auch in natura kaum zu erkennen. Mehr zur Statue, einem Kunstwerk von Martin Mayer, kann man HIER nachlesen. Ich finde diese Figur überdimensioniert. An sich liegt Speyer auch an keinem offiziellen  Jakobsweg. Aber mir ist in letzter Zeit schon häufig aufgefallen, dass sich viele Städte und Gemeinden neuerdings gerne mit dem Hinweis auf Pilgerrouten schmücken. Allerdings wurde der Speyerer Dom sicher ab und an auch von Pilgern aufgesucht.

Hier nun das ebenfalls sehr schöne Rathaus der Stadt Speyer

Rathaus Speyer

Das Rathaus wurde 1712 bis 1726 vom kurpfälzischen Hofbaumeister Johann Adam Breunig erbaut. Soweit ich mich nun schlau gemacht habe, wird es auch als das “Alte Rathaus” bezeichnet, während das oben gezeigte “Stadthaus” als neues Rathaus dient.

Die seitlichen, von der Maximilianstraße abgehenden Gassen sind teilweise von atemberaubender mittelalterlicher Enge. Und im Untergrund fließt übrigens Wasser – der alte Mühlbach. Was ich mir unter dem Kindergässchen vorzustellen habe, kann ich nur mutmaßen – vielleicht gab es dort mal ein Waisenhaus. Oder es hat den Namen bekommen, weil die Gasse so eng ist, dass fast nur Kinder durchkommen – wer weiß.

Kindergässchen und Rabennest

Mit einem “Rabennest” kann man schon eher was anfangen:

Wirtshausschild "Rabennest"

So – das war’s nun endgültig mit meinen Eindrücken aus Speyer. Ich hoffe euch haben auch diese Bilder gefallen.

Und nun freue ich mich auf eure Beiträge zum KbkM #27.

Freitagsuhr

Tja – aus der Traum für die aktuelle EM. Da hat sich der Bundestrainer leicht verzockt.

Aber ich habe eine Freitagsuhr für euch und sie kommt -  wen wundert es ? -  aus Speyer:

Stadttor "Altpörtel"Das “Altpörtel” – westliches Stadttor der Stadt Speyer. Mit einer Höhe von 55 Metern
ist es eines der höchsten und bedeutendsten Stadttore Deutschlands.

Uhr am Altpörtel

Die Uhr am Altpörtel ist interessant – sie besitzt zwei Zifferblätter. Die Zeiger auf den großen Zifferblättern zeigen die Stunde an, die Zeiger auf den kleinen Zifferblättern die Viertelstunden. Früher war die Stunde die wichtigste Zeitangabe. Deshalb sind die Zifferblätter, die die vollen Stunden anzeigen, erheblich größer als die Zifferblätter, die “nur” die Viertelstunden anzeigen.

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Nach dem gestrigen Gewitter und kräftigem Regen auch noch während der Nacht ist es heute wieder schön und bisher auch von den Temperaturen noch ganz erträglich. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. In Hessen beginnen heute die Sommerferien. Man sollte sich an diesem Wochenende vermutlich nicht ohne Not auf Hessens Autobahnen begeben.

Dom zu Speyer

. . .  und  die Maximilianstraße.

 

Der Dom zu Speyer war für mich ein Erlebnis. Ich habe ja so gar nichts übrig für diese mit Gold und Putten, Gemälden und Kunstwerken überladenen Kathedralen. Der Speyerer Dom ist das ganze Gegenteil: riesig, erhaben aber fast karg in der Ausgestaltung – ein Prachtstück romanischer Dombaukunst. 1981 erklärte die UNESCO den Dom zum „Kulturerbe der Welt“. Der Kaiserdom (St. Maria und St. Stephan) ist Kathedrale des Bistums Speyer.

Blick auf den Dom von der Maximilianstraße ausBlick auf den Dom von der Maximilianstraße aus . . .

Dom rheinseits

. . . und hier vom Hafenbecken aus gesehen, also rheinseits.

Der salische König und spätere Kaiser Konrad II. ließ 1025 den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abendlandes zu errichten. Heute ist der Dom die größte erhaltene romanische Kirche (trotzdem möchte ich an dieser Stelle mal wieder auf unsere karolingische Justinuskirche von 840 in Frankfurt-Höchst hinweisen). Um die für den Bau benötigte Menge von Stein und Holz nach Speyer zu bringen, wurde extra ein Kanal vom Pfälzerwald zum Rhein gebaut. Wenn man in diesen Kathedralen steht und den Blick nach oben richtet, fragt man sich immer, wie das früher möglich war.

DomportalDas Domportal von innen – wirkt eigentlich in natura viel imposanter.

Seitenschiff

Ein Seitenschiff

Gemälde

So ziemlich das Einzige, was in diesem Dom farbig ist – außer einer Marienstatue im Altarraum – ,
sind die 1846–1853 von den Malern Johann von Schraudolph und Joseph Schwarzmann
im Auftrag Ludwig I. von Bayern geschaffenen Fresken im Nazarener Stil.

Mittelschiff und Chor

Blick durch das Mittelschiff auf Altarraum und Chor

Ich kann hier nicht alle Bilder zeigen, die ich gemacht habe und auch nicht alle Informationen geben, die man über den Dom zusammentragen könnte. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich beispielsweise die Wikipediaseite: Speyerer Dom. Dort gibt es auch ein schönes Panorama. Wir haben auch bei Weitem nicht Alles gesehen, vor allem auch nicht um den Dom herum. Aber so weit weg ist Speyer ja nicht und ich bin sicher, dass ich nochmal hinfahren werde.

Mittelschiff mit Krone

Blick vom Königschor durch das Mittelschiff zum Portal.
Über dem Königschor hängt eine Nachbildung der Grabkrone Kaiser Konrads II.

St. Katharinenkapelle

Blick in die St. Katharinenkapelle, in der Reliquien aufbewahrt werden. Sie befindet sich direkt über
der Taufkapelle St. Emmeran. Durch den Mittelschacht sind die beiden Kapellen verbunden.

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Ich glaube, ich werde mir die Bilder von der Maximilianstraße noch ein bisschen aufheben, sonst wird es zuviel. Außerdem sind da eine paar hübsche Sachen für das KbkM-Projekt drunter ;-)