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Ab 2.1.2012 neu:


Projekt Frau Waldspecht




Ein Projekt von Barbara

KbkM #21

Bitte eure Beiträge wie immer in den Kommentaren unter meinem Beitrag Nr.21 ab dem 21.5.2012

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Spielsachen

Spielsachen

Ein Projekt von Heuni

Bei Heuni entdeckt: Das Kind in Dir – ein Projekt, das in dieser Woche angefangen hat und mit dem ersten Thema heute auch schon endet.

In dieser Woche geht es um Spielsachen. Da muss ich nachdenken. Viele Spielsachen hatte ich nie. Das war erstens in den frühen Fünfziger Jahren nicht üblich und zweitens war auch kein Geld dafür da. Aber das soll nicht heißen, dass nicht meine Eltern im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Spielsachen gesorgt hätten. Vielleicht erinnere ich mich auch nicht richtig, denn die meisten Puppensachen waren nicht mein Ding. Ich weiß noch, dass ich eine Puppe mit tollem Haar geschenkt bekam – die sicher auch teuer war – und ihr als Erstes die Haare abschnitt. Da war meine Mutter echt sauer.

Ich hatte eine Puppenstube. Es gibt jede Menge Fotos, die mich samt Puppenstube an Weihnachten zeigen. Mein Problem war, dass mir niemand das Spielen beigebracht hat. Das klingt komisch, aber ich wette, es ist so, dass ein Kind das Spielen auch lernen muss. Ich war quasi ein Einzelkind (ein Nachkömmling, der Bruder 17 Jahre älter), immer zu Hause, meine Mutter wollte mich nicht in den Kindergarten geben, aber sie selbst hat mit mir auch nicht gespielt. Interessiert haben mich dann eher Spielsachen, die irgendwie “funktionierten” oder das jedenfalls tun sollten: eine Mininähmaschine, ein kleiner Mixer, ein Puppenherd. Aber diese Teile funktionierten selten lange und außerdem hatte ich keine Spielkameraden. Was also sollte ich mit dem Krempel?

Spielsachen wurden bei mir sehr schnell von Büchern abgelöst. Sobald ich lesen konnte, gab’s nichts Anderes mehr. Als Erwachsene und vor allem als Mutter habe ich erst gemerkt, welche Defizite ich da habe. Man kann schlecht weitergeben, was man nicht selbst gelernt hat. Aber meine Jungs sind in den Kindergarten gegangen, auch die Tür stand bei uns immer für Freunde offen und heute haben beide nach wie vor eine langjährige Clique, in der sie fest eingebunden sind. Ich habe bis heute selten mal Spaß am Spielen (Gesellschaftsspiele), habe erst durchs Internet Freunde gewonnen und das Lesen ist neben dem Fotografieren nach wie vor meine Lieblingsbeschäftigung.

Ich habe auch keine Spielsachen aus der Kindheit aufgehoben – Bücher schon. Jetzt mit Fünfzig “+”, habe ich mir ab und an mal ein Kuscheltier im Opelzoo gekauft, einfach weil ich es niedlich finde. Diese Tiere sind natürlich auch eine ganz andere Klasse als die meiner Kindheit.

Tja – so ist das mit den Spielsachen und den Erinnerungen, vielleicht ein Grund, warum mein Herz grundsätzlich nicht an “Sachen” hängt, es sei denn, man kann damit etwas “Sinnvolles” anfangen ;-)

Mal so ein ganz typisches Foto: Papa zeigt mir die Babypuppe, doch was soll ich damit? In meiner Umgebung gibt es weit und breit keine Babies und keine jungen Mütter, die mir gezeigt hätten, wie man mit Babies umgeht. Das Bambi war gerade unglaublich “in”, aber es war alles andere als ein Kuscheltier. Der Schlitten rechts unten im Bild, das war dann schon eher nach meinem Geschmack. Aber der wurde nur benutzt, wenn Papa am Wochenende mal Zeit hatte (Schnee gab’s in meiner Kindheit eigentlich immer genug im Winter). Wenn wir im Februar/März dann zum Skilaufen fuhren, war ich dann auch eines der jüngsten Skihaserl auf der Seiser Alm oder in Davos.

Soweit mein Beitrag zum Thema “Spielsachen”. Was ist nun aber mit dem Kind in mir? Das habe ich wohl nie ausgelebt, heute ist es irgendwie zu spät. Das bedaure ich, das hat mir Depressionen verursacht, das ist wohl auch die Ursache für meine Sozialphobie, aber ich habe mich inzwischen damit arrangiert. Das Internet ist mir dabei durchaus eine große Hilfe.

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Meine Fotos dürfen nur mit meiner ausdrücklichen Genehmigung weiter verbreitet werden. Die hier und auf meinen anderen Webpräsenzen veröffentlichten Inhalte (Fotos, Texte etc.) sind mein geistiges Eigentum und unterliegen dem Urheberrecht. Näheres siehe auch unter RheinMainArts.de
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